Gar nicht lecker

14. April 2018 20:27; Akt: 14.04.2018 20:27 Print

Mit jedem Mahl essen wir über 100 Plastikpartikel

Plastik ist allgegenwärtig – auch in unseren Lebensmitteln. Schottische Forscher haben untersucht, wie es dorthin kommt, und sind schockiert.

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Bislang ging man davon aus, dass der Mensch Plastikpartikel vor allem über Fisch und Meeresfrüchte zu sich nimmt. Schliesslich sind die Meere voll von Kunststoffteilchen.

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Doch laut Forschern der Heriot-Watt University im schottischen Edinburgh trügt der Schein. Die grosse Mikroplastikquelle ist eine andere: Hausstaub. Der darin enthaltene Kunststoff stamme im Wesentlichen von Möbelbezügen und synthetischen Stoffen im Haushalt.

Klebrige Schalen mimen Teller

Für die im Fachjournal «Environmental Pollution» erschienene Studie verglich das Team um denUmwelttoxikologen Ted Henry die Plastikbelastung von Muscheln mit der von dem Staub, der während einer Hauptmahlzeit auf dem Teller landet.

Dafür platzierten sie klebrige Petrischalen in der Grösse eines Esstellers als Staubfallen auf dem Tisch. So wollten sie die Belastung durch die Schwebeteilchen messen.

Hausstaub schlimmer als Muscheln

Ergebnis: Während die untersuchten Muscheln im Schnitt zwei Plastikteilchen enthielten, befanden sich am Ende des Tests 114 Plastikfasern in den Klebeschalen. Sie alle stammten aus der Luft, so die Forscher gegenüber der «Daily Mail».

Doch damit nicht genug: Man müsste auch noch die Plastikpartikel dazurechnen, die durch die Zubereitung ins Essen gelangen. Das bedeutet laut den Wissenschaftlern, dass ein Mensch bis zu 68'415 Plastikfasern pro Jahr allein durch den Staub in der Luft mit dem Essen aufnimmt.

Im Vergleich: Durch den Verzehr der Muscheln würde man jährlich dagegen nur 100 Plastikpartikel pro Jahr aufnehmen.

(fee)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Christopher Currault am 14.04.2018 21:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Planet Plastic

    Ziehe nur die Doku aus dem Jahr 2006 oder 2008 ( Planet Plastic ) erschreckend jeder zweite Mensch hat Kunststoff im Blut

  • Heidi Heidnisch am 14.04.2018 20:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Synthetische Menschen

    Aha, soll also die Weltbevölkerung reduziert werden. Ich hatte mich schon gefragt, wie das bewerkstelligt werden soll. Plastikpartikel verkleben Lungen und Darm. Dann geht nichts mehr. Was kommt danach? Der Mensch aus Geld und Kunststoff?

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  • Danilo Weltenbürger am 15.04.2018 00:44 Report Diesen Beitrag melden

    Plastic Bertrand

    und ich dachte ich atme mit dem Hausstaub nur ein paar Milben ein, aber jetzt auch noch meine Möbel. In ein paar Jahren können wir dann aus unseren Exkrementen Plastiktüten herstellen. Recycling pur. Ist das nicht toll.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Cara am 25.04.2018 12:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tragisch!

    Der Vorteil im Nachteil...Wir können nicht rosten! Einfach tragisch wenn man alles so hört! Jetzt wider sind die Verpackungen vergiftet! Wo führt das alles noch hin? Die Menschheit wird immer kränker! Wir werden vergiftet! Und wer profitiert am Schluss, die Pharmaindustrie! Allen trotzdem ein schöner Tag :-(

    • Bartli am 25.04.2018 13:14 Report Diesen Beitrag melden

      Unser täglich Gift gebe uns....

      Man sollte all jene die uns vergiften und grillieren anzeigen, eine Massenklage wäre angebracht. Für das sind wir allerdings zu unbeholfen.

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  • Kurt Weissenberger am 18.04.2018 23:57 Report Diesen Beitrag melden

    Plastikbiologie

    Wird der Plastik wieder ausgeschieden oder bleibt er im Körper? Was für Schäden werden dadurch angerichtet?

  • prolltrash am 16.04.2018 12:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    lol

    also ich schmecke nichts davon. mein grossvater lebt auch noch. also kann ich das vernachlässigen. rauchen alkohol staub chemie plastik dämpfe von chemikalien kleber holz co2. ich denke ihr werdet schon morgen alle tot sein :). was habt ihr denn gedacht? das sich alles durch reibung abschmirgelt (grob gesagt)ausser bei eingepacktem essen nicht? bei so wenig intelligenz müsst ihr euch über andere sachen sorgen! (nicht fies gemeint)

  • Jakob am 16.04.2018 12:03 Report Diesen Beitrag melden

    Ursacher gerechte Entsorgunc

    Seit vielen Jahren packe ich möglichst alle Lebensmittel wie zum Beispiel Fleisch und Fisch in mitgebrachte Tupperware um und entsorge. Ein kleiner Beitrag zur Schonung unserer Umwelt, aber wenn das mehr Leute machen würden, fände vielleicht ein Umdenken bei den Supermärkte statt.

    • prolltrash am 16.04.2018 12:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Jakob

      der deckel ist auch aus plastik. was machen sie jetzt?

    • Leser am 16.04.2018 21:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Jakob

      Und was genau sparen Sie wenn Sie die Verpackung in Laden statt Zuhause wegwerfen? Kosten für die Entsorgung? Und die Tupperwarebehälter waschen Sie mit jeder Menge heissem Wasser und Seife aus? Macht für mich nicht wirklich Sinn.

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  • Clean Solution am 16.04.2018 11:46 Report Diesen Beitrag melden

    Plastik und Geld kann man nicht essen!

    Erst wenn das ganze Wasser verseucht ist, alle Pflanzen tot und es keine essbaren Tiere mehr gibt, merkt der Mensch, dass man weder Geld noch Kunststoff essen kann!