Verletzung am Gaumen

14. Juni 2018 18:50; Akt: 14.06.2018 18:50 Print

Das pikante Geheimnis hinter diesem roten Punkt

Während der Kontrolle stellte ein Zahnarzt bei einem Patienten einen seltsamen Fleck im Mund fest. Ein Blick in das Privatleben des Mannes verriet die Ursache.

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Es sollte eine reine Routinekontrolle werden, doch beim Blick in den Mund eines 47-jährigen Mannes wurde ein Zahnarzt in Mexiko stutzig. Am Gaumen des Patienten machte er einen roten Kreis aus. Auch die herbeigeeilten Kollegen konnten sich keinen Reim darauf machen und befürchteten das Schlimmste, wie Iflscience.com schreibt.

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Von einer Blutstörung (Blutdyskrasie) bis zu einem Tumor reichten die Vermutungen der Zahnärzte. Der Mann selber war sich der Verletzung am Gaumen offenbar nicht bewusst und hatte auch keine Schmerzen. Zwar war er dem Marihuana und Kokain nicht abgeneigt, doch der Betäubungsmittelkonsum konnte als Ursache ausgeschlossen werden. Ein HIV-Test fiel negativ aus.

Doch bei der offenbar ziemlich tief gehenden Befragung durch die Zahnärzte stellte sich heraus, dass der Mann regelmässig Fellatio ausübte. Nach weiteren Abklärungen kamen die Zahnärzte der Universität Montemorelos zu dem Schluss, dass es sich beim roten Punkt wohl um eine Aufprallverletzung handelte, die der Patient beim Oralsex erlitten hatte.

Kontakt mit einem Penis

Der Fall ist im Fachjournal «BMJ Case Reports» beschrieben. Die Zahnärzte führen darin wissenschaftlich korrekt aus, worum es hier eigentlich geht: «Fellatio ist definiert als die Stimulation des Penis eines Mannes durch den Mund eines Partners durch saugen oder lecken, wobei es von Erwachsenen jeglichen Geschlechts durchgeführt werden kann.»

Und weiter: «Der Kontakt des Gaumens mit einem Penis kann einen Bluterguss hervorrufen aufgrund der Aufprallverletzung und einer Erweiterung der Blutgefässe wegen des Unterdrucks beim Saugvorgang.»

Nach der Diagnose schickten Zahnärzte den Mann nach Hause und sagten ihm, er solle in einer Woche zur Kontrolle kommen. Wenn der Punkt bis dann verschwunden sei, könne man eine Geschlechtskrankheit, einen Tumor oder andere Ursachen ausschliessen. Und tatsächlich, nach einer Woche war die Verletzung verschwunden. Der Mann konnte aufatmen.

(jcg)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Innerschweizer am 14.06.2018 19:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    DANKE

    Das läuft unter: "Dinge die ich eigentlich gar nicht wissen möchte"

    einklappen einklappen
  • King Kong am 14.06.2018 19:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es war einmal in Mexiko

    Sachen gibts, die brauchen wir gar nicht zu wissen.

  • Markus am 14.06.2018 19:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Warum kannten die das nicht?

    Und warum wussten die Zahnärzte das nicht von Anfang an? Waren Frauen etwa noch nie beim Zahnarzt?

Die neusten Leser-Kommentare

  • vielleicht steht er nicht dazu? am 15.06.2018 18:25 Report Diesen Beitrag melden

    Hätte gedacht

    das käme von einem Piercing!

  • RegnumBohemiae 1182 am 15.06.2018 18:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tarantino

    um mit einem Zitat aus Pulp Fiction zu kommentieren: Das ist jetzt mehr Information, als ich mir gewünscht hätte...

  • Mannomann am 14.06.2018 20:53 Report Diesen Beitrag melden

    Geschmäcker sind ja so verschieden

    Wer es so bunt treibt, muss mit Folgen rechnen. Auch Zahnärzte sind nur Menschen und kommen nicht auf eine Diagnose die für manchen Hirsch und seine alltäglichen Liebhabereien wichtig sind.

  • Vielen Dank am 14.06.2018 20:46 Report Diesen Beitrag melden

    Peindlicher Arztbesuch erspart

    Finde dies ein sehr lesenswerten Artikel! Hatte ich doch diesen Fleck auch schonmal entdeckt und Panik gekriegt. Jetzt ist mir alles Klar!

  • Roger Rabbit am 14.06.2018 20:38 Report Diesen Beitrag melden

    Das Ungeschriebene letzte Wort...

    "Der Mann konnte aufatmen"... ... je nach Umstand aber nur durch die Nase!