Giftige Mineralien

02. Juni 2018 12:07; Akt: 02.06.2018 12:07 Print

Ein Schluck vom Toten Meer kann tödlich sein

Einmal im Toten Meer zu floaten, ist der Traum vieler. Doch er kann schnell zum Albtraum werden – wenn man einen einzigen Fehler macht.

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Bilder von im Toten Meer Badenden erwecken immer den Anschein, es sei ein grosser Plausch. Dabei birgt der Aufenthalt im Toten Meer eine riesige und vor allem weithin unbekannte Gefahr. Und die ist im Wasser zu suchen, ... ... genauer gesagt in seinen Inhaltsstoffen. Denn die hochkonzentrierten Mineralien im Wasser wirken wie Gift auf den menschlichen Organismus. Verschluckt man es, droht innerhalb rund einer halben Stunde der Tod. Pro Jahr sterben deshalb 20 bis 30 Menschen. Eines der berühmtesten Opfer war Stefan Heym. Der deutsche Autor stürzte 2001 im Toten Meer und verstarb innerhalb weniger Minuten. Gelangen die hochkonzentrierten Mineralien in den Körper, können die Lungenbläschen platzen. Innerhalb von 30 Minuten kommt es zu einem multiplen Organversagen. Die einzige Möglichkeit dem Tod noch einmal von der Schippe zu springen, ist sofortiges Erbrechen. Das empfiehlt beispielsweise die israelische Hilfsorganisation Magen David Adom. Damit das gar nicht erst nötig wird, gibt es Baderegeln fürs Tote Meer. In diesen wird empfohlen, anders als die Frau links im Bild . Denn dann ist die Gefahr am grössten, dass man aus Versehen Wasser in den Mund bekommt. Auch das. Dies nicht nur, damit kein Salzwasser verschluckt werden kann, sondern auch, weil die hohe Salzkonzentration auf Schleimhäuten und in den Augen für Brennen sorgen können. : An manchen Küstenabschnitten ist die Schwimmfläche begrenzt. Dies, weil an einigen Stellen des Toten Meers der Salzgehalt geringer ist als an anderen und der Auftrieb dort abnimmt. Wegen des extrem hohen Salzgehalts bilden sich am Ufer Salzablagerungen. Diese können spitz oder rutschig sein. Um das Risiko eines Sturzes so gering wie möglich zu halten, ... ... empfehlen Wiederholungstäter gerne Badeschuhe, die beim Waten ins Tote Meer für ein bisschen mehr Standfestigkeit sorgen. Allerdings gilt auch für diejenigen, die die Tipps beherzigen, die Augen offen zu halten. Denn auch am Ufer gibt es eine Gefahr: Schlucklöcher. Mehrere Anwohner fielen bereits in die metertiefen Löcher, Der Grund: Das Tote Meer schrumpft, das Salzwasser weicht zurück, der Salzgehalt im Boden wird abgebaut. Dafür wird Süsswasser von den Bergen angespült. Dabei entstehen Hohlräume, die dann über der Oberfläche zusammenbrechen. (Im Bild: 20 Meter tiefe Krater reihen sich aneinander) Grund für den Rückgang des Meeres ist der Eingriff in den Jordan: Gut 98 Prozent des Flusses werden für Haushalt, Landwirtschaft und Industrie abgezweigt.

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Sein hoher Salzgehalt (siehe Box 1) und die daraus resultierende aussergewöhnlich hohe Dichte von 1,240 kg/l machen das Tote Meer so besonders. Das sorgt einerseits für Linderung bei zahlreichen Hauterkrankungen. Andererseits lässt das Tote Meer seine Besucher wie Korken auf der Wasseroberfläche schwimmen und dabei sogar gleichzeitig Zeitung lesen.

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Doch der Spass kann schnell ein tödliches Ende nehmen – wenn man beim Schwumm Wasser schluckt. Pro Jahr sterben deshalb 20 bis 30 Menschen.

Eines der berühmtesten Opfer war möglicherweise Stefan Heym. Der deutsche Autor stürzte 2001 angeblich in einem Pool, der mit Wasser aus dem Toten Meer gefüllt war, und verstarb innerhalb weniger Minuten (siehe Box 2).

Giftige Brühe

Der Grund: Die hochkonzentrierten Mineralien des Wassers wirken wie Gift auf den menschlichen Organismus. Sie lassen in der Lunge die Lungenbläschen platzen. In nur einer halben Stunde kommt es zu einem multiplen Organversagen.

Die einzige Möglichkeit, dem Tod noch einmal von der Schippe zu springen, ist sofortiges Erbrechen. Das empfiehlt beispielsweise die israelische Hilfsorganisation Magen David Adom.

Was man tun kann, um die Gefahr zu bannen, erfahren Sie in der obigen Bildstrecke.

(fee)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ironie am 02.06.2018 12:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sherlock

    Hat ja einen Grund wieso es Toten Meer heisst.. oder hab ichs falsch verstanden

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  • Swissbluelake am 02.06.2018 12:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die Menge macht es aus

    Ich war im 2002 am Toten Meer. Es war herrlich. Und obwohl mir etwas Wasser in die Kehle rann, bin ich noch am Leben. Die Menge macht es wohl aus.

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  • urbanier am 02.06.2018 12:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Aber doch nicht

    War schon 2x in Jordnien. Ja es ist sehr Salzig. Einfach aufpassen. aber Kein grund Nicht dort hin zu gehen

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Logik am 12.06.2018 12:18 Report Diesen Beitrag melden

    Ist doch bekannt?

    Meerwasser soll/darf man nicht trinken, weis jeder. Im toten Meer mit noch mehr Salzgehalt muss man extra drauf hinweisen? Was kommt als nächstes, auf Hawaii bitte nicht flüssige Lava anknabbern?

  • Maria am 05.06.2018 19:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es ist wahr...

    Ich schlug eine grosse Mengue von diesem Wasser und bin gestorben! Na und?!!!

  • grüezi am 05.06.2018 18:30 Report Diesen Beitrag melden

    Lustig

    daraus macht man aber Kosmetika. (Totem Meer) Die ist Gesund?

  • PoiPoi am 05.06.2018 14:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Oder...

    ...einfach mal die Klappe halten und geniessen! :')

  • Armin am 05.06.2018 10:56 Report Diesen Beitrag melden

    Weiss man....

    Nunja, in jeder Broschüre, in jedem Hotel, an jedem Strand dort unten wird gewarnt, nicht zu schwimmen, sondern sich effektiv nur auf den Rücken ins Wasser zu legen. Es ist grossartig! Auf dem Bauch tendiert man nämlich vornüber zu kippen und Wasser zu schlucken. Das wird so in Israel, aber auch in Jordanien klar kommuniziert. Wer zu dumm ist, solche einfachen Anweisungen zu befolgen, den holt das Schicksal ein... wenn nicht dort, dann hier, vielleicht auf einem Fussgängerstreifen bei vereister Strasse, wenn man/frau noch rasch vor das Auto treten will oder auf dem Dach eines Eisenbahnwagons..