Rhetorik

20. März 2018 07:09; Akt: 20.03.2018 07:09 Print

Die Kunst der klugen Worte

von Gabriel Aeschbacher - Reden, ohne die Zuhörenden zu langweilen, ist das Geheimnis der Rhetorik.

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Auf die Wortwahl kommts an, ob ein Referat langweilig ist oder nicht. (Bild: Fotolia)

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Patrik W.* hat zittrige Knie. Die Arbeit ist zwar geschrieben, das Herzstück aber – die Präsentation vor einem breiten Publikum – steht noch aus. Und hier liegt der Haken. «Ich habe zwar eine grosse Ahnung davon, wie man eine Arbeit schreibt, mir fehlt aber die Erfahrung, wie ich das packend rüberbringen kann.» Da kommen Tipps vom Experten wie gerufen, denn in der Tat kennen wir die Momente, wo wir – mehr oder weniger gelangweilt – einem Vortrag lauschen müssen.

Der Rhetorik-Experte Wolfgang Wellstein appelliert daran, sein Redeziel genau zu definieren. «Ich muss mir überlegen, was das Publikum auch später noch wissen soll.» Dann geht es an die Umsetzung und an die Freude, welche auch die Zuhörer spüren möchten. «Wichtig ist, kurz vor dem Redestart Kontakt mit freundlichen Gesichtern im Publikum aufzunehmen und zu lächeln», sagt Wolfgang Wellstein. Und natürlich geht es auch darum, die Zuhörer bei Laune zu halten. Am besten gelinge das, wenn man mit kurzen Sätzen operiere. «Dazu helfen eine aktive Sprache und Sprachbilder sowie Vergleiche», so der Experte weiter. Und schliesslich sei es ganz wichtig, das Publikum nicht zu überfordern. Deshalb rät Wellstein dazu, sich und den Zuhörern ab und zu eine kleine Pause zu gönnen.

Patrick W. hat die Feuerprobe inzwischen bestanden. Noch weiss er nicht, wie das Ergebnis ausgefallen ist. Er glaubt jedoch, zumindest wohlwollenden Applaus ausgemacht zu haben. Und für das nächste Mal ist er nun mit Tipps ausgestattet, wie er seine Reden noch prägnanter vortragen kann.

*Name der Redaktion bekannt

Reden.ch
Eb-zuerich.ch