Ungebetener Gast

22. Juni 2018 07:21; Akt: 22.06.2018 07:21 Print

Beule in ihrem Gesicht entpuppte sich als Wurm

Als eine junge Frau einen Klumpen in ihrem Gesicht bemerkte, dachte sie sich nicht viel dabei und machte ein Selfie. Bis er sich zu bewegen begann.

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Zuerst war da eine kleine Verdickung unter dem linken Auge der 32-jährigen Russin. Wie man das heute so macht, schoss die Frau ein Selfie dieser Beule. Nach fünf Tagen stellte sie dann fest, dass die Verdickung sich bewegt hatte. Sie befand sich nun über ihrem linken Auge. Wieder schoss sie ein Selfie und hielt so die Wanderung des Knötchens über ihr Gesicht fest.

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Nach zehn Tagen war die Beule schliesslich in ihrer Oberlippe angekommen. Auf ihrer Reise dorthin hatte sie zwar ab und zu für Juckreiz gesorgt, bei der Frau aber sonst für keine Beschwerden gesorgt. Nun suchte die 32-jährige einen Augenarzt auf. Dieser machte den Übeltäter schnell aus. Die Frau hatte sich einen parasitischen Wurm namens Dirofila repens eingefangen.

Diese Fadenwürmer haben es normalerweise auf Hunde, Katzen, Füchse und andere Säugetiere abgesehen und leben für gewöhnlich im Gewebe unter der Haut. Die Übertragung geschieht über Mückenstiche, weshalb es auch ab und zu Menschen treffen kann. Als Wirt ist der Mensch für den Fadenwurm allerdings ungeeignet. Sie paaren sich nicht im Menschen und pflanzen sich folglich auch nicht fort.

Parasit wandert nach Norden

Der Parasit kommt in Süd-, im südlichen Ost- und Westeuropa sowie in weiten Teilen Asiens und Afrikas vor. Während er bis zum Ende des 20. Jahrhunderts nur in südlicheren Gefilden heimisch war, breitet er sich zunehmend nach Norden aus. Die 32-Jährige hatte laut der im «New England Journal of Medicine» publizierten Fallstudie vor der Infektion einige Zeit auf dem Land in einem Gebiet ausserhalb Moskaus verbracht, wo sie häufig gestochen wurde.

Gemäss einer Studie von Vladimir Chartaschev von der staatlichen medizinischen Universität in Rostow am Don, der auch die Russin behandelt hat, wurden seit 1997 in Russland und der Ukraine etwa 4000 Infektionen bei Menschen dokumentiert. Eine Studie von 2014 mit 200 Fadenwurm-Patienten in Russland ergab, dass der Wurm bei ungefähr 35 Prozent der Infizierten gewandert ist, wie Livescience.com schreibt. Eine davon gaben an, ein «Kriechen» unter der Haut verspürt zu haben.

Der Russin wurde der Wurm übrigens in einem kleinen Eingriff entfernt. Sie ist wieder vollständig genesen.

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(jcg)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Domino am 22.06.2018 08:28 Report Diesen Beitrag melden

    Psychologe

    Da bräuchte ich nach der Operation einen Psychologen.

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  • Tom - Bern am 22.06.2018 09:37 Report Diesen Beitrag melden

    Muss ich das verstehen?

    Die erste "Entdeckung" war unter dem Auge. Die Zweite war dann über dem Auge Und die Dritte war an der Lippe. Und weil die Beule jetzt an der LIPPE ist, geht man deswegen zum AUGENarzt? Ich wäre dann zum Arzt gegangen als sich das Ding von unter dem Auge übers Auge bewegt hat.

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  • Paladin am 22.06.2018 10:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zu viel Tierliebe?

    Ich sehe oft Menschen die ihren geliebten Vierbeiner auf den Mund oder ins Genick küssen. Das sollte nicht sein. Streicheln ja, aber diese Abknutscherei geht nun doch zu weit. Genau so werden Parasiten aufgenommen. Es sind unsere besten Freunde, aber immer noch Tiere

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Die neusten Leser-Kommentare

  • AlexK am 22.06.2018 16:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ohrwurm

    Und als sich der Wurm zu ihrem Ohr bewegte, hatte sie einen Ohrwurm. Das konkrete Lied ist unbenkannt. Man munkelt, dass sie die Melodie noch jetzt unter der Dusche singt.

  • Mary J am 22.06.2018 16:54 Report Diesen Beitrag melden

    Nix neues

    Erinnert mich an die Doku-Serie auf DMAX "der Feind in meinem Körper", da wurde oft über solche Fälle berichtet, kann passieren, man muss halt auch etwas auf Hygiene achten, aber nicht übertreiben....

    • .Nicolas. am 22.06.2018 21:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Mary J

      die Serie ist cool :-)

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  • Rüdiger am 22.06.2018 16:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Glück

    Glück gehabt! Es hätte Rektalkrebs sein können, der sich häufig auch an Lippen oder Zunge bildet.

  • Ephraim Lercher am 22.06.2018 15:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    echt niedliches Kerlchen

    So schön, so einen tierischen Mitbewohner so nah bei sich zu haben. Es muss nicht immer einer mit vier Pfoten und Fell sein!

  • Silou am 22.06.2018 15:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bachelorette

    Musste grad an die Bachelorette denken, sind doch mehr Leute davon betroffen als ich gedacht habe...