82. Tour de Suisse

17. Juni 2018 16:29; Akt: 18.06.2018 12:41 Print

Küng gewinnt den Kampf gegen die Uhr

Stefan Küng hat an der Tour de Suisse für den perfekten Abschluss gesorgt. Der Gesamtsieg geht an einen Australier.

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Premiere im Tessin: Stefan Küng gewinnt erstmals eine Etappe bei seiner Landesrundfahrt. (17. Juni 2018) Für den Thurgauer Radprofi ist die Tour optimal verlaufen. Am Ende kann sich Gesamtleader Richie Porte behaupten und die Schweizer Landesrundfahrt gewinnen. Der Australier beweist, dass er für die Tour de France gerüstet ist. Arnaud Démare kommt als Erster in Bellinzona an und gewinnt die achte Etappe der Tour de Suisse. Der Blick nach oben: Ein Kolumbier macht die Rundfahrt wieder spannend. (15. Juni 2018) Nairo Quinitana macht mit seinem Etappensieg in Arosa die Tour wieder spannend. Leader bleibt allerdings der Australier Richie Porte. Leiden im Aufstieg nach Arosa: Der Luzerner Mathias Frank fällt zurück. Der grösste Triumph seiner Laufbahn: Sören Kragh Andersen ist im Ziel in Gommiswald SG überglücklich. (14. Juni 2018) Richie Porte kann seine Führung im Gesamtklassement in den Schweizer Bergen sogar ausbauen. Wenigstens schönes Wetter: Das Feld kämpft in der Königsetappe auf den steilen Alpenstrassen. Mathias Frank (M.) und Berufskollegen auf der rasanten Abfahrt vom Klausen. Der Luzerner stösst im Gesamtklassement auf Rang 14 vor. Tapfer geschlagen: Stefan Küng fällt im Gesamtklassement zurück. (13. Juni 2018) Neuer Leader ist Küngs australischer Teamkollege Richie Porte. Der Italiener Diego Ulissi gewinnt das fünfte Teilstück mit Ziel in Leukerbad VS. Angriff im Wallis: Stilstudie des Amerikaners Lawrence Warbasse. Eine Aureissergruppe auf dem Weg nach Crans-Montana. Feiert seinen bisher grössten Erfolg: Der Däne Christopher Juul-Jensen entscheidet die 4. Etappe der Tour de Suisse für sich. (12. Juni 2018) Der 28-jährige aus dem Team Mitchelton-Scott kann sich bis zur Zieleinfahrt in Gstaad vor dem Feld behaupten. Schon kurz nach dem Start in Gangsingen kann sich Juul-Jensen mit einer Fluchgruppe absetzen und fährt später solo voraus. Der Schweizer Michael Albasini freut sich über den Etappensieg seines Teamkollegen. Grund zur Freude hat auch Stefan Küng. Der Thurgauer (r.) vom BMC Racing Team nimmt die 4. Etappe im gelben Leadertrikot in Angriff. Küng erreicht das Ziel als 23. mit dem Feld und kann seine Führung im Gesamtklassement behaupten. Er hat weiterhin drei Sekunden Vorsprung auf seine ersten Verfolger. In Krauchthal im Emmental fährt der Tross an Kühen vorbei, die sich allerdings nicht aus der Ruhe bringen lassen. Der Franzose Nans Peters (Team Ag2r La Mondiale) bewältigt im Regen eine Steigung. Der Holländer Bauke Mollema vom Team Trek-Segafredo blickt den 189,2 km, die am Dienstag zu bewältigen sind, etwas kritisch entgegen. Hartnäckig in Gelb: Für Stefan Küng läuft es bisher bei der einheimischen Rundfahrt rund. (11. Juni 2018) Sonny Colbrelli (r.) setzt sich im Spurt in Gansingen durch. Der Italiener bezwingt auch Weltmeister Peter Sagan. Mit Michael Albasini (M.) mischtauch ein Schweizer um den Etappensieg mit. Der formstarke Thurgauer wird am Ende Vierter. Er fühlt sich hierzulande wohl: Peter Sagan lässt die Konkurrenz in Frauenfeld stehen. (10. Juni 2016) Der Slowake erfreut mit seinem 16. Etappensieg an der Tour de Suisse auch die Fans aus seiner Heimat. Etappensieg des slowakischen Weltmeisters hin oder her: Stefan Küng bleibt nach der 2. Etappe Leader der Tour de Suisse. Teamkollege Greg van Avermaet wünscht dem einheimischen Tourleader alles Gute. Das Feld während des zweiten Teilstücks rund um Frauenfeld. Zeichen gesetzt: Stefan Küng darf sich in seiner Heimat das gelbe Trikot überziehen lassen. (9. Juni 2018) Küng und das BMC Racing Team gewinnen das Teamzeitfahren in der 1. Etappe der Tour de Suisse überlegen. AG2R La Mondiale mit dem Luzerner Mathias Frank dagegen verliert schon viel Zeit. Am Sonntag geht die Landesrundfahrt weiter mit einem Rundkurs rund um Frauenfeld. Zwei treue Fans der Tour lassen sich das Spektakel nicht entgehen. Keiner zu klein, um an der Tour de Suisse dabei zu sein. Wie sieht so ein futuristisches Ding mit zwei Rädern überhaupt genau aus? Heisser erster Tag: Im Schatten lässt sich wunderbar ausharren. Fans aus Kolumbien schauen sich im Fahrerlager in Frauenfeld um. Es geht los – die Landesrunfahrt ist in der Ostschweiz perfekt lanciert worden.

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Der Thurgauer Stefan Küng setzte sich im 34,1 Kilometer langen Einzelzeitfahren in Bellinzona durch und feierte seinen ersten Etappensieg im Rahmen der Schweizer Rundfahrt. Küng, der zu Beginn der Tour de Suisse nach dem Sieg von BMC im Mannschaftszeitfahren bereits vier Tage lang das gelbe Leadertrikot getragen hatte, gewann mit 19 Sekunden Vorsprung vor dem Dänen Sören Kragh Andersen und 23 Sekunden vor dem Amerikaner Tejay van Garderen.

Richie Porte liess sich den Gesamtsieg wie erwartet nicht mehr nehmen. Der Australier, ein Teamkollege von Küng bei BMC, gewann die Tour de Suisse vor dem Dänen Jakob Fuglsang und dem Kolumbianer Nairo Quintana.

Optimale Rundfahrt

Für Küng verlief die Tour de Suisse optimal. Am ersten der neun Renntage führte er das Team BMC zum Sieg im Mannschaftszeitfahren. Als Lohn durfte der 24-Jährige vier Tage das gelbe Leadertrikot tragen. Am letzten Tag wurde Küng seiner Favoritenrolle gerecht. Mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 51,14 km/h sorgte der Ostschweizer für das zweitschnellste Einzelzeitfahren in der Geschichte der Tour de Suisse.

Es ist Küngs zweiter Sieg in einem Zeitfahren auf Stufe World Tour. Den ersten Erfolg hatte er vor einem Jahr an der Benelux-Rundfahrt realisiert. Damals betrug die Distanz aber nur 9 Kilometer. Nun bewies Küng erstmals, dass er nicht nur in kurzen, sondern auch in längeren Prüfungen zu den Allerbesten gehört.

Porte souverän im Sattel

Küng widmete den Triumph dem verstorbenen Team-Patron Andy Rihs. Das galt auch für Richie Porte, der den Triumph für das amerikanische Team BMC mit seinem Gesamtsieg perfekt machte. Porte, der das Leadertrikot nach der 5. Etappe von seinem Teamkollegen übernommen hatte, baute als 14. des Zeitfahrens (1:04 hinter Küng) den Vorsprung auf seine Konkurrenten gar noch aus.

Porte gewann die Tour de Suisse 1:02 Minuten vor dem Dänen Jakob Fuglsang und 1:12 Minuten vor dem Kolumbianer Nairo Quintana. Fuglsang stiess in der Gesamtwertung noch von Platz 6 auf 2 vor und verdrängte den Niederländer Wilco Kelderman vom Podest.

Platz 17 für Frank

Porte bewies, dass er für die Tour de France bereit ist und dort den grossen Favoriten Chris Froome herausfordern kann. Bei seinem ersten Start an der Schweizer Rundfahrt feierte der 33-Jährige, der vor einem Jahr bereits die Tour de Romandie für sich entschieden hatte, gleich auch den ersten Gesamtsieg.

Als bester Schweizer klassierte sich Mathias Frank mit einem Rückstand von 4:06 Minuten auf Porte im 17. Rang der Gesamtwertung. Im Zeitfahren verlor der Luzerner noch einen Platz. Der Vorjahressieger Simon Spilak aus Slowenien musste dieses Mal mit dem 6. Schlussrang Vorlieb nehmen.

82. Tour de Suisse. 9. Etappe, Einzelzeitfahren in Bellinzona (34,1 km): 1. Stefan Küng (SUI) 39:44 (51,342 km/h). 2. Sören Kragh Andersen (DEN) 0:19 zurück. 3. Tejay van Garderen (USA) 0:23. 4. Maciej Bodnar (POL) 0:26. 5. Michael Matthews (AUS), gleiche Zeit. 6. Pawel Siwakow (RUS) 0:37. 7. Cameron Meyer (AUS), gleiche Zeit. 8. Jakob Fuglsang (DEN) 0:38. 9. Nikias Arndt (GER) 0:44. 10. Nelson Oliveira (POR) 0:46.

Ferner: 13. Simon Spilak (SLO) 1:03. 14. Richie Porte (AUS) 1:04. 16. Reto Hollenstein (SUI) 1:12. 24. Enric Mas (ESP) 1:31. 27. Wilco Kelderman (NED) 1:33. 38. Nairo Quintana (COL) 1:59. 39. Mathias Frank (SUI) 2:01. 41. Silvan Dillier (SUI) 2:13. 51. Michael Schär (SUI) 2:28. 60. Michael Albasini (SUI) 2:40. 111. Gregory Rast (SUI) 4:45. 120. Peter Sagan (SVK) 5:11. - 137 Fahrer gestartet und klassiert. - Nicht gestartet: u.a. Fernando Gaviria (COL).

Schlussklassement: 1. Porte 29:28:05. 2. Fuglsang 1:02. 3. Quintana 1:12. 4. Mas 1:20. 5. Kelderman 1:21. 6. Spilak 1:47. 7. Sam Oomen (NED) 1:52. 8. Steven Kruijswijk (NED) 1:59. 9. Diego Ulissi (ITA) 2:27. 10. Arthur Vichot (FRA) 2:41. Ferner: 17. Frank 4:06. 34. Küng 15:34. 48. Dillier 31:35. 53. Hollenstein 35:22. 83. Albasini 1:07:30. 92. Rast 1:13:36. 108. Schär 1:25:01. 124. Damiano Cunego (ITA) 1:41:31.

Spezialwertungen. Punkte: 1. Peter Sagan (SVK) 26. 2. Michael Matthews (AUS) 26. 3. Sören Kragh Andersen (DEN) 21. 4. Willie Smit (RSA) 21. 5. Calvin Watson (AUS) 19. 6. Stefan Küng (SUI) 18.

Bergpreis: 1. Mark Christian (GBR) 36. 2. Nathan Haas (AUS) 32. 3. Romain Sicard (FRA) 24. 4. Nairo Quintana (COL) 20. 5. Larry Warbasse (USA) 20. 6. Rein Taaramäe (EST) 20. Ferner: 27. Silvan Dillier (SUI) 3.

Jungprofis: 1. Enric Mas (ESP) 29:29:25. 2. Sam Oomen (NED) 0:32 zurück. 3. Pawel Siwakow (RUS) 2:27. 4. Hugh Carthy (GBR) 3:12. 5. Bjorg Lambrecht (BEL) 4:11. 6. Merhawi Kudus (ERI) 10:58.

Teams: 1. Astana (KAS/Fuglsang, Kangert) 87:51:34. 2. Movistar (ESP/Quintana, Landa) 4:45. 3. AG2R (FRA/Frank, Dillier) 4:54. 4. Sunweb (GER/Kelderman, Oomen) 5:09. 5. BMC (USA/Porte, Van Avermaet, Küng, Schär) 15:14. 6. Bahrain-Merida (BRN/Ion Izagirre) 18:58. 7. Katjuscha-Alpecin (SUI/Spilak, Hollenstein) 19:46. Ferner: 10. Trek-Segafredo (USA/Mollema, Rast) 42:07. 17. Mitchelton-Scott (AUS/Albasini) 1:16:22.

Radsport

(fal/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Maler50 am 17.06.2018 17:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Herzliche Glückwünsche

    Herzliche Glückwünsche zum heutigen Sieg an Stefan Küng. Für ihn war die 82.Tour de Suisse ein schöner Erfolg y für die Schweizer Radsport-Fans ist es erfreulich dass auch Schweizer Radsportler vorne mitfahren können!

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  • Felix am 18.06.2018 22:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    IST

    immer wieder schön wen Schweizer Erfolge feiern an der Tour de Suisse! Alles gute und gute Fahrt

  • Füdler am 18.06.2018 07:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kerby

    Schöner Erfolg für Küng ansonsten biedere Leistungen unserer Profis Frank hat ein Mal mehr bewiesen das er Leader nicht genügt

Die neusten Leser-Kommentare

  • Felix am 18.06.2018 22:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    IST

    immer wieder schön wen Schweizer Erfolge feiern an der Tour de Suisse! Alles gute und gute Fahrt

  • Undertaker am 18.06.2018 15:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wundert mich

    überhaupt das man den Doping Verein überhaupt noch verfolgt!

    • Hector am 19.06.2018 12:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Undertaker

      Wo wird denn nicht gedopt? Der Unterschied ist nur, dass im Radsport konsequent kontrolliert wird, kann man von den meisten Sportarten nicht behaupten. Was das Dopen problemlos macht.

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  • marko 33 am 18.06.2018 15:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Glückwunsch

    Glückwunsch

  • Mario Fehr am 18.06.2018 07:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Eintagsfliege

    Das blinde Huhn findet nach Jahren ein Korn, krass...

  • Füdler am 18.06.2018 07:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kerby

    Schöner Erfolg für Küng ansonsten biedere Leistungen unserer Profis Frank hat ein Mal mehr bewiesen das er Leader nicht genügt