Zwei Tage danach

12. Juni 2018 21:18; Akt: 12.06.2018 21:18 Print

Hauseinfahrt nach Formel E noch immer gesperrt

Obwohl die Formel E längst vorbei ist, ist eine Zufahrt zu einem Haus am Dienstag immer noch gesperrt. Darum konnte der Abfall nicht abgeholt werden.

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Strassen waren abgesperrt, Betonelemente blockierten den Weg zu den Hauseinfahrten. So sah es am Wochenende im Kreis 2 entlang der Rennstrecke der Formel E aus. «Uns wurde versprochen, dass am Montagmorgen alles wieder frei ist», sagt ein Anwohner. Bei ihm an der Stockerstrasse 8 zeigt sich am Dienstagmittag aber ein anderes Bild: Die Zufahrt zum Hof mit Gästeparkplätzen und den Abfallcontainern ist immer noch gesperrt.

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«Das ist ärgerlich, da wir Anwohner schon während des Rennens kaum zu unseren Häusern kamen», sagt er. Hinzu komme, dass die Abfallcontainer am Montag nicht wie vorgesehen geleert werden konnten: «Die Güselmänner hatten ja keine Zufahrt.» Es stinke bereits jetzt. «Ich habe die Formel-E-Organisatoren mehrmals über die Sperrung informiert.» Doch passiert sei nichts.

Versäumnis wird nachgeholt

«Wir haben tatsächlich vergessen, die Betonelemente vor diesem Haus zu entfernen», bestätigt Formel-E-Sprecher Stephan Oehen: «Wir entschuldigen uns für dieses Versäumnis und werden dies am Dienstagabend nachholen.» Gerne hätte man dies schon tagsüber erledigt, doch es fehlen laut Oehen die Werkzeuge dafür. Die Sperrung Stockerstrasse 8 sei ein Einzelfall. «Sonst wurden die Hauseinfahrten sowie Strassen fristgerecht am Montagmorgen wieder freigegeben.» Bis sämtliche Spuren von der Formel E verschwunden sind, dauert es aber noch etwas: «Die Aufräumarbeiten sind voraussichtlich Ende Juni beendet.»

Nicht so lange gedulden müssen sich die Anwohner an der Stockerstrasse 8, bis der Abfall weg ist. «Wir werden ihn nachträglich am Mittwoch abholen», sagt Leta Filli, Sprecherin von ERZ Entsorgung + Recycling Zürich. In einem solchen speziellen Fall suche ERZ jeweils eine Lösung, wenn die Kunden sich melden.


Formel-E-CEO Alejandro Agag spricht über den E-Prix in Zürich.


Das denken die Zuschauer über die Formel E.

(som)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • R.huber am 12.06.2018 21:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Rennstrecke

    Mit einer offiziellen Rennstrecke wäre das Problem gelöst. Und zudem würden viele Möchtegernrennfahrer dort ihre Leasingautos gegen die Wand setzen und nicht gegen die Hausmauern in der Stadt.

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  • Andre R. am 12.06.2018 23:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zürich halt...

    Wie macht es eigentlich Monaco jedes Jahr?

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  • Thomas Koch am 13.06.2018 05:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Super Zürich

    Genau aus dem Grund gehört so ein Event nicht in die Städte. Mit den Betonelementen ist der Sichherheitsschutz des Notarztes und Feuerwehr sicher auch perfekt gegeben.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Abbas Schumacher am 13.06.2018 12:03 Report Diesen Beitrag melden

    Zu grosser Aufwand...

    Aufbauen der Strecke und er Abbau, für ein Tag Autorennen? Hoffe die Idee findet nicht auch noch in Basel Freunde? Nirgends habe ich in ausländischen Radios und Fernsehen von dem Event etwas gehört oder gesehen. Es hies doch, der Event würde Zürich bekannter machen? Kommt dazu, dass Anwohner zuviel Einschränkungen spüren müssen für einen Event der nur 150'000 Besucher anlockt? Wie soll dieser Anlass rentieren?

  • Zürcher am 13.06.2018 10:24 Report Diesen Beitrag melden

    2 Wochen Sperrungen - 1 Stunde Rennen

    Total übertrieben - Für 1 Stunde im "Kreis herumfahren" braucht es total über 2 Wochen Vor- und Nachbereitung. Totaler Unsinn!

  • Susi S. am 13.06.2018 10:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    jaja..

    ... und natürlich haben alles diese jammernden Streckenanwohner von Ihren Fenstern aus, an bester Lage, keine Sekunde das Rennen verfolgt. Wer's glaubt wird seelig.

  • Fritz am 13.06.2018 09:54 Report Diesen Beitrag melden

    Kein E-Güselwagen

    Wäre der Güselwagen mit Elektroantrieb, hätte man die Betonelemente sicher nicht vergessen und früher geräumt ;) Nein im Ernst, das sind typische Probleme, wenn man ein Rennen mitten in der Stadt macht, ganz zu schweigen vom Verkehrschaos vor, während und nach dem Rennen. Schade, dass die Anwohner darunter leiden müssen. Macht solche Veranstaltungen, da wo sie hingehören und stellt mehr und anständige Zuschauertribünen auf.

  • xGambyte am 13.06.2018 09:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Toleranz und Weltoffenheit

    Solche Pannen sind natürlich bedauerlich und sollten nicht passieren. Aber es wurde ja alles nachgeholt und auch der Müll beseitigt. Jedenfalls fand ich es schon einen riesen Fortschritt, dass in einer Stadt in der Schweiz(!) ein Autorennen veranstaltet wurde. Auch als Anwohner könnte man ja mal etwas toleranter sein. Ich dachte die Zürcher wären sonst immer so weltoffen? Oder gilt das nur, wenn etwas NICHT vor der eigenen Haustüre stattfinden soll?