Winterthurer Clubs

12. Oktober 2017 19:44; Akt: 12.10.2017 19:44 Print

«Luisa» ist das neue Codewort für Belästigte

«Isch d Luisa da?» Mit diesem Codewort können belästigte Frauen – oder auch Männer – in zehn Winterthurer Clubs neu diskret um Hilfe bitten. Zürcher Clubs ziehen bald nach.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Was im Nachtleben in Deutschland bereits weit verbreitet ist, kommt nun auch in der Schweiz - und zwar in zehn Winterthurer Clubs und Bars: Wer dort belästigt wird, kann sich mit dem Codewort «Isch d Luisa da?» diskret ans Personal wenden.

Umfrage
Codewort Luisa - eine gute Sache?

Dieses bringt die Frau danach an einen sicheren Ort und fragt, wie man sie unterstützen kann. Gemeinsam mit der Betroffenen wird nach einer passenden Lösung gesucht. Beispielsweise kann ein Taxi gerufen oder die Security informiert werden. «Priorität hat das Opfer und nicht der Täter», sagt Kajo Böni, Geschäftsleitungsmitglied im Salzhaus, zu einem Bericht des «Landboten».

Natürlich habe man sich bislang in solchen Fällen bereits ans Personal wenden können. Doch brauche man sich künftig nicht mehr zu erklären, mit dem Codewort sei alles klar. «Es kommt daher auch nicht zu Rückfragen und allenfalls Gesprächen, die von den Gästen daneben mitgehört werden können», sagt Böni.

«Luisa» versteht man gut

Ab sofort weisen Kleber und Plakate im Eingangsbereich der Lokale und auf den Frauen-Toiletten auf «Luisa». Zudem spannt die Winterthurer Bar- und Clubvereinigung hierfür mit dem Frauen-Nottelefon Winterthur zusammen.

Falls übrigens ein Mann belästigt wird, soll er das gleiche Codewort verwenden. «Wir haben zwar darüber diskutiert, ob dann anstelle von Luisa etwa nach Horst gefragt werden soll - aber letztlich ist es ja egal», sagt Böni und schmunzeln. «Luisa» habe sich in Deutschland eingebürgert, weil es auch an einem lärmigen Ort vom Ton her gut zu verstehen sei.

Dass die eine oder der andere das Codewort als Jux einsetzt, ist laut Böni zwar denkbar: «Dagegen können wir nicht viel tun, ausser den Leuten erklären, dass dies nicht lustig ist.»

Lob von Zürich für Winterthur

In Zürich wird man diesen Winter mit Luisa ebenfalls nachziehen:
«Cool, dass die Winterthurer dies jetzt schonn umsetzen», sagt Alex Bücheli, Sprecher der Bar- und Clubkommission Zürich (BCK). Bei ihnen liefen zurzeit noch Gespräche mit der Frauenberatungsstelle, welche die Federführung bei der Kampagne habe. Geplant sind ebenfalls Plakate und Flyer. Wieviele Clubs und Bars mitmachen werden, kann Bücheli ezum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen.

(rom)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Spottdrossel am 12.10.2017 20:51 Report Diesen Beitrag melden

    Früher war alles viel einfacher

    Da lautete das Codewort direkt an die Täter "Wöscht e paar at Schnorre!"

    einklappen einklappen
  • ... am 12.10.2017 20:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Diskret?!?

    Prinzipiell ja eine "herzige" Idee. Aber der Sinn davon? Diskret mit einem Codewort, das über Plakate beworben wird, nach Hilfe fragen? Kann ich dann nicht gleich "indiskret" direkt nach Hilfe fragen?? Versteh den Sinn nicht ganz...

    einklappen einklappen
  • Schweizer am 12.10.2017 20:16 Report Diesen Beitrag melden

    Naja...

    Hoffentlich wird das nicht von Frauen missbraucht und ein Typ wird grundlos vor die Tür gestellt!!! Einige Frauen fühlen sich ja schon durch Augenkontakt sexuell genötigt!

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Stauffi am 13.10.2017 21:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wie...

    *Ironie on ..sich doch das Balzverhalten der Gattung homo sapiens in det letzten Jahrer geändert hat... Nur noch das Weibchen dominiert. Näher sich das Männchen und das Weibchen erwidert sein balzen nicht, macht sich das Männchen neu, strafbar. Nur via Vermittler auf Kontaktwebsites kann das Männchen Kontakt zu Weibchen aufnehmen, welche paarungswillig sind... *Ironie off

  • Feline X am 13.10.2017 21:29 Report Diesen Beitrag melden

    Danke für den Lacher

    Mittlerweile finde ich es amüsant, dass ein einziger Rassist so viele Kommentare verfassen kann.

  • Züriboy am 13.10.2017 15:00 Report Diesen Beitrag melden

    Schlechter scherz

    Als würde dass etwas bringen. Es würde mehr bringen keine Nafris mehr in den Club zu lassen.

  • Knuller am 13.10.2017 14:37 Report Diesen Beitrag melden

    Die Lösung

    Man könnte den Frauen auch am Eingang pfefferspray verteilen zum Schutz vor Flüchtlingen die mit unserem Geld Party machen.

    • Big Bang am 13.10.2017 15:17 Report Diesen Beitrag melden

      Die Antwoord

      Verflucht. Ich habe meinen monatlichen Einzahlungsschein für die Flüchtlings Party AG verlegt. Danke für die Erinnerung.

    einklappen einklappen
  • Goanerin am 13.10.2017 14:24 Report Diesen Beitrag melden

    Eine Bitte

    Sogar an Goapartys die sonst immer friedlich waren, fällt mir auf dass immer mehr dunkelhaütige Männer, meist aus muslimischen Ländern, Frauen belästigen. Musste schon oft eingreifen. Dass kann doch nicht sein. Bitte lässt diese Personengruppe nicht mehr in Clubs.

    • Hoffmann am 13.10.2017 15:18 Report Diesen Beitrag melden

      Verwundert

      Ich kann Sie beruhigen. Das ist lediglich das LSD welches die Augen trübt.

    • Goanerin am 13.10.2017 15:25 Report Diesen Beitrag melden

      @ Hoffman

      Ich nehme kein LSD, rauche meine joints und beobachte. Da muss doch eine Grenze gezogen werden, bzw. die Grenze wurde schon lange überschritten. Ich fordere keinen Einlass für dunkelhäutige, zur Sicherheit der Frauen. Bin keine Rassistin, sondern Feministin.

    • Thungsten am 13.10.2017 18:09 Report Diesen Beitrag melden

      @Goanerin

      "Bin keine Rassistin, sondern Feministin". Ja das ist ja noch schlimmer. Rassiten behaupten alle Leute von Herkunft XY sind die Quelle des Bösen. Feministen behaupten dasselbe über alle Männer dieser Welt.

    einklappen einklappen