Strafgericht Zug

12. Juli 2018 10:42; Akt: 12.07.2018 13:20 Print

Prügler von Baar muss in stationäre Behandlung

In Baar verletzte ein Mann eine Frau mittelschwer, die mit drei Kindern unterwegs gewesen war. Nun hat das Zuger Strafgericht eine stationäre Massnahme verhängt.

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Eine geschlossene stationäre Behandlung hat das Zuger Strafgericht für den Prügler von Baar angeordnet. Dieser hatte im vergangenen August in Baar an der Dorfstrasse eine Frau attackiert und mittelschwer verletzt. Auch eines der drei Kinder, mit denen die Frau unterwegs war, wurde dabei verletzt.

Das Zuger Strafgericht befindet ein Gutachten für schlüssig, das dem Mann eine Schuldungfähigkeit wegen einer paranoiden Schizophrenie zugesteht. Die Diagnose des Gutachters erachtet das Gericht als nachvollziehbar, schreibt die «Zuger Zeitung».

Sicherheitshaft wegen hoher Rückfallgefahr

Bis sein Gesundheitszustand besser wird, muss der Mann in eine geschlossene stationäre Behandlung. Der Beschuldigte hatte eine ambulante Behandlung gefordert. Wegen der hohen Rückfallgefahr sei dies aber nicht möglich. «Es ist eben kein Wunschkonzert», sagte der Richter dazu.

Für das Strafgericht ist klar: Der Täter handelte rechtswidrig – bezüglich der Frau sei der Tatbestand der versuchten schweren Körperverletzung gegeben und bezüglich deren Stieftochter jener der versuchten einfach Körperverletzung. Wegen seiner Schizophrenie sei sein Verhalten jedoch nicht schuldhaft.

Bis die stationäre Massnahme beginnt, muss der Mann in Sicherheitshaft bleiben. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Er kann dieses ans Obergericht weiterziehen.

(gwa)