Playoffs in Zug

13. März 2018 13:49; Akt: 13.03.2018 17:27 Print

ZSC-Hooligans sollen für Überfall auf Pub blechen

Am Samstag griffen 14 ZSC-Hools das Pickwick-Pub in Zug an. Der Schaden beträgt bis zu 10'000 Fr. Im Hinblick aufs nächste Spiel des ZSC in Zug hofft man nun auf die Polizei.

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Der Schock bei Gästen und Angestellten des Pickwick-Pubs am letzten Samstag muss gross gewesen sein: Plötzlich wurde das Lokal von 14 Hooligans angegriffen. Pub-Chef Alfredo Godenzi hat sich mittlerweile einen Überblick über das Schadensausmass verschaffen können: «Es wurden Gartenmöbel beschädigt, 20 Fenster eingeschlagen und im Innern wurde eine Holzverkleidung und Teppiche von einer Petarde zerstört.» Den Schaden schätzt Godenzi auf 7000 bis 10'000 Franken.

Diese Kosten sollen auf die Täter überwälzt werden. 14 Personen im Alter von 17 bis 25 Jahren wurden nämlich nach der Attacke von der Polizei verhaftet. Sie konnten dank den Aufzeichnungen der Videoüberwachung des Pubs ausfindig gemacht werden, so Godenzi. Rund die Hälfte der Täter sei beim Überfall vermummt gewesen.

Als die Hooligans angriffen, herrschte unter den Gästen Panik, sagte Godenzi zu zentralplus: «Die Angst war gross – bei der Leuchtpetarde hätte es sich auch um eine Bombe handeln können. Mitarbeiterinnen begannen zu weinen.»

Pub setzt auf Polizei

Am kommenden Donnerstag nun steht das zweite Playoff-Spiel des ZSC in Zug an. Beim Pickwick bereitet man sich darauf vor: «Ich bezweifle zwar, dass die Hooligans wieder kommen werden. Natürlich haben wir uns überlegt, was wir machen können. Das ist aber ganz klar Arbeit der Polizei, wir stehen mit ihr in gutem Kontakt. Sie wird am Donnerstag sicher verstärkt im Bereich des Bahnhofs patrouilleren», so Godenzi.

Dazu Frank Kleiner, Sprecher der Zuger Polizei: «Der Vorfall vom Samstag fliesst natürlich in unsere Lagebeurteilung ein. Wir werden die Entwicklung im Auge behalten, die Lage laufend überprüfen und am Donnerstag entsprechend handeln.»

Die Polizei werde am Spieltag rund um das Stadion für Ordnung und Sicherheit sorgen. «Die Zuschauer können mit einem guten Gefühl ans Spiel gehen und nachher wieder nach Hause. Dafür werden wir sorgen», so Kleiner.

(mme)