Fehlende Papiere

17. Mai 2018 14:30; Akt: 17.05.2018 18:21 Print

Schweizer will Jacht über die Grenze schmuggeln

Zöllner des Hauptzollamts Singen haben kürzlich am Grenzübergang in Bietingen (D) einen Schweizer kontrolliert, der ohne Zollanmeldung eine Segeljacht einführen wollte.

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Diese Segeljacht wollte ein Mann über die Grenze schmuggeln. (Bild: Hauptzollamt Singen)

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Ein Schweizer Staatsbürger gab im Rahmen seiner Einreise in die EU auf Befragen gegenüber den Zöllnern an, keinerlei anmeldepflichtigen Waren mit sich zu führen. Für die auf einem Trailer mitgeführte Segeljacht konnte der Mann allerdings keine Fahrzeugpapiere vorweisen.

Zudem machte er zur mehrfach an ihn gerichteten Frage nach dem weiteren Reiseverlauf sehr widersprüchliche Angaben, wie es am Donnerstag in einer Medienmitteilung des Hauptzollamts Singen heisst. Auf die weiteren Fragen und Feststellungen der Zöllner reagierte der Schweizer zunehmend nervös und ungehalten.

Im Rahmen der anschliessenden Fahrzeugkontrolle fanden die Beamten im Zugfahrzeug nicht nur das Segel, den Hilfsmotor und weiteres Zubehör für die Jacht, sondern auch einen Kaufvertrag über fast 22'000 Euro vor. Aus dem Vertrag ergab sich, dass die Jacht an einen Deutschen verkauft worden war und an einer Autobahnraststätte im Hegau übergeben werden sollte.

Strafverfahren eingeleitet

Neben dem Kaufvertrag wurde auch der annullierte Schweizer Fahrzeugschein für die Segeljacht aufgefunden. Gegen den Reisenden wurde wegen des Nichtanmeldens der Segeljacht ein Strafverfahren wegen versuchter Steuerhinterziehung eingeleitet.

Zusätzlich zu den sofort fälligen Einfuhrabgaben in Höhe von gut 4500 Euro musste er für die zu erwartende Geldstrafe noch weitere 2000 Euro als Sicherheit hinterlegen.

Anschliessend konnte der Mann seine Reise – mit der Jacht – fortsetzen.

(20M)