No-Billag-Initiative

13. Februar 2018 10:30; Akt: 13.02.2018 10:56 Print

Befürworter hoffen auf «Trotz»-Ja-Sager

Genervt von den «Weltuntergangs»-Szenarien, spielen einzelne No-Billag-Gegner mit dem Gedanken, aus Trotz nun doch ein Ja in die Urne zu legen. Darauf hoffen auch die Initianten.

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Die No-Billag-Initiative sei ein «Anschlag auf die Demokratie» und ein «Angriff auf die Solidarität», schreiben die Gegner der Initiative. Um «die Bombe zu entschärfen», soll Geld gespendet werden, schreibt Operation Libero. Für die Journalistin Olivia Kühni geht die martialische Sprache zu weit. Auf Twitter lässt sie ihrem Unmut freien Lauf: «Wenn ich noch einmal ein Weltuntergangsmail zu #NoBillag bekomme, stimme ich aus kindischem Trotz Ja. Es ist wirklich nicht mehr auszuhalten.»

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Auf ihren Tweet erhielt Kühni viel Kritik und Häme. «Ich kann dir ein Care Team googeln, wenn du so sehr leidest», schreibt ein User. Ein weiterer Initiativ-Gegner schreibt: «Der Beifall der #nobillag-Jünger ist der Dame schon mal gewiss.» Und einer schreibt: «Das ist schlicht dumm und unverantwortlich.» Nur wenige Stunden nach dem Absetzen des Tweets rudert Kühni zurück: «Ihr könnt euch beruhigen; ich werds nicht tun. Andere vielleicht schon.»


«Mit Drohungen verstimmt man den Wähler»

Das schliesst Politologe Louis Perron grundsätzlich nicht aus: «Drohungen mit dem Schlaghammer funktionieren in Kampagnen nicht mehr so gut wie früher. Die Leute sind abgestumpfter geworden". Dass das für einen Sieg der Initianten reichen wird, bezweifelt Perron aber. Viele Leute seien sicher froh, wenn die Kampagne dann vorbei sei. Die lange Dauer des Abstimmungskampfes spiele aber eher den Gegnern in die Hände. «Stand der Dinge heute rechne ich mit einem Nein.» Dafür sprechen auch die letzten Umfragen.

Umso mehr hofft Andreas Kleeb, Kampagnenleiter von No-Billag, auf den Trotz-Effekt aus den Reihen der Gegner. «Ich bin überzeugt, dass die Angstkampagne den gewünschten Effekt verfehlen wird und die Wähler die Untergangsszenarien als reine Panikmache entlarven.»

«Volltreffer mitten in den Schiffsrumpf»

Laura Zimmermann wehrt sich vehement gegen den Vorwurf, mit ihrer Kampagne Weltuntergangsstimmung verbreiten zu wollen. «Ganz im Gegenteil. Die Initiative ist so radikal, dass die Kampagne einfach deutlich ausfallen muss», sagt die Co-Präsidentin von Operation Libero, die auch im Vorstand von «Nein zum Sendeschluss» sitzt. Unabhängige Medien gehörten zu den Säulen der Gesellschaft, daher sei die Initiative als direkter Anschlag auf die Demokratie anzusehen.

Dass sich dennoch einige No-Billag-Gegner überlegen, aus Trotz ein Ja in die Urne zu legen, kann sich Zimmermann nicht erklären. «Diese Leute sollten nochmals den Initiativtext durchlesen. Ein Ja aus Trotz ist kein Schuss vor den Bug, sondern ein Volltreffer mitten in den Schiffsrumpf.»

(dk)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Simpa am 13.02.2018 10:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ja Ja Ja Ja Ja

    Einfach nur JA

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  • Schorsch am 13.02.2018 11:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    schon eingeworfen

    hier kann geschrieben werden was will ich habe meine Abstimmungsunterlagen scho wieder eingeworfen und das mit einem grossen JA

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  • greedo am 13.02.2018 11:17 Report Diesen Beitrag melden

    JA klar

    wiso aus trotz? ich sag ja aus überzeugung!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Amani.92 am 14.02.2018 13:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ja ist sicher

    Mein ja ist seit gestern in der Urne..

  • Divico am 14.02.2018 09:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nur ein JA zur No-Billag...

    ...stoppt diese Selbstbereicherungs- und Geldvernichtungsmaschine. Dass die SRG sagt, die SRG müsse bei einem JA liquidiert werden zeigt deutlich die unternehmerische (4 Jahre Zeit und kein Plan B) Unfähigkeit der SRG und dass das Management OHNE "SUBVENTIONEN"/Zwangsgebühren offensichtlich nicht von ihren eigenen Produkten überzeugt ist... Darum JA zu No-Billag.

  • ShaBijan am 14.02.2018 08:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Daumen hoch Daumen runter

    wenn man hier die Daumen anschaut 1200 durchschnittlich gegen hoch... 300 gegen runter wenn wir das hochrechnet ist das nicht mal so schlecht.

  • ShaBijan am 14.02.2018 08:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    sicher kein Nein

    nein JA ist auch geritzt

  • Strubeli1 am 14.02.2018 08:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nur ein Ja ist richtig

    Ein grosses Ja habe ich schon bereit!!!!! Für den stuss über 400 Franken zu Zahlen.Nein Danke...