Neuer Staurekord

11. Juni 2018 12:00; Akt: 11.06.2018 14:14 Print

«Mehr Stau ist kaum mehr möglich»

von Stefan Ehrbar - 2017 hat die Anzahl der Staustunden ein neues Rekordhoch erreicht. Immer häufiger weichen Autofahrer auf Kantonsstrassen aus.

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Im Jahr 2017 verzeichnete das Bundesamt für Strassen (Astra) auf den Nationalstrassen insgesamt 25'853 Staustunden. Das sind 7,4 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die Hauptursache blieb die Verkehrsüberlastung. Knapp 89 Prozent aller Staustunden waren darauf zurückzuführen.

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Am meisten Stau zählte das Astra wie in den Jahren zuvor auf der Zürcher Nordumfahrung der A1 zwischen Zürich und Winterthur. An 351 Tagen staute es auf dieser Strecke. Während durchschnittlich über 17 Stunden pro Tag floss der Verkehr auf dieser Strecke wegen Verkehrsüberlastung nicht flüssig. Auch vor dem Gubristtunnel staute sich der Verkehr fast jeden Tag.

Abnahme auf der A3 und A4

Allerdings nahm die Zahl der Staustunden auf diesem Abschnitt im Vergleich zum Vorjahr nicht mehr zu. «Im Grossraum Zürich ist offenbar ein Punkt erreicht, an dem eine weitere Steigerung kaum mehr möglich ist», schreibt das Astra dazu.

Auf der gesamten A1 wurden 739 Staustunden mehr registriert als im Vorjahr. Ein sattes Plus von 8,2 Prozent verzeichnete das Astra auch für die A2, während die Staustunden auf der A3 und A4 abnahmen.

Verlagerung auf Kantonsstrassen

Eine positive Entwicklung verzeichnete das Astra bei den Staus, die auf Baustellen zurückzuführen sind. In weniger als einem Prozent der Staustunden waren Baustellen die Ursache, wie das Astra schreibt. Die Bemühungen, Bauarbeiten während verkehrsarmer Zeiten auszuführen, zahlten sich aus.

Eine andere Entwicklung beunruhigt die Behörde hingegen. Der Anteil am Gesamtverkehr, der auf den Nationalstrassen abgewickelt wurde, nahm im letzten Jahr ab. Das Verkehrswachstum auf kantonalen und städtischen Strassen war grösser als jenes auf den Autobahnen – ein Indiz dafür, dass in den Agglomerationen viele Nationalstrassenabschnitte die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit erreicht hätten, so das Astra. «Die Folge ist, dass sich der Verkehr auf die kantonalen und städtischen Strassen verlagert.»

Das Astra setzt fürs Erste auf Ausbauten, etwa die Erweiterung des Zürcher Nordrings, auf die Umnutzung von Pannenstreifen und auf Wechseltextanzeigen, mit denen Infos an die Autofahrer gegeben werden können, die den Verkehr flüssiger halten können. Zudem seien Massnahmen auf Kantonsstrassen nötig, denn schlecht abfliessender Verkehr sei für viele Rückstaus auf Autobahnen verantwortlich.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Seigi Müller am 11.06.2018 11:47 Report Diesen Beitrag melden

    Züüri

    Wetten dass eine Steigerung noch möglich ist!?!

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  • Peter M am 11.06.2018 11:45 Report Diesen Beitrag melden

    Verschlafen

    Bund hat es verschlafen. Die z.t. marode Infrastruktur hätte vor 10 Jahren schon saniert werden sollen. Vor 20 Jahren hätte man massiven Ausbau machen müssen um den verkehr von heute bewältigen zu können. Bravo Bern.

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  • Vreni am 11.06.2018 11:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Baustellen dauern zu lange

    Und wo ist die Statistik, wie lange eine Baustelle auf der Autobahn dauert, der auch Stau verursacht. Und wie oft keine Arbeiter zu sehen sind?! Meines Erachtens sollten Baustellen eine kleinst mögliche dauer haben. Klar das Wetterbedingt nicht immer gearbeitet werden kann, aber nchts desto trotz, sollten auch arbeiten am Wochenende möglich sein,bei schönem Wetter damit man vorwärts kommt ( siehe auch Nachbar Deutschland) Es wurde bereits seit Jahrzenten verpasst, gewisse Strecken der Autobahn aus zu bauen und nun haben wir den Stau

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Die neusten Leser-Kommentare

  • service techniker am 12.06.2018 07:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Rechtsfahrgebot

    wir haben ein rechtsfahrgebot! setzt dies mal durch, alle die sich nicht daran halten mit busse bestrafen! hat viel zu viele linksfahrer unterwegs!

  • biscis am 12.06.2018 06:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    überlegen sie mal...

    mehr wohnungen, mehr leute, mehr autos und diesbezüglich auch mehr verkehr.. das ist doch logisch.!? oder?

  • yl am 12.06.2018 06:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ganz einfach

    Alle nicht bezahlen Autos von der Strasse nehmen. Problem gelöst

  • Dani am 12.06.2018 06:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    stau selbst gemacht

    mir fäält auf das es sehr viele pendler gibt die von Basel richtung Bern und Zürich fahren. Das gleiche auch ungekehrt. Wenn verwunderts den der stau kommt ja nicht aus dem nichts. das andere ist es gibt immer noch zuviele die einfach nicht Autofahren können denn diese sind auch mitverantwortlich am stau problem.

  • millions am 12.06.2018 06:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Problem

    Das grösste Problem sind die Grenzgänger. Und das vermehren von nicht Schweizern

    • Ruedi Iten am 12.06.2018 07:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @millions

      Es gibt viel Schweizer die Grenzgänger sind. Nettere Nachbarn und schöne Märkte. Es werden auch viel mehr KM mit dem Auto zurückgelegt als früher.

    • Tom am 12.06.2018 07:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @millions

      Dieser Stumpfsinn musste ja wieder kommen. Morgen sind noch die Russen schuld...

    • Sventec am 12.06.2018 07:47 Report Diesen Beitrag melden

      Nonsens

      @Tom: Sie leben wohl nicht in der Regio Basel, sonst würden sie nicht so einen Stuss schreiben. Es sind rund 35000 Grenzgänger die täglich pendeln. Neuerdings fährt man auch durch die Stadt, da man die Autobahn "umfahren" kann. Ansonsten einfach mal an die Nauenstrasse zwischen 06:15 - 07:45 h stehen...

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