Adolf Ogi

13. November 2016 03:42; Akt: 13.11.2016 13:08 Print

«Trump und Putin sollen sich in der Schweiz treffen»

Alt-Bundesrat Adolf Ogi wittert in der Wahl Donald Trumps eine historische Chance für die Schweiz. Er wünscht sich ein Gipfeltreffen wie 1985 jenes zwischen Reagan und Gorbatschow.

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Will Brücken zwischen den USA und Russland bauen: Adolf Ogi anlässlich einer Buchvernissage im Verkehrshaus in Luzern. (13. Mai 2016) (Bild: Keystone/Alexandra Wey)

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Mit Donald Trumps Wahl zum US-Präsidenten bietet sich für Alt-Bundesrat Adolf Ogi für die Schweiz eine einmalige Chance. «Die Schweiz und Genf sollten das historische Treffen zwischen Ronald Reagan und Michail Gorbatschow von 1985 neu beleben», sagt er in der «Schweiz am Sonntag». 2016 mit Trump und Wladimir Putin in den Hauptrollen.

Das Treffen von 1985 habe eine «unglaubliche Wirkung» gehabt, sagt Ogi. «Das Eis zwischen Gorbatschow und Reagan war gebrochen. Dieses Treffen führte letztlich zum Fall der Mauer und zum Ende des Kalten Krieges». Der damalige Bundespräsident Kurt Furgler habe damit «Ausserordentliches geleistet gegenüber unserem Land und ihm zu grossem internationalem Ansehen verholfen».

Schweiz bietet sich an

Heute ist der Kalte Krieg zurück. «Trump muss Putin fast sehen nach dem, was im amerikanischen Wahlkampf alles geschehen ist», so Ogi. «Dafür bietet sich die Schweiz als neutrales Land mit Genf als internationalem UNO-Standort geradezu an.» Für Trump könne ein Treffen mit Putin nicht gut im Osten stattfinden. «Und Putin kann dafür weder nach Paris noch nach Berlin reisen.»

Guillaume Barazzone, Genfs neuer Stadtpräsident, ist Feuer und Flamme für Ogis Idee. Die beiden haben sie bereits gemeinsam andiskutiert. «Für Genf wäre es eine grosse Ehre, die beiden Präsidenten empfangen zu dürfen. Das wäre eine aussergewöhnliche Chance», sagt Barazzone in der «Schweiz am Sonntag».

Gelegenheit nutzen

Die neue globale Konstellation sei günstig, um die Schweiz und vor allem Genf auf der internationalen Weltkarte sichtbar zu machen. «Diese Gelegenheit müssen wir nutzen. Sei es für einen ersten Kontakt zwischen den Präsidenten der USA und Russlands, sei es im Rahmen von internationalen Verhandlungen.»

(chi)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • OliverD am 13.11.2016 06:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Eine gute Idee...

    ...aber bis auf die SVP sind ja sämtliche Parteien ganz undemokratisch "entsetzt und schockiert" über den Trump-Sieg. Bin mal gespannt, was für Kommentare da noch folgen werden. Ich fände es eine schöne Sache, wenn sich Putin und Trump das erste Mal auf Schweizer Boden treffen würden. Immerhin sind wir ein neutrales Land und Genf ist auf solche "Besuche" bestens vorbereitet. Wenn es dann soweit ist, wäre es dann auch für unsere Politiker ein guter Zeitpunkt, wieder einmal selber über unsere DIREKTE Demokratie nachzudenken und wie sie damit richtig umgehen sollten.

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  • Raphi93 am 13.11.2016 04:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Adolf Ogi

    Ich hatte ihn zwar nicht als Bundesrat erlebt, aber Chapeau er weiss was für die Schweiz und den Weltfrieden das Beste ist...

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  • marcelinio am 13.11.2016 07:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    so ist das,,

    Da hat Herr Ogi recht.Schade ist er nicht mehr Bundesrat,so einen Menschen wie ihn könnte man heute gebrauchen.So etwas wie Ihn könnte in der jetzigen Zeit etwas bewegen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Knack Nuss am 14.11.2016 07:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Eigenwerbung?

    Gut, Herr Ogi hat seine Verdienste. Ob das nun Eigenwerbung ist oder ernst gemeint sei dahingestellt. Mir ist nur nicht klar warum sich da die Schweiz wieder anbieten sollte. Nur wegen einem Bergkristall kommen die Beiden wohl nicht. Sie sind ja bereits gute Freunde.

  • Tina am 14.11.2016 06:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zu spät

    Die Schweiz wird nicht mehr ernst genommen. Leider gibt es keine Politiker mehr wie Ogi. Der hatte noch Rückgrat. Heutige Politiker kennen nicht einmal mehr dieses Wort.

  • Linda am 14.11.2016 05:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    besser Kuba

    nein, die beiden sollen sich auf Kuba treffen

  • Urs am 14.11.2016 05:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Der Neutralitätskomplex

    Diese Ex-Bundesräte haben doch alle eine Profilierungsneurose! Wäre die Hillary gewählt worden, dann hätte auch Calmy-Rey so eine heuchlerische Idee gehabt.

  • L T am 13.11.2016 23:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Selbstdarsteller

    Super, jetzt muss der Selbstdarsteller sich auch noch zur Schau stellen, wäre besser er würde sich für die richtige Umsetzung der MEI einsetzten