A6 Muri-Gümligen

16. April 2018 16:28; Akt: 16.04.2018 16:28 Print

400-Tonnen-Findling behindert Pannenstreifen

Beim Ausbau der Autobahnausfahrt Muri-Gümligen stiessen die Bauarbeiter auf einen Findling. Die Bauarbeiten sollen dadurch aber nicht verzögert werden.

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Beim Ausbau der Autobahnausfahrt bei Muri-Gümligen haben Bauarbeiter einen riesigen Findling ausgegraben, wie «Der Bund» am Montag berichtete. Laut Mark Siegenthaler, Sprecher des Bundesamts für Strassen (Astra), sei der Stein aber bereits beim Autobahn-Bau in den frühen 1970er-Jahren entdeckt worden: «Damals war der Findling nicht im Weg, doch jetzt liegt er dort, wo wir den neuen Pannenstreifen bauen wollen.»

Die Grösse des Steinblocks wurde aber all die Jahr unterschätzt. So ist er mit bis zu 400 Tonnen fast viermal schwerer als angenommen. «Der Stein ist wie ein Eisberg», sagt Siegenthaler. «Beim Graben haben wir festgestellt, dass der grösste Teil davon unter der Oberfläche liegt.»

Fertigstellung im Sommer geplant

Zurzeit laufen Abklärungen, wie es mit dem geplanten Pannenstreifen weiter geht. «Sprengen darf man den Findling nicht, denn er ist als Steindenkmal geschützt», sagt der Astra-Sprecher. Für einen Kran sei der Stein zu schwer, sodass wohl nur noch hydraulische Geräte, wie sie beim Versetzen von Gebäuden zum Einsatz kommen, Abhilfe schaffen könnten.

David Wetter, Filialleiter Strasseninfrastruktur West beim Astra, erklärt: «Mittels hydraulischer Pumpen soll der Stein zuerst angehoben und dann nach hinten verschoben werden.» Dies aber nur um wenige Meter in Richtung Wald. Der Findling bleibt dabei unbeschädigt.

Trotz des Felsblocks ist Siegenthaler zuversichtlich, den Ausbau der Autobahn gemäss des geplanten Zeitplans durchführen zu können. «Der Stein ist eine lokale Behinderung, um ihn herum kann aber noch gearbeitet werden, wir machen also weiter.» Bereits diesen Sommer sollen die ersten Fahrzeuge über die verlängerte Ausfahrt bei Muri-Gümligen rollen.

(ber)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Pack Man am 16.04.2018 16:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Janee;is klar:

    Mutter Natur legt dem Fortschritt mal wieder Steine in den Weg!;)

  • cycling_alex am 16.04.2018 16:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Verhältnismäßigkeit?

    wie viele geschützte Findlinge gibt es schon in der Schweiz? Wie viele benötigt die Schweiz für ihre Identität? Soll aus der Schweiz ein naturhistorisches Museum werden? Wie sieht es mit dem Verhältnis von öffentlichem Interesse und dem Aufwand, sprich Kosten aus?

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  • Patrick am 16.04.2018 16:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sprengung

    Sprengen und weiter gehts. Warum so kompliziert?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Patrizia Rudin am 17.04.2018 14:34 Report Diesen Beitrag melden

    Tipp

    Tipp: Fragt doch mal die Erbauer von Stonehenge oder von Machu Picchu, wie die ihre Steine transportiert und gesetzt haben :-)

  • Thomas Ehrler am 17.04.2018 14:11 Report Diesen Beitrag melden

    Was, Stein geschützt - spinnt ihr?

    ui, das muss aber ein kleines Denkmal sein - immerhin sieht man es unter dem Stein gar nicht hervorlugen....

  • fredi gurtner am 17.04.2018 08:58 Report Diesen Beitrag melden

    Findling

    Super. Danke. Wenigstens etwas aus der Eiszeit wird erhalten, damit der Autobahnbenützer sehen kann ,was vor unserer schnellen Zeit geschehen mit samt Klimawandel

  • Andy am 16.04.2018 22:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    pervers

    Hier wird einmal mehr gezeigt wie degeneriert die Schweizer Gesellschaft ist, und wie wir Geld für wirklich völlig sinnlosen Müll ausgeben können, während Menschen unter dem Existenzminimum leben.

    • Cartman1993 am 17.04.2018 07:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Andy

      Dass diese Menschen am Existenzminimum leben und auch weiterhin leben werden, hat nichts damit zu tun, dass wir unnötig Mittel verteilen, da deren Zustand nicht eine Frage der mangelenden Mittel ist sondern einfach damit zusammenhängt, dass wir für sie nicht mehr ausgeben wollen.

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  • Lääser am 16.04.2018 21:59 Report Diesen Beitrag melden

    Teure Eiszeit

    Das war aber eine teure Eiszeit, die diesen Findling dorthin transportiert hat!

    • Mauritsius am 18.04.2018 13:56 Report Diesen Beitrag melden

      Umfahrung

      Warum nicht den Pannenstreifen um Findling umfahren? Würde die Bauzeit auch um 1 Jahr verlängern.

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