Grenchen SO

16. Mai 2018 10:01; Akt: 16.05.2018 18:11 Print

Fenstersturz von Vater und Kind (8) war kein Unfall

Ein Vater und seine Tochter stürzten vor drei Wochen aus dem vierten Stock eines Wohnhauses. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun wegen versuchter Tötung gegen den Mann.

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Verzweifelte Schreie einer Frau weckten an einem Morgen Ende April Anwohner des Monbijou-Quartiers in Grenchen: Um etwa 7 Uhr fiel ihr Mann (40) mit der achtjährigen Tochter aus dem vierten Stock eines Wohnhauses – nach dem Sturz aus rund 10 Metern Höhe prallten sie auf dem Boden vor dem Mehrfamilienhaus auf. Beide zogen sich dabei schwere Verletzungen zu. Sie werden nach wie vor im Spital behandelt.

Im Quartier ging man davon aus, dass der Mann absichtlich aus dem Fenster gesprungen sei. Auch wurde gemunkelt, dass dem Sturz ein lauter Streit vorausgegangen war. Die Polizei ermittelte in alle Richtungen. Nun schätzt jedoch die Staatsanwaltschaft Solothurn den Fenstersturz als versuchte vorsätzliche Tötung ein.

Warum der Vater zusammen mit seiner Tochter in den Tod springen wollte, ist unklar. (Video: rc / 20min)

Wohnung ist zu haben

Wie Tele M1 berichtet, wird gegen den 40-jährigen Familienvater ermittelt. Offenbar wollte der Mann mit seiner Tochter in den Tod springen. Bei einer Verurteilung drohen dem Vater mehrere Jahre Gefängnis. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Nach Aussagen von Nachbarn hat die Polizei am vergangenen Wochenende nach den Schlüsseln für die Wohnung verlangt. Dort habe sie sich rund zwei Stunden aufgehalten. Danach soll das Türschloss ausgetauscht worden sein. Die Wohnung ist auf verschiedenen Immo-Portalen ausgeschrieben und ab dem 1. Juli zu haben. Die Wohnung ist laut Anwohnern bereits vor der Tat angeboten worden. Laut Nachbarn ist die Mutter nach der Tat nicht mehr gesehen worden.

(ber/rc/qll)