Elektrovelo für Hipster

14. Juni 2018 05:37; Akt: 14.06.2018 05:37 Print

Können Sie den Motor dieses E-Bikes finden?

Ein Solothurner Start-up verkauft E-Bikes, die aussehen und sich anfühlen wie normale Velos. Zum einen ist der Motor gut versteckt, zum anderen ist es lediglich 14 Kilo schwer.

So vermarktet Asfalt das E-Bike. (Video: ASFALT)
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«Die meisten E-Bikes sind Allrounder, die hässlich aussehen», findet David Oreiro, Creative Director der Firma Asfalt. Dieses «Ästhetik-Problem» soll nun behoben werden: Seit Kurzem bieten Oreiro und seine drei Geschäftspartner E-Bikes an, die wie die derzeit heissbegehrten Strassenvelos aussehen. «Damit wollen wir endlich eine unauffällige Verbindung zwischen Velo und E-Bike realisieren.»

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Damit das sogenannte «Asfalt Gt», die Basisversion der neuen Solothurner E-Bike-Marke, diesen Spagat schafft, wurde es speziell auf städtische Velotouren von maximal 50 Kilometern pro «Akku-Ladung» zugeschnitten: «So wird eine grosse und schwere Batterie überflüssig», erklärt Oreireo.

«Knapp zehn Kilogramm leichter als Konkurrenz»

Das E-Bike, das wie ein Velo aussieht

Dank der kleineren Batterie kann der oft optisch störende Motor gut versteckt werden: Dieser ist in den Velorahmen eingearbeitet und dadurch von aussen unsichtbar. Aufgeladen wird das Asfalt-Velo lediglich via USB-Stecker. Dies macht es auch möglich, dass Lenker ihre Bikes unterwegs mit einer Powerbank aufladen.

Das Solothurner Jungunternehmen kann mit weiteren Vorteilen punkten: Das E-Bike ist im Vergleich zu anderen mit Batterie betriebenen Zweirädern extrem leicht. Nur 14 Kilogramm bringt das Stück auf die Waage. Zum Veranschaulichen: Das Upstreet 5 von Flyer schlägt mit 23 Kilogramm zu Buche. Jedoch verfügt das Upstreet über einige Extras, die dem Asfalt-Velo abgehen. So hat es etwa Schutzbleche oder ein eingebautes Rahmenschloss. «Das geringe Gewicht unseres Modells macht es möglich, das E-Bike auch als ganz normales Velo zu benutzen», sagt Tüftler Oreiro.

Keine Extras

Diese ganzen Finessen forderten die Unternehmer heraus: Drei Jahre tüftelten die vier Freunde aus dem Kanton Solothurn an ihrem Projekt. Das entwickelte Basisbike kostet rund 1900 Franken – und ist dennoch weniger als halb so teuer wie vergleichbare Konkurrenzprodukte. Um diesen verhältnismässig günstigen Preis gewährleisten zu können, verzichte Asfalt auf Extras wie etwa einen Gepäckträger oder Scheibenbremsen, die keinen einen offensichtlichen Mehrwert brächten.


(ber)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Spyy83 am 14.06.2018 06:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    kein luxus

    schutzblech und gepäckträger sind keine extras, sondern standard. nicht alle nutzen das velo nur bei schönem wetter.

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  • SP am 14.06.2018 06:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mit dem Velo in den 3 Stock ?

    Ist doch viel praktischer den Akku separat zu laden.. Ich habe außerhalb des Hauses keine Steckdose und müsste das Velo in den 3 Stock tragen. Danke, verzichte gerne.

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  • Thom am 14.06.2018 06:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gibts längst

    Keine Ahnung.. auf Ricardo wird das längst angeboten ohne düfteln.. akku im Rahmen kleiner Nabenmotor mit 250w. Singlespeed

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Die neusten Leser-Kommentare

  • magowa am 15.06.2018 22:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Keinen Mehrwert?

    Gepäckträger und Scheibenbremsen bringen keinen Mehrwert? Aha...also für mich schon. Ich bringe mit dem Bike auch Einkäufe nach Hause und habe gerne gute Bremsen!

  • Spirou am 14.06.2018 13:44 Report Diesen Beitrag melden

    Ganz bestimmt kein USB

    Ganz sicher wird das Ding per USB geladen... Ihr meint wohl eher, man kann sein Handy am USB Stecker des Fahrrads aufladen....

    • Eduard J. Belser am 15.06.2018 07:58 Report Diesen Beitrag melden

      Zum Handy laden

      Das Handy laden kann ich an meinem E-Liegetrike mit GoSwiss Drive. Da gibt es unter dem Display eine entsprechende USB-Buchse. Aber zum Laden der beiden Akkus mit je 588 Wh brauche ich ein richtiges Ladegerät.

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  • kiki am 14.06.2018 13:42 Report Diesen Beitrag melden

    E Bike

    Ich möchte kein E Bike. Auch dieses nicht. Es würde mir ein flasches Bild meiner Fitness geben. Ich hätte das gefühl, ich betreibe ja Sport. Dabei bleibt die benötigte Anstrengung, welche jeder etwas braucht auf der Strecke. Nein, ich strample lieber mit eigener Muskelkraft!

  • Herr Paternoster Live im 2RAD-Shop am 14.06.2018 12:27 Report Diesen Beitrag melden

    ja grenau

    der Mator ist im Hinterrad verbaut, vermutlich

  • Super am 14.06.2018 11:34 Report Diesen Beitrag melden

    Meins ist es jetzt nicht

    Aber es gibt sicherlich genügend Leute wo Freude daran haben. Auf jeden fall noch viel Erfolg.