WM im Eisschwimmen

11. März 2018 16:44; Akt: 11.03.2018 16:45 Print

«Man darf nicht überlegen, wie kalt das Wasser ist»

Der Berner Adrian Wittwer ist ein harter Hund: Dieser Tage nahm er an der WM im Eisschwimmen teil. Das Schlimmste sei es, den Kopf unter Wasser zu halten.

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Wenn anderen Schwimmern die Aare zu kalt wird, beginnt Adrian Wittwer aus Bolligen erst mit dem Training. Fünf Mal wöchentlich schwimmt der Berner während der Wintersaison während 20 Minuten im Fluss. Letzte Woche nahm der 31-Jährige in Tallinn (Estland) an der Weltmeisterschaft im Eisschwimmen teil.

«Beim Reingehen darf man gar nicht daran denken, wie kalt das Wasser eigentlich ist», erklärt Adrian Wittwer. An den offiziellen Weltmeisterschaften im Eisschwimmen darf das Wasser nicht wärmer als fünf Grad sein. «Während dem Schwimmen ist es nicht sonderlich kalt. Erst nach dem Rauskommen merkt man, wie eisig das Wasser wirklich ist, denn dann beginnt man zu zittern. Das ist aber völlig normal.» Das Schwierigste beim Eisschwimmen sei, den Kopf unter Wasser zu behalten. Wittwer: «Wenn man es sich nicht gewöhnt ist, beginnt der Kopf stechend zu schmerzen.»

Wegen Krankheit nicht an allen Disziplinen

Auch untrainierte Menschen könnten 25 oder 50 Meter in Eiswasser überstehen, aber wenn es darum gehe, längere Strecken zu schwimmen, sei Training etwas sehr Wichtiges. Wenn man gut trainiert sei, sei Eisschwimmen auch nicht gefährlich. Im Gegenteil: Wittwer ist sogar überzeugt davon, dass es gesund ist.

Bei den Weltmeisterschaften in Tallinn (Estland) schwamm Wittwer über 200 Meter Brustschwimmen auf den sechsten Platz. Jedoch wurde er während den Wettkämpfen krank, weshalb er nicht in allen Disziplinen antreten konnte. Mit dem kalten Wasser habe seine Krankheit aber nichts zu tun, stellt er klar.

In zwei Jahren findet die nächste WM im russischen Murmansk statt. Adrian Wittwer hat sich bereits qualifiziert.

(ber)

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  • R2-D2 am 11.03.2018 19:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

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