Schutzwald Wattenwil

09. März 2018 17:55; Akt: 09.03.2018 17:55 Print

«Die Strassen sehen aus wie nach einem Erdbeben»

Anfang Februar kamen 60 Hektaren des Schutzwalds bei Wattenwil und Blumenstein ins Rutschen. Der Schaden beläuft sich derzeit auf 12 Millionen Franken.

Der Schutzwald bei Wattenwil und Blumenstein BE rutscht ab. (Video: sda/Keystone)
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Ein Schutzwald mit einer Fläche von 90 Fussballfeldern geriet durch die Witterung der vergangenen Monate im Schutzwald bei Wattenwil und Blumenstein ins Rutschen. Das Gelände verschob sich dabei um bis zu fünfzehn Meter. Der Schaden wird auf 12 Millionen Franken geschätzt.

Der Revierförster René Lauper sagt: «Die Strassen sehen aus wie nach einem Erdbeben.» Durch die vielen Niederschläge und den Winter ohne Frost habe das Wasser beinahe ungehindert in den Boden eindringen und die Erde lockern können. Rutschungen sind für den Schutzwald bei Wattenwil normal, jedoch erst im Mai oder Juni.

Elf Schutzbauten schwer beschädigt

Der Leiter des Krisenstabs, Kurt Ruchti, geht davon aus, dass nach der Schneeschmelze die Schäden besser beziffern werden können. «Die weiteren Massnahmen sind das Aufholzen des Waldes sowie dafür zu sorgen, dass möglichst wenig Stammholz im Gerinne der Gürbe liegt.»

27 Schutzbauten im Schutzwald sind beschädigt, elf von ihnen stark.

Die Wanderwege der Region sind derzeit geschlossen.

Meierisli-Rutsch in Wattenwil

(ber)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Stefan am 09.03.2018 18:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ZS

    Habe mitem Zivilschutz vor paar Jahren geholfen die Wanderwege zu sanieren. Schade, dass alles umsonst war...

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  • Waterpolo1s am 09.03.2018 19:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    .... wahnsinnige ...

    Was für eine wahnsinnig Gewalt der Natur .. uffff

  • Neumann am 09.03.2018 18:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schutzwaldschutz

    Kein Schutzwald mehr. Somit ist Waldschutz gefragt, damit es dann wieder einen Schutzwald gibt.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • magowa am 10.03.2018 09:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Einheimische Spezialisten anhören!

    Leute aus der Region, die das Gebiet seid Jahrzehnten kennen und auch die Schutzwalle mitgebaut haben, werden im Krisenstab nicht gehört. Ich verstehe das nicht! Warum arbeitet man nicht zusammen?

  • Neumann am 10.03.2018 00:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gibt wichtigeres

    Eigentlich sind nur abgeholzte Wälder schöne und nützliche Wälder. Und hier hilft ja sogar die Natur mit. Würden wir endlich alles betonieren oder wenigstens teeren, müssten wir uns auch nicht mehr immer um diese Natur kümmern und könnten wichtigere Probleme lösen.

  • Wieder.. am 09.03.2018 22:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Und..

    Zeigt die Natur unseren Spezialisten wer befielt..!

  • Sooo.. am 09.03.2018 22:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    So..oder..

    Ingenieure...Spezialisten..haben ihr Geld in der Tasche von den ersten Verbaungen? Nun sofort in die zweite Bau Etappe..diesmal auf ganz sicher..????

  • Markus im AG am 09.03.2018 21:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Chinesen Technologie anwenden

    Beim Bau der Hochgebirgseisenbahn wurden Zonen mit Permafrost und solche mit beinahe Permafrost durch Tiefkühlelemente mit Solarantrieb geschützt . Macht doch versuchsweise was Ähnliches Friert den Boden mit derselben Technologie versuchsweise 300Meter. Wenn s Klappt habt ihr viele ähnliche Probleme schon gelöst. Und ausser Amoniak alle paar Jahre braucht es keine Externe Energie.