Nach Schlafattacke

17. Mai 2018 10:15; Akt: 17.05.2018 10:15 Print

Prinz William bedankt sich für Schweizer Kafi

Der frisch gebackene Vater nickte in einer Kirche fast ein. Eine Schweizer Rösterei schickte ihm Kaffee – und erhielt eine royale Antwort.

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Eine Kaffeerösterei aus dem Kanton Zürich schickte «Herrn Prince William» ein Geschenk. Feinster Premium-Kaffee von Black&Blaze, «damit der Prinz das nächste Mal wach bleibt», sagt Claude Stahel, Chef der Rösterei. Der Grund: Herzog William (l.) war am 25. April beim Gottesdienst in der Westminster Abbey fast eingeschlafen. Letzte Woche flatterte dann ein Brief ins Haus. Absender: Kensington Palace. Darin bedankte sich eine Mitarbeiterin im Namen von Prinz William und Herzogin Kate für die Aufmerksamkeit. Leider dürfen die Royals keine Firmengeschenke annehmen. Deshalb haben sie den feinen Kaffee einem Hilfswerk gespendet. Strahlend und frisch: So trat die frisch gebackene Mutter Kate am 23. April vor die Presseleute. Nur Stunden zuvor hatte sie noch in den Wehen gelegen. Eine Frau, die das Baby zu diesem Zeitpunkt schon längst zu Gesicht bekommen hatte: Kates Stylistin. Die dürfte das ... ... Outfit schon vor Wochen ausgewählt haben: Prinzessin Diana trug 1984, nach der Geburt von Prinz Harry, ein ähnliches Kleid. Eine Hommage an die verstorbene Mutter von William und Harry. Der kleine Prinz heisst Louis Arthur Charles ... ... oder genauer: Königliche Hoheit Prinz Louis von Cambridge. Kates letzter öffentlicher Auftritt war vor rund drei Wochen, als sie mit ihrem Ehemann und weiteren Mitgliedern der königlichen Familie den Ostergottesdienst in der St George's Chapel in Windsor besuchte. Am 22. März, einen Monat vor dem Geburtstermin, war Kate noch beruflich mit William unterwegs. In schwarzen, nicht allzu hohen Heels, mit Hose und Blümchenbluse. Ein schlichter Mantel rundete das entspannte Outfit ab. Dieselbe Bluse macht sich auch bei diesem Kocheinsatz prima – das Muster scheint bei allfälligen Spritzern ziemlich unkompliziert zu sein. Beim Besuch der Royal Society of Medicine in London wölbt sich das Bäuchlein gut sichtbar unter dem türkisfarbenen Look. Kate und William ganz glamourös bei den Bafta-Awards im Februar. Zu reden gab damals, dass die Herzogin nicht wie zahlreiche andere Gäste aus Solidarität zur #TimesUp-Bewegung schwarz trug. Hier noch etwas näher, weil: Kate hat sich auch bei der Schmuckauswahl sichtlich ins Zeug gelegt. Kate mag einfarbige Looks, da kommt sie ein bisschen nach der Queen: Eine wunderschöne, elegante Kombi in Königsblau trug sie Ende Februar bei einem Uni-Besuch. Ja, auch dieser blaue Look überzeugt. Beim ersten Auftritt der sogenannten Fab Four – Harry und Meghan, zusammen mit William und Kate – entschied sich Kate (beziehungsweise ihre Stylistin) ebenfalls für Blau! Sie erkennen das Muster bereits: Kate muss während ihrer Schwangerschaft überdurchschnittlich oft Bock auf Blau gehabt haben. Oder will sie damit etwas andeuten: Blau steht gemeinhin in der westlichen Welt für Buben. Zeit für einen Farbwechsel: Im traditionellen Grün der Iren zum St.-Patrick's-Day. Sicherheit geht vor: Für die Besichtigung einer Brückenbaustelle mussten Helm, Schutzbrille und Warnweste her. Kate kann auch das gut aussehen lassen. Die Herzogin von Cambridge besucht die National Portrait Gallery in London. Haben sie sich noch kurz abgesprochen? Kate mit Designerin Stella McCartney und US-«Vogue»-Chefin Anna Wintour beim Small Talk. Warm eingepackt in Norwegen Anfang Jahr. Apropos: Noch etwas wärmer war ihr womöglich hier, wohlig eingepackt bei der gleichen Reise in eine Jacke des in der Schweiz ansässigen Labels Kjus.

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Royale Papis haben es nicht leicht: Kaum war der jüngste Sprössling Louis Arthur Charles auf der Welt, musste Vater William sich wieder in der Öffentlichkeit zeigen. Beim Gottesdienst in der Westminster Abbey Ende April schien der dreifache Vater Mühe zu haben, seine Augen offen zu halten.

Eine ideale Gelegenheit für einen Marketing-Gag, dachte sich die Schweizer Kaffeerösterei Black&Blaze – und schickte dem Kensington Palace eine Packung Premium-Kaffee. «Damit es Prinz William in Zukunft leichter fällt, trotz kurzer Nächte wach zu bleiben», sagt Chef-Röster Claude Stahel zu 20 Minuten.

Schlaflose Nächte: Beim Gedenkgottesdienst zum Anzac Day hatte Prinz William mit seiner Müdigkeit zu kämpfen. (26. April 2018, Video: Tamedia/AP)

Heute dann die grosse Überraschung: Post vom Prinzen! Ein weisses Couvert der Royal Mail, adressiert an Black&Blaze in Ebmatingen, mit Absender Kensington Palace. «Der Herzog von Cambridge hat mich beauftragt, Ihnen für Ihr sehr nettes Geschenk zu danken», schreibt eine Mitarbeiterin des Prinzen. «Der Herzog von Cambridge war sehr berührt, dass Sie auf diese Art an ihn denken.»

Die Kaffeeröster seien «entzückt» gewesen, sagt Stahel. «Ich muss ehrlich sagen, ich dachte schon, dass Lebensmittel nicht bis in den Palast kommen, aber ich war heute doch sehr überrascht, als ich einen Brief vom Kensington Palace erhalten habe!»

Prinz William und Herzogin Kate ist es allerdings nicht erlaubt, Geschenke von Unternehmen anzunehmen. Sie haben deshalb den Kaffee einem Hilfswerk gespendet, heisst es im royalen Brief. Stahel macht das gar nichts: «Wenn jetzt eine Tasse Kaffee jemandem Freude bereitet, der es sich sonst vielleicht nicht leisten kann, bin ich glücklich.»

(hvw)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Kolleg am 17.05.2018 10:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Im amused

    Finde ich eine tolle Geste in einer Zeit, in der es um so wichtiger ist, einfach mal was Gutes zu tun. Wir müssen mit- und füreinander handeln

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  • Maler50 am 17.05.2018 10:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    was will man mehr

    Natürlich die beste Werbung die man fast kostenlos erhalten kann! Was will man mehr.

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  • Mr. Diskret am 17.05.2018 10:33 Report Diesen Beitrag melden

    So viel zu...

    Strictly Private und Confidential. Werbe-Gag hat demnach bestens geklappt

Die neusten Leser-Kommentare

  • Scherberger am 18.05.2018 07:42 Report Diesen Beitrag melden

    W wie Wissen - und William

    Vermutlich hat William keine Ahnung, dass er Kaffee-Post aus der Schweiz erhalten hat. Die grosse Anzahl Post, die täglich im Palast eintrifft, wird von den zuständigen Sachbearbeitern geöffnet und gegebenenfalls - wie hier - umgehend zufriedenstellend beantwortet. Wenn William (und auch die anderen Royals) über jede einzelne Zusendung informiert würde, hätte er wohl kaum noch Zeit für etwas anderes.

  • Beat am 18.05.2018 07:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Na und

    Lässt ihm doch die Freude über den royalen Dankesbrief. Tut doch niemandem weh

  • Herr Paternoster Live in der Rösterrei am 17.05.2018 19:34 Report Diesen Beitrag melden

    ja genau

    vermutlich hat der Prinz selber vom ganzen Kaffee Tam Tam rein gar nichts mitbekommen

  • Flora am 17.05.2018 18:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kinder, Kinder

    naja, mit kleinen Kinder ist das nun mal normal. Da gehen woll alle Eltern durch egal ob Royal oder Volk!

  • Mrs Coffee am 17.05.2018 14:27 Report Diesen Beitrag melden

    Schweizer...

    in welchem Kanton befindet sich nochmal die beste Kaffeeplantage der Schweiz??? - kann ich die mal besichtigen?? :-)