Zwei Orte, zwei Hotels

14. Februar 2018 19:35; Akt: 14.02.2018 19:35 Print

Ski-Stars im Programm- und Zügelstress

von A. Stäuble, Pyeongchang - Es wäre ganz einfach: Die Männer müssen nach Yongpyong, die Frauen nach Jeongseon. Doch das Vertagen der Rennen verkompliziert den Hoteltausch.

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Dass bereits drei Rennen vertagt worden sind, sorgt bei Susanne Böhlen und Madeleine Erb für erheblichen Mehraufwand. Die Koordinatorinnen von Swiss-Ski und Swiss Olympic sind dafür zuständig, dass die Athletinnen und Athleten während der Olympischen Spiele zur richtigen Zeit am richtigen Ort ein Bett haben.

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Zur Erklärung: Die 22 Fahrerinnen und Fahrer sind in zwei Hotels an zwei Orten untergebracht. In Jeongseon finden die Speedrennen (Abfahrt, Super-G, Kombination) statt, rund eine Dreiviertel-Autostunde entfernt in Yongpyong die technischen Disziplinen (Riesenslalom, Slalom, Team-Event). In beiden Hotels stehen für Athleten und Betreuer jeweils 15 Zimmer zur Verfügung. Bei 30 Zimmern ist klar: Einzelzimmer liegen nicht für jede und jeden drin.

Holdener bleibt allenfalls länger

Am Mittwoch zügeln die Speed-Fahrerinnen nach Jeongseon, wo am Samstag der Super-G ausgetragen wird. Mit Joana Hählen, Corinne Suter und Jasmine Flury sind auch drei Fahrerinnen dabei, die bislang im olympischen Dorf in Pyeongchang untergebracht waren. Die Speedtrainer müssen sich noch eine Nacht gedulden. Ihnen steht die Bleibe in Jeongseon erst ab Donnerstag zur Verfügung.

Im Gegenzug räumen Luca Aerni und Justin Murisier – die beiden Techniker bestritten die Kombination in Jeongseon – und deren Trainer die Zimmer und wechseln nach Yongpyong. Platz ist vorhanden, obwohl Lara Gut, Wendy Holdener und Michelle Gisin länger als geplant bleiben. Guts Umzug ist für Donnerstag nach dem Riesenslalom vorgesehen, Holdener, Gisin und Denise Feierabend bleiben länger, weil sie am Freitag den verschobenen Slalom absolvieren.

Frühes und spätes Auschecken

Dass am Donnerstag und Freitag nun je zwei Rennen stattfinden, verkompliziert die Sache. Damit die Tauschaktion reibungslos vonstatten geht und die Athleten saubere Zimmer beziehen können, hat Swiss-Ski mit den Hotels nach Lösungen gesucht. Dies konnte durch früheres Aus- und Einchecken geregelt werden. Die Betreuer und Trainer müssen ihre Zimmer früher räumen, die Athleten jeweils nach den Rennen.

Auf das am wenigsten entspannte Auschecken müssen sich Beat Feuz, Mauro Caviezel, Thomas Tumler und Gilles Roulin einstellen. Gemäss Swiss-Ski werden sich die für den Super-G vom Freitag selektionierten Fahrer nach dem Rennen umgehend ins Hotel begeben, um ihre Sachen zu holen. «Umziehen, Gepäck holen und los gehts», lautet die Devise.

Nach dem Super-G direkt nach Seoul

Der Zwischenhalt auf dem Weg in die Heimat ist die Hauptstadt Seoul, von wo der Speed-Tross am Samstag zurück in die Schweiz fliegt. Auch Carlo Janka und Marc Gisin werden an Bord sein. Patrick Küng ist bereits am Dienstag nach Hause gereist. Das Trio wurde nicht für den Super-G vom Freitag aufgeboten.

Der minutiöse Zügelplan steht. Holen Holdener, Gisin, Gut und Co. am Donnerstag oder Freitag aber eine Medaille, stehen u.a. Feierlichkeiten und Verpflichtungen an. Bei Lara Gut steht fest, dass sie in jedem Fall nach dem Riesenslalom auscheckt, Holdener bliebe allenfalls länger in Yongpyong.

Dies gilt auch für die Männer, die am Freitag abschliessend den Super-G bestreiten. Sollte einer von ihnen aufs Podium fahren, heisst es für Beat Feuz, Mauro Caviezel, Thomas Tumler und Gilles Roulin wohl kaum: Gepäck holen, umziehen und los! Dann sind die beiden Zügelmeisterinnen ein weiteres Mal gefragt.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Pierre de Coubertin II am 14.02.2018 19:58 Report Diesen Beitrag melden

    Und dass grundsätzlich sämtliche

    CH-Athleten und Athletinnen im olympischen Dorf untergebracht werden für die gesamte Dauer ihres jeweiligen Einsatzes? Ist das komplett undenkbar? So gewaltig sind die zurückzulegenden Distanzen nun auch wieder nicht.

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  • salisali am 14.02.2018 20:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Stress

    Muss schon ein gewaltiger Stress sein...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • salisali am 14.02.2018 20:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Stress

    Muss schon ein gewaltiger Stress sein...

    • marko 33 am 14.02.2018 22:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @salisali

      Super

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  • Pierre de Coubertin II am 14.02.2018 19:58 Report Diesen Beitrag melden

    Und dass grundsätzlich sämtliche

    CH-Athleten und Athletinnen im olympischen Dorf untergebracht werden für die gesamte Dauer ihres jeweiligen Einsatzes? Ist das komplett undenkbar? So gewaltig sind die zurückzulegenden Distanzen nun auch wieder nicht.

    • Pirmin Z. am 14.02.2018 20:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Pierre de Coubertin II

      Hallo Pierre, das simmt die Distanzen sind nicht weit. Aber beim Skifahren hat man an den Renntagen viel Zeit zwischen bzw. vor den Rennen. Da ist es angenehm, wenn man sich etwas in sein Zimmer zurückziehen kann...

    • marko 33 am 14.02.2018 22:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Pierre de Coubertin II

      Super

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