Obacht, Beat Feuz

14. Februar 2018 16:52; Akt: 14.02.2018 17:14 Print

Die Olympia-Abfahrt ist kein Terrain für Favoriten

von A. Stäuble, Jeongseon - Seine Favoritenrolle sieht Beat Feuz als sein «kleinstes Problem». Die jüngere Vergangenheit ist gespickt mit grösseren und kleineren Überraschungssiegern.

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Vergangene Nacht haben die Schweizer Skifans den Wecker für den Frauen-Slalom vergebens gestellt, nun steht ihnen dafür eine vollgepackte Nacht bevor. Um 2 Uhr Schweizer Zeit nehmen die Frauen den ersten Lauf des ebenfalls auf Donnerstag verschobenen Riesenslaloms in Angriff, ab 3.30 Uhr wird der Abfahrts-Olympiasieger erkoren, ehe ab 5.45 Uhr die Entscheidung bei den Frauen fällt.

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Münzt Beat Feuz seine Favoritenrolle in Abfahrtsgold um?

Beat Feuz, wer sonst? Mit seinem WM-Titel 2017 in St. Moritz, den drei Weltcupsiegen (Lake Louise, Wengen, Garmisch) und zwei zweiten Plätzen (Beaver Creek, Kitzbühel) hat sich der 31-jährige quasi selbst zum Abfahrtsfavoriten ernannt. «Das ist das kleinste Problem», merkte er bereits vor Tagen lässig an.

Wenn, dann bereitet dem 31-jährigen Berner das Terrain in Jeongseon sorgen, auf dem viele schnell Ski fahren können. Dafür verantwortlich ist der erste Schweizer Abfahrtsolympiasieger: Die Strecke ist ein weiteres Werk von Pistenarchitekt Bernhard Russi. Mit Ausnahme von Vancouver 2010 hat der 69-Jährige seit 1988 sämtliche Abfahrten an Winterspielen entworfen.

Feuz-Fans in Pyeongchang: «Morgen schlägt der Kugelblitz ein.» (Video: Tamedia/SDA)

Défagos Coup in Vancouver

Was die Favoritenrolle im Hinblick auf eine Olympia-Abfahrt zählt, zeigt ein Blick in die Vergangenheit. Die Siegerliste der letzten Jahrzehnte ist mit kleineren und grösseren Überraschungen gespickt. Patrick Ortlieb (1992), Tommy Moe (94), Jean-Luc Crétier (98), Matthias Mayer (2014) oder auch Didier Défago (2010) machten den Anwärtern einen Strich durch die Rechnung.

Eine Sensation war der Triumph des Wallisers in Vancouver nicht, aber eine Überraschung sehr wohl. Hinter dem dreifachen Weltcup-Abfahrtssieger holten Aksel Lund Svindal und Bode Miller Silber und Bronze. Hinzu kam in Vancouver Gold durch Carlo Janka im Riesenslalom. Damit holten Schweizer Skifahrer an denselben Winterspielen erstmals zwei Olympiasiege.

Drei Schweizer Olympiasieger

Vor Défago hatten erst zwei Schweizer Abfahrts-Gold geholt: Russi 1972 in Sapporo und Pirmin Zurbriggen 1988 in Calgary. 2018 soll der vierte Schweizer Abfahrtsolympiasieger dazukommen. Dies wollen nebst Feuz morgen auch Mauro Caviezel, Gilles Roulin und Marc Gisin werden.

Im Frühjahr 2015 beendete Défago seine Karriere, wenig später wurde bekannt, dass er Russi künftig als Pistenbauer unterstützten wird. Zurzeit kümmert sich das Duo in der Nähe von Peking um das nächste olympische Terrain. Die Winterspiele 2022 finden in Peking statt.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mike am 14.02.2018 17:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bedingungen

    Bei diesem Wetter? Absolute Lotterie.

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  • P. Zuger am 14.02.2018 17:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Feuz? Kaum.

    Solche Rennen bei Olympiy gewinnen oft "Eintags Fliegen".

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  • carmen diaz am 14.02.2018 17:12 Report Diesen Beitrag melden

    ist halt wie jede abfahrt, entweder...

    ...man ist an diesem tag der beste und gewinnt oder eben nicht. das ist ja während der rest der saison auch so und manchmal gewinnen dann irgendwelche aussenseiter. favoriten nennt man ja einfach die, die sonst auch immer regelmässig ganz an der spitze sind aber deswegen muss von denen ja noch lange keiner gewinnen. ich denke aber trotzdem, dass in der abfahrt einer der favorisierten topfahrer, inklusive feuz, ganz oben stehen wird und es keiner eintagsfliege zum sieg reichen wird. die wetterbedingungen sind wohl eher etwas für alte hasen...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Hunne am 14.02.2018 22:14 Report Diesen Beitrag melden

    Feuz wird nicht gewinnen

    Auch wenn ihm die Medien wieder eine 110%ige Siegeschance einräumen.

    • marko 33 am 16.02.2018 08:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Hunne

      Hat er aber Gold

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  • Ayers R. am 14.02.2018 20:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Furchtbar

    Wer ist eigentlich verantwortlich für die unterirdische Ausbeute nach 6 Tagen? Sogar die Australier stehen besser da als die gefühlte Wintersport-Nation Nr 1.

    • Ichbins am 14.02.2018 21:01 Report Diesen Beitrag melden

      So ist es

      @Ayers R warum auch nicht. Die Australier sind ja auch die besderen Snowboarder und Skiakrobaten . Siehe jeweils die letzten Weltmeisterschaften.

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  • Herr Max Bünzlig Live vom Ochsen am 14.02.2018 19:56 Report Diesen Beitrag melden

    Feuz?

    Ein Diplom ist immer drin.

    • Wind am 14.02.2018 20:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Herr Max Bünzlig Live vom Ochsen

      Das Wetter, claro!

    • Wetten, dass...? am 14.02.2018 20:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Herr Max Bünzlig Live vom Ochsen

      Feuz holt nicht mal Bronze, wetten?

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  • Beätu am 14.02.2018 19:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Go Chugeli

    Ich steh trotzdem um 03.30 auf! Beat hat nichts zu verlieren! Wenss nicht sein soll, dann halt bei der nächsten Olympiade. Schicksal...

  • Toll am 14.02.2018 19:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Janka wöre perfekt gewesen

    Dann hätte ich Janka nicht nach Hause geschickt, er wäre somit der optimale Goldmedaillist gewesen. Noch nicht runtergefahren und schon rumjammern!

    • Vreni am 14.02.2018 19:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Toll

      Klar... janka hätte Gold geholt...dass ich nicht lache...

    • Gion Devonas am 14.02.2018 22:46 Report Diesen Beitrag melden

      Warum nur so neidisch?

      Warum denn nicht? Es wäre nicht das erste mal! Carlo Janka hat einen Leistungsausweis wie kaum ein anderer Schweizer Skirennfahrer...ausser Pirmin Zurbriggen!

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