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Im Negev

27. Februar 2018 13:46; Akt: 27.02.2018 13:46 Print

Die unbekannte Seite der israelischen Wüste

Die Wüste Negev erstreckt sich über mehr als die Hälfte Israels. In der kargen Gegend finden Besucher eine atemberaubende Natur, Abenteuer und Geschichte.

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Der Nationalpark Ein Avdat in der Wüste Negev. Wasser hat über Jahrtausende einen tiefen Canyon in das Kalkgestein geschnitten. Fast senkrecht geht es links und rechts vom Flussbett hinauf. Oben kreisen Geier und andere Greifvögel. Obwohl das Wandern hier nicht sehr anspruchsvoll ist, machen einem die hohen Temperaturen zu schaffen. Plötzlich eröffnet sich ein natürlicher Pool, der eine riesige Menge Wasser führt. Das kühle Nass rinnt durch Gesteinsritzen und über einen kleinen Wasserfall in das Becken. Eine riesige Menge Wasser für einen Ort mitten in der Wüste. Die Lebensader für die Tiere, die hier leben. Auch nubische Steinböcke leben in der Gegend. Sie sehen fast so aus wie jene in den Alpen, sind jedoch viel kleiner. Von einem Plateau oberhalb des Nationalparks öffnet sich der Blick auf die Wüste. Das karge Land des Negev wird vielfältig genutzt, beispielsweise auf dieser Ziegenfarm. Aus der Milch der Tiere wird Joghurt ... ... oder Ziegenkäse hergestellt. Auch Wein wird in der Wüste produziert. Einer der Winzer erklärt, wie die Trauben (im Hintergrund) dank eines ausgeklügelten Wassersystems im trockenen Klima gedeihen können. Weine der Sorten Cabernet Sauvignon und Chardonnay und auch Portwein gehören zum Angebot der Farm. Nächster Stopp ist eine der wenigen Stellen des Negev mit Sanddünen. Snowboards scheinen auf den ersten Blick nicht so richtig in die Gegend zu passen. Doch beim Sandboarding gleitet man – ohne Bindung – vom höchsten Punkt einer Düne herab. Weiter geht die Reise mit einem Besuch der abgelegenen Kleinstadt Mitzpe Ramon. Vom Stadtrand aus hat man eine tolle Sicht auf den Krater Machtesch Ramon. Ein Naturspektakel, etwa 600 Meter tief und fast 40 Kilometer lang. Der Kraterboden erinnert ein wenig an eine Mondlandschaft. In der Stadt selber ist nicht allzu viel los. Das Künstlerquartier Spice Route hat jedoch einiges zu bieten. Beispielsweise werden hier biologische Seifen hergestellt. Einige der Zutaten – wie das Lavendel im Bild – wachsen im dazugehörenden Garten. Ebenso Olivenöl, das für viele Seifen verwendet wird und wertvoll für die Haut ist. Auch einige Künstler haben sich hier angesiedelt, die in ihren Ateliers und Galerien ... ... ihre Werke herstellen und präsentieren. Beispielsweise dieses Schiff aus Holz. Auch Second-Hand-Shops laden zum Verweilen ein. Der Krater lässt sich zu Fuss oder bei einer Jeep-Tour erkunden. Mit dem 4x4 kommt man problemlos auch steile Hügel hoch und kann die Weite der Wüste überblicken. Vor allem gegen Abend, wenn langsam die Sonne runtergeht, ist dies ein Erlebnis. In der Nähe von Mitzpe Ramon liegt die Alpaca Farm. Hier leben 400 Lamas und Alpacas aus Südamerika. Die Tiere sind durchaus intelligent. Coco (im Bild) diente sogar bei der israelischen Armee. Die Wolle der Tiere wird in einer Spinnerei auf der Farm verarbeitet. Weiter im Osten, in der Stadt Arad, befindet sich das wohl bekannteste Pub im südlichen Israel. Dass Fussball hier eine besondere Bedeutung hat ist klar ersichtlich. Zu kleinen und grösseren Snacks wird lokales dunkles und helles Bier serviert. Weiter östlich liegt eine der meistbesuchten Stätten des Landes. Die Festung Masada auf einem hohen Felsen. Die Römer bauten hier eine Verteidigungsanlage ... ... und eine Therme, mit mehreren Bädern ... ... die teilweise auch beheizt wurden. Ein fester Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens der Römer. Von den Ruinen aus sieht man das tote Meer und bis nach Jordanien. Dies ist besonders beim Sonnenaufgang beeindruckend.

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Vorbei an Sträuchern, Pappeln und hohen Felswänden wandern Besucher einem Flussbett entlang. Obwohl der Weg nicht allzu anspruchsvoll ist, fordert das Klima schon bald seinen Preis. Der Schweiss und die über den Köpfen kreisenden Geier erinnern daran, dass man ohne Wasser nicht weit kommt. Der Anblick des Canyons mit seinem in verschiedenen Tönen schimmernden Kalk- und Feuerstein entschädigt jedoch für die Strapazen.

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Tiefer in der Schlucht zeigt der Nationalpark Ein Avdat seine ganze Pracht. Am engsten Punkt stürzt ein Wasserfall in einen grossen natürlichen Teich. Eine Lebensader mitten in der Wüste. Schon vor Jahrtausenden siedelten hier Menschen. Heutzutage bleibt das kühlende Nass den zahlreichen Tieren und Pflanzen vorenthalten. In höheren Lagen leben Steinböcke, die so zutraulich sind, dass sie aus nächster Nähe beobachtet werden können.

Auf einem Plateau oberhalb des Tals eröffnet sich eine atemberaubende Sicht auf die gewaltigen Felsformationen und die Weite der Wüste. Hier liegt David Ben Gurion, der erste Premierminister Israels, begraben. Bis zu seinem Tod lebte er im benachbarten Kibbuz Sde Boker. In seinem bescheidenen Haus, das heute ein Museum ist, empfing er Persönlichkeiten und Staatsmänner aus aller Welt.

Genuss in der Einöde

Der Negev ist zwar dünn besiedelt, aber viel mehr als eine staubige Wüste. Überall trifft man auf Menschen, die das karge Land nutzen und ihre Träume verwirklichen. Auf der Farm Carmey Avdat beispielsweise wird hochwertiger Wein produziert, was nur durch ein ausgeklügeltes Wassersystem möglich ist. Ob Ziegenkäse, Joghurt oder fruchtige Tomaten, der Genuss kommt im Negev nicht zu kurz.

Weiter südlich liegt Mitzpe Ramon. In der Kleinstadt befindet sich ein lebendiges Künstlerquartier namen Spice Route. Auf dem umgenutzten ehemaligen Fabrikgelände herrscht eine Art Hippie-Vibe. Einheimische treffen sich hier zum Kaffee, Galerien und Secondhand-Shops laden zum Verweilen ein. Abends gibt es Tanzworkshops oder Konzerte.

Sternenklare Nächte

Die Stadt mitten im Nirgendwo ist zudem ein idealer Ausgangspunkt, um ein besonderes Naturspektakel zu sehen. Fast 40 Kilometer misst der Machtesch Ramon, ein etwa 600 Meter tiefer Krater, der allein durch Erosion entstanden ist. Vom Rand aus überblickt man eine fremde, aber faszinierende Mondlandschaft. Die abwechselnden Gesteinsschichten und das Wüstenrot erinnern ein wenig an den Grand Canyon. Der Krater kann zu Fuss, mit Kamelen oder mit dem Jeep erkundet werden, was einige Stunden oder mehrere Tage dauern kann. Nachts verwandelt sich der Ort zum Eldorado für Astronomen. Der Himmel ist so klar, dass Planeten und Sterne äusserst gut zu sehen sind. Mit einem Teleskop die Milchstrasse zu betrachten oder auf Sternschnuppen zu warten, ist ein unvergessliches Erlebnis.

Weiter im Norden erhebt sich auf einem Hügel die Festung Masada, eine der meistbesuchten Stätten des Landes. Die Römer bauten hier nicht nur eine Verteidigungsanlage, sondern auch Paläste und eine Therme mit mehreren Bädern. Die Ausgrabungen sind genauso beeindruckend wie die Sicht auf das Tote Meer. Wer sich frühmorgens aufmacht und den steilen Pfad meistert, wird oben mit einem spektakulären Sonnenaufgang belohnt.

Wenn man durch den Negev zieht, sieht man die karge Landschaft bald mit anderen Augen. Die Lebensfreude der Menschen, die historischen Stätten und die spektakuläre Natur. Wer die israelische Wüste einmal kennengelernt hat, vergisst sie so schnell nicht wieder.

(swe)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Nika am 27.02.2018 16:49 Report Diesen Beitrag melden

    Ich war dort

    Mizpe Ramon ist einfach traumhaft schön. Man sollte nicht nur den Norden Israels fahren, sondern möglichst auch Zeit im Süden verbringen.

  • qwertz am 28.02.2018 12:46 Report Diesen Beitrag melden

    Lechajim!

    den Wein aus dem Negev-Gebiet kenne ich noch nicht, erst den aus dem Golan und den mag ich sehr. Israel ist ein tolles Reiseland, war schon drei Mal dort und plane bereits die nächste Reise. Auch die Menschen lernte ich kennen als offen, ehrlich und (gerade im angesichts der politischen Lage) als erfrischend locker und entspannt.

  • Vater am 28.02.2018 00:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Israel für jedes Alter

    wer einmal in Israel war, kommt wieder. wir gehen seit Jahren und wir freuen uns immer wieder aufs Neue. Früher als Familie, jetzt gehen die Kinder selber.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Sandy am 28.02.2018 13:27 Report Diesen Beitrag melden

    Eigentlich interessantes Land

    Sicher gibt es einige interessantes zu sehen. Aber wieso soll ich eine langwierige Ein- und Ausreisekontrolle über mich ergehen lassen? Und irgendwie brüstet sich das Land mit Landschaften, die sie im grunde nach gestohlen haben. Da gehe ich lieber nach Ägypten.

  • qwertz am 28.02.2018 12:46 Report Diesen Beitrag melden

    Lechajim!

    den Wein aus dem Negev-Gebiet kenne ich noch nicht, erst den aus dem Golan und den mag ich sehr. Israel ist ein tolles Reiseland, war schon drei Mal dort und plane bereits die nächste Reise. Auch die Menschen lernte ich kennen als offen, ehrlich und (gerade im angesichts der politischen Lage) als erfrischend locker und entspannt.

  • Shlomo am 28.02.2018 10:59 Report Diesen Beitrag melden

    Palästina war mal schön

    noch bevor die Fremden dort 'einmarschiert' sind.

    • Heinz am 28.02.2018 12:15 Report Diesen Beitrag melden

      Stimmt leider so!

      Ja Palästina war wirklich ein schönes Land, aber Flüchtlinge haben es mit dem Segen des Westen übernommen und profitieren nun davon ohne je rechenschaft ablegen zu müssen! Was sie jedoch von denen die sie zur Flucht getrieben haben noch heute verlangen!

    einklappen einklappen
  • Ziva David am 28.02.2018 10:59 Report Diesen Beitrag melden

    Juhuii

    Freue mich im April auf 3 Wochen Israel !

  • Vater am 28.02.2018 00:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Israel für jedes Alter

    wer einmal in Israel war, kommt wieder. wir gehen seit Jahren und wir freuen uns immer wieder aufs Neue. Früher als Familie, jetzt gehen die Kinder selber.

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