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Kletter-Weltrekord

02. Mai 2018 15:23; Akt: 02.05.2018 15:23 Print

«Die Eiger-Nordwand war am härtesten»

Dan Bull hat als jüngster Mensch der Welt die höchsten Berge und Vulkane aller Kontinente bestiegen. Die grösste Knacknuss fand er in der Schweiz.

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Daniel Bull, wie entstand die Idee, den Eintrag ins «Guinnessbuch der Rekorde» zu schaffen?
Ursprünglich war der Everest mein Traum. Als das geschafft war, wusste ich, dass alles möglich ist. Da beschloss ich, um die Welt zu reisen und die höchsten Punkte jedes Kontinents zu erklimmen. Erst als ich mit der Planung für meine Expeditionen begann, wurde mir klar, dass ich einen Weltrekord brechen könnte.

Australien ist nicht gerade bekannt für hohe Berge. Wie kamen Sie zum Klettern?
Das stimmt. Ich bin am Strand aufgewachsen. Deshalb dachte ich auch, dass das die ultimative Herausforderung werden könnte. Mir gefiel die Vorstellung, mich ausserhalb meiner Komfortzone zu bewegen und eine Reise vom Meeresspiegel bis zu den höchsten schneebedeckten Gipfeln zu unternehmen.

Und wie haben Sie sich darauf vorbereitet?
Ich kletterte wann immer und wo immer ich konnte: An Bäumen, Klippen – und irgendwann in den Schweizer Alpen und im Himalaya. Um die Auswirkungen der extremen Höhe zu simulieren, trug ich einen schweren Rucksack, der manchmal bis 40 Kilogramm wog.

Welche Rolle spielte die Schweiz bei Ihrem Vorhaben?
Das erste Bild eines Bergs, das ich jemals sah, war vom Matterhorn. Als ich die Möglichkeit bekam, in der Schweiz zu leben und zu arbeiten, verbrachte ich so viel Zeit wie möglich beim Klettern in den Alpen. Die Schweiz war Ausgangspunkt und Übungsgelände für die meisten meiner Expeditionen. Ich habe dort von den Besten der Welt gelernt und glaube, dass die Schweiz für meinen Erfolg ausschlaggebend war.

Können Sie sagen, welcher Aufstieg der härteste war?
Der Everest war eine meiner längsten Expeditionen. Ich verbrachte fast zwei Monate im Himalaya. Schwere Lasten zu tragen und ausgedehnte Zeit auf dieser Höhe zu verbringen, war richtig anstrengend. Aber das härteste Wochenende meines Lebens habe ich wohl am Eiger verbracht.

Haben Sie unter all den Vulkanen und Bergen einen Favoriten?
Das ist so, als würde man einen Vater fragen, welches sein Lieblingskind ist! Jeder einzelne ist etwas Besonderes. Wenn ich wählen müsste, dann den Everest und den Eiger – den höchsten und den schwierigsten. Ich liebte es, in der Nordwand nur wenige Meter von Leuten entfernt zu sein, die ihr Bier trinken oder die Piste hinabfahren, und gleichzeitig doch in einer ganz anderen Welt zu sein, in der man ums Überleben kämpft. Natürlich habe ich mir im Anschluss auch ein Bier gegönnt.

Waren Sie jemals kurz davor aufzugeben?
Ja, auf jeder einzelnen Expedition. Ich hatte oft Schmerzen oder fühlte mich unwohl, aber ich habe gelernt, dass ich auch dann noch weitermachen kann, wenn mein Kopf meinem Körper schon lange gesagt hat, dass er aufhören soll. Mit der richtigen Motivation können wir alle unsere physischen und mentalen Grenzen überwinden.

Wozu motivieren Sie sich als Nächstes?
Letztes Jahr habe ich solo den höchsten Vulkan der Welt, den Ojos del Salado in Südamerika, bestiegen. In der Nähe des Gipfel entdeckte ich einen kleinen See, der jetzt als höchster See der Welt bestätigt wurde. Nun plane ich, zum See zurückzukehren und meine Liebe für die Berge mit meiner Liebe für das Wasser zu kombinieren und das höchste Bad der Welt zu nehmen. Ich rechne mit einer Wassertemperatur von etwa 1 Grad Celsius.

(sei)

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