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6.7.2018 Print

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Scharf macht glücklich

Chilis sind wahre Wundertäter. Wir sagen dir, was in ihnen steckt und wie du sie in der Küche in den Griff bekommst.

Warum hat der Chili so viele Fans? Weil er mit seiner Schärfe nicht nur die Zunge kitzelt, sondern auch die Durchblutung anregt und so das Geschmacksempfinden intensiviert. Ausserdem bringt das für die Schärfe verantwortliche Capsaicin den Körper dazu, Glückshormone auszuschütten. Je mehr Capsaicin, desto höher der Wert auf der Scoville-Skala. Der derzeit schärfste Chili der Welt, die Carolina Reaper, erreicht Spitzenwerte von über 2,2 Millionen Scoville. Die drei beliebtesten der über 350 Sorten, Jalapeño (2500–8000), Thai-Chili (50’000–100’00) und Habanero (100’000–350’000), sind zum Glück deutlich sanfter.

Unsere Zunge kann sich zwar schrittweise an Schärfe gewöhnen, irgendwann ist es aber zu viel des Guten und es schmerzt nur noch. Brennt die Zunge, helfen Milchprodukte. Capsaicin ist nämlich fettlöslich, Wasser macht dagegen alles nur noch schlimmer. Wenn du Chilis klein schneidest und sie mit anderen Zutaten mischt, verteilt sich die Wirkung ideal. Am meisten Schärfe steckt in den Samen und den weisslichen Trennwänden. Entferne sie, wenn du es ein wenig milder magst.



Hier findest du das Rezept für Seeteufel-Päckli mit Sambal Mahoi.

Die ursprüngliche Heimat des Chilis liegt in den Bergen zwischen Brasilien und Bolivien. So unterschiedlich wie der Schärfegrad sind auch seine Farben: Chilis gibt es in Grün, Gelb, Orange, Rot, Lila und sogar Weiss. Im Kühlschrank halten sie sich zwei bis drei Wochen, gefroren zehn Monate. Getrocknete Chiliflocken eignen sich zum Würzen von Saucen oder Eintöpfen und zum Bestreuen von Pizzas. Eine grossartige Sache sind auch Chilipasten; das Tropenhaus Frutigen stellt aus vor Ort angebauten Chilis seine eigenen her. Chilis passen nicht nur zu Herzhaftem, sie bilden auch einen schmackhaften Kontrast zu Süssem. Besonders beliebt ist die Kombination mit dunkler Schokolade.

Ivo Adam zu Besuch im Tropenhaus Wolhusen