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16.3.2018 Print

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Königin der Gemüsesorten

Als Salat, Suppe, Kuchen, Beilage oder sogar Glace: Karotten sind lecker. Logisch verputzen wir Schweizer pro Jahr kiloweise davon.

Wenn wir rüeblirot sagen, meinen wir eigentlich orange. Die typische Farbe von Karotten. Aber seit einigen Jahren findet man beim Einkaufen oft auch andersfarbige Rüebli: gelbe, weisse, rote oder violette. Es sind alte Sorten, die vermehrt wieder produziert werden und die Vielfalt dieses Wurzelgemüses zeigen. Es hat ja auch viele Namen: Neben Rüebli und Karotten wird es auch gelbe Rüben, Möhren oder Mohrrüben bezeichnet.

Rüebli sind uns am liebsten

Karotten zählen zu den ältesten Gemüsesorten der Welt und werden fast überall auf dem Globus kultiviert. Schon in der Steinzeit soll man auf den Rüebli-Geschmack gekommen sein, die Urkarotten waren aber angeblich fast schwarz. Die Sorten, die wir heute verzehren, sind eine Kulturform der Wilden Möhre; diese gehört zu den Doldenblütlern und stammt aus Asien. In der alljährlichen Schweizer Gemüse-Hitliste thronen die Rüebli fast immer zuoberst. Mehr als 8 Kilo davon essen wir gemäss der neusten Statistik pro Jahr. Kein Wunder: Karotten sind kalorienarm, preiswert und vielseitig verwendbar - als Rohkost, zum Kochen oder Backen. Sie sind unkompliziert in Transport und Lagerung und enthalten viele Nährstoffe. Beispielsweise dienen sie als gute Quelle für die Vitamin-A-Vorstufe Beta-Carotin.

Die richtige Zubereitung

Besonders nährstoffreich ist die äussere Haut. Deshalb empfiehlt es sich, die Karotten zur Zubereitung nur mit kaltem Wasser zu waschen. Falls sie dadurch nicht genügend sauber werden, hilft ein Sparschäler. Am besten kann der Körper die wertvollen Inhaltsstoffe aufnehmen, wenn du die Karotten kochst und mit etwas Fett in Form von Butter, Öl oder Rahm anmachst.

Rüebli-Schnippeln leicht gemacht

Zum Schneiden brauchst du vor allem eines: ein scharfes Messer, das dir gut in der Hand liegt. Dann gehts los. Willst du Streifen, Scheiben, Stifte oder Würfel machen? Manchmal gibt dir das Rezept die benötigte Form vor, manchmal kannst du nach Lust und Laune losschnippeln. Und bei Salaten natürlich auch zur Rüebliraffel greifen. Was leider nicht funktioniert: spezielle Haushaltsgeräte, mit denen sich beispielsweise Kartoffeln oder Zucchetti zu Würfeln oder filigranen Stäbchen verarbeiten lassen. Rüebli sind dafür schlicht zu knackig.

How-to: Rüebli schneiden in Streifen, Scheiben, Stifte und Würfel

Wie sie am besten schmecken

Wenn du Rüebli einkaufst, nimm sie daheim unbedingt aus der Plastikverpackung, sonst bildet sich zuerst Kondenswasser und dann rasch Schimmel. Junge Rüebli mit Grün sollten entweder sofort verwertet oder dann ohne Grün gelagert werden. Sonst schmecken diese leckeren Möhrchen leider allzu bald nicht mehr süss und knackig, sondern werden trocken, weil das Grün Wasser entzieht.

So lagerst du Rüebli richtig

In der Schweiz haben Karotten von Juni bis April Saison. Als Importware erhältst du sie aber das ganze Jahr hindurch. Wie andere Wurzelgemüse sind Rüebli recht lange haltbar. Am besten lagert man sie im Kühlschrank oder dunklen Keller, dann bleiben sie gut zwei bis vier Wochen frisch. Wintermöhren halten bei richtiger Lagerung sogar mehrere Monate. Als es noch keine Kühlschränke gab, wurden Karotten in mit Sand gefüllten Holzkisten gelagert. In einem dunklen, kühlen Raum hielten sie so Wochen bis Monate. Diesen Trick kann man auch heute noch anwenden: Eine Weinkiste mit Sandkastensand im Keller aufstellen, Karotten reinstecken, fertig. Besonders Hobbygärtner, die auf einen Schlag mehrere Kilo Rüebli ernten, greifen gerne auf die Sandkiste zurück – sonst würde ihr Gemüsefach im Kühlschrank überquellen.



Hier findest du das Rezept für Blätterteig-Rüebli.