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80 Meter Geschichte

29. Januar 2018 09:56; Akt: 29.01.2018 09:56 Print

Deutscher entdeckt Teil der Berliner Mauer

von Meret Steiger - 80 Meter lang ist das Mauerstück bei Pankow-Schönholz in Berlin. Entdecker Christian Bormann ist sich sicher: Das ist ein Originalteil der Berliner Mauer.

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Bereits 1999 fiel sie dem Berliner Heimatforscher Christian Bormann das erste Mal auf: Im Norden von Berlin, bei Pankow-Schönholz, steht ein aussergewöhnliches Stück Mauer. Es handelt sich dabei höchstwahrscheinlich um das letzte noch existierende Stück der Berliner Mauer im Originalzustand.

«Im Originalzustand» bedeutet in diesem Fall, dass es sich um die erste Generation der Behelfsmauer handelt – komplett mit Stacheldraht und Alarmdrähten. Beim Bau der Mauer ab 13. August 1961 musste es schnell gehen, deswegen wurden diverse bestehende Bauwerke in den Mauerbau miteinbezogen.

So sind Teile der 80 Meter langen Mauer die Aussenwände von zerbombten Häusern. Zerstörte Teile wurden mit weissen Steinen aufgemauert, Lücken geschlossen. Die Trümmerreste wurden dabei einfach auf der anderen Strassenseite aufgeschichtet.

Direkt neben dem Fluchttunnel

Die Mauer steht nur 200 Meter neben dem bekanntesten Fluchttunnel der DDR, durch den die meisten Leute entkamen: dem Pankower Friedhofstunnel, versteckt hinter dem Grabstein einer gewissen Maria Liedtke. Hier gelang bis zu hundert Bewohnern der DDR die Flucht nach West-Berlin.

Das fiel aber auf: Angeblich war eine Patrouille beim Gang entlang der Friedhofsmauer plötzlich in ein tiefes Loch gestürzt, das mit getrocknetem Efeu bedeckt war. Der Friedhof wurde geräumt, um einen Todesstreifen zu errichten. Es wurde eine Grenzanlage gebaut. Rückwärtig gab es keine Mauer, nur ein S-Bahn-Trassee.

Mauer steht nur durch Zufall noch

Diesem S-Bahn-Trassee ist es teilweise zu verdanken, dass der Mauerabschnitt bei Schönholz heute noch steht: Als die Mauer abgetragen wurde, wurde nur der bekannte und gut sichtbare Mauerteil niedergerissen – das kleine Stück auf dem Eckgrundstück ging schlicht vergessen.

Christian Bormann liegt auch einiges daran, dass die Mauer weiterhin erhalten bleibt. Zwar hielt er seine Entdeckung fast zwei Jahrzehnte geheim, geht damit aber jetzt an die Öffentlichkeit – er befürchtet, die Mauer könnte aufgrund ihres desolaten Zustandes eines Tages abgerissen werden

Denkmalschutz für den letzten Mauerteil?

Bormann sagt auf seinem Blog: «In meinen Augen handelt es sich hierbei um ein Bauwerk von herausragender kultureller Bedeutung und damit von besonderem historischem Wert. Ich hoffe, dass die zuständigen Ämter meine Begeisterung teilen und zeitnah tätig werden.»

Nach der Veröffentlichung der Bilder hat sich Bormann mit dem Landesamt für Denkmalschutz und Archäologie sowie der Pressestelle des Bezirksamt Pankow in Verbindung gesetzt und die Ämter über seinen Fund informiert. Und darum gebeten, sich für den Schutz dieser historischen Mauer einzusetzen.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Appeeri am 29.01.2018 10:31 Report Diesen Beitrag melden

    Eigenlob stinkt

    Ja klar... er hat die Mauer gefunden und das Geheimnis über viele Jahre geheim gehalten. Und die vielen Sprayer die ihre Graffitis auf die Mauer gesprüht haben??? Die haben die Mauer nicht gefunden oder was???

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  • Gigeldi am 29.01.2018 10:30 Report Diesen Beitrag melden

    Gigeldi

    Also bekannt schon seit längeremso zugesprayt wie die Mauer schon ist.

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  • carmen diaz am 29.01.2018 10:41 Report Diesen Beitrag melden

    also wenn er die mauer entdeckt hätte...

    ...wie wären dann die sprayereien drauf gekommen? nur so aus logischer betrachtung, müsste die mauer doch schon von denen entdeckt worden sein, die sie mit farbe dekoriert haben...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Dienstag am 30.01.2018 19:02 Report Diesen Beitrag melden

    Jane.. Ja.. Ne.. Ach komm egal.. Ne.. Ja

    Unbekannt aber Graffitis darauf xD.. Was echd Sprayer sonst noch so endeckt haben ;)

  • Dä Jesus am 30.01.2018 18:28 Report Diesen Beitrag melden

    Sehr unbekannt...

    So unbekannt scheint dieses Mauersegment gar nicht zu sein, oder wurden die Graffitis von der DDR da angebracht... Wetten die Anwohner wussten schon lange von der Mauer, haben diese aber als selbstverständlich erachtet.

  • Kohl Kopf am 30.01.2018 12:24 Report Diesen Beitrag melden

    Export nach Mexiko

    Na ja. Das moderne Märchen. Die vergessene und verschollene Mauer in Berlin Schönholz.

  • Ossi am 30.01.2018 12:03 Report Diesen Beitrag melden

    Gebt sie frei

    Gebt sie für Mauerspechte zum allgemeinen Abriss frei. Die Steine können dann verhökert werden. Kulturhistorisch wertvoll ist das Brandenburger Tor, aber nicht dieser Mauerabschnitt.

  • Noob am 30.01.2018 08:01 Report Diesen Beitrag melden

    Macht eine Mauer drum

    Dann kann er nacher eintritt dafür verlangen. Und die mauer von den einnahmen konserviren.. Die heilige mauer, ein beklgenswertes Stück zeitgeschichte. Somit die Berliner-Klagemauer. Also hereinspatziert.

    • Ulbricht am 30.01.2018 19:14 Report Diesen Beitrag melden

      Schon wieder?

      Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten...

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