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Run, Kids, run!

03. Juni 2018 20:17; Akt: 04.06.2018 23:49 Print

«Bewegung macht die Kids schlau»

von Sulamith Ehrensperger - Kinder, die Sport treiben, haben auch beim Lernen mehr Ausdauer. Mit den Tipps von Andreas Wølner-Hanssen sind sie kinderleicht zu motivieren.

Bewegung macht Kinder glücklich und schlau (Video: Kindersportschule).
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Andreas Wølner-Hanssen, Sie sind Gründer und Inhaber der Kinder-Camps, warum sollen Kinder laufen?
Aus ganz vielen Gründen! Laufen fördert die motorische, physiologische und kognitive Entwicklung. Das heisst es stärkt die Knochen, entwickelt die Muskulatur und fördert die Koordination. Bewegung kurbelt den Stoffwechsel und damit die Fettverbrennung an. Zudem macht es glücklich, weil Hormone wie Endorphine ausgeschüttet werden. Kinder haben einen natürlichen Bewegungsdrang, den es gilt auszuleben. Und Laufen macht auch schlau, denn die ausdauernde Bewegung fördert die Bildung und Verbindungen der Nervenzellen im Gehirn. Kinder, die Sport treiben, sind motivierter, stressresistenter und haben auch beim Lernen mehr Ausdauer.

Umfrage
Laufen Sie gerne?

In meiner Schulzeit gehörte Laufen nicht zu meinen Lieblingssportarten. Wie gelingt es Ihnen, Kindern das Laufen schmackhaft zu machen?
Das wichtigste sind motivierende Vorbilder. Längst sind es nicht mehr nur die Lehrer, sondern auch die Eltern, die in der Pflicht sind. Laufen ist nicht langweilig! Es lässt sich spielerisch umsetzen: mit Staffel- oder OL-Läufen, Fang- oder Versteckspielen. Als Kind war ich mit meinen Eltern auf dem Vitaparcours – die perfekte Art Ausdauersport und Familienausflug miteinander zu verbinden.

Nicht nur im Laufsport, auch bei weiteren Sportarten, gibt es Eltern, die übermotiviert sind und zu viel von ihren Kindern verlangen.
Dass es überall um Leistung geht, ist eine gesellschaftliche Entwicklung, die auch vor dem Sport nicht Halt macht. Es gibt leider typische Fussball- und Tenniseltern, welche die Aufgabe des Trainers übernehmen wollen, Entscheide des Schiedsrichters nicht akzeptieren und Kinder permanent antreiben. Kinder sollen sich lustvoll und ohne Druck bewegen können. Im besten Fall finden sie ihre Sportart ohne Input der Eltern.

Fordern, aber nicht überfordern. Wie mache ich es richtig, damit mein Kind sich allgemein mehr bewegt oder sogar mit einem Lauftraining beginnt?
Das Wichtigste ist, ein gutes Vorbild zu sein. Wenn Eltern passiv sind, ist es das Kind vermutlich auch. Schauen Sie bei lokalen Vereinen, welche Angebote es gibt. Ich empfehle polysportive Events oder Sport-Camps. So kann das Kind verschiedene Sportarten zusammen mit anderen Kindern entdecken und seine Vorlieben kennenlernen. Auch an einem Wettkampf als Zuschauer dabei sein, die Stimmung zu erleben, kann für ein Kind sehr motivierend sein.

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Viele Erwachsene trainieren mit einem Pulsmesser oder einer Smartwatch. Brauchen Kinder solche Gadgets?
Auf keinen Fall, Kinder spüren selber, was ihnen gut tut. Sie sollen ein Körpergefühl entwickeln und dies nicht von einem Messgerät abhängig machen.

Wie verhält es sich mit der Trainierbarkeit von Ausdauer und Schnelligkeit. Welchen Einfluss hat das für das spätere sportliche Leben?

Wer Schnelligkeit im Alter von zirka sieben bis neun Jahren nicht trainiert, kann dies später nicht mehr nachholen. Ihre Ausdauer hingegen können Sie bis ins hohe Alter trainieren und sogar um 200 Prozent verbessern. Dazu muss gesagt werden, dass die Schnelligkeit für die Gesundheit keine Relevanz hat. Sie spielt hauptsächlich im Wettkampfsport eine Rolle. Das Ausdauertraining steigert hingegen das Herz-Kreislaufsystem und hat eine positive Auswirkung auf die Gesundheit.

Welches Alter ist optimal für den Einstieg in den Laufsport?
Laufsport oder –Training empfehle ich ab sieben oder acht Jahren. Vorher sollten eher Laufspiele im Vordergrund stehen. Ich selbst habe mit sieben Jahren angefangen zu laufen. Mit acht habe ich einen 1,5-Kilometer-Lauf im Aargau gewonnen. Das ganze Dorf sprach davon. Dieses Erlebnis schenkte mir viel Selbstwertgefühl.


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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Knut am 03.06.2018 21:02 Report Diesen Beitrag melden

    Früher

    Früher ging ich einfach mit meinen Freunden raus die Welt entdecken. Heute muss man sogar bei Bewegung gedrillt sein statt Pfadi.

  • N.Schelm am 05.06.2018 08:55 Report Diesen Beitrag melden

    Ähm...

    Schlau vielleicht nicht, aber nicht dümmer. Handy kann beim Sport schlecht bedient werden.

  • Herr Paternoster Live im Anker am 03.06.2018 22:06 Report Diesen Beitrag melden

    ja geau

    das erklärte aber vieles nicht mit den Kids und Sohnemänner vermutlich doch

Die neusten Leser-Kommentare

  • N.Schelm am 05.06.2018 08:55 Report Diesen Beitrag melden

    Ähm...

    Schlau vielleicht nicht, aber nicht dümmer. Handy kann beim Sport schlecht bedient werden.

  • Gerry am 04.06.2018 12:33 Report Diesen Beitrag melden

    Truth

    Kinder die Sport machen haben nach dem Training null Bock noch irgendetwas für die Schule zu tun.

  • Herr Paternoster Live im Anker am 03.06.2018 22:06 Report Diesen Beitrag melden

    ja geau

    das erklärte aber vieles nicht mit den Kids und Sohnemänner vermutlich doch

  • Knut am 03.06.2018 21:02 Report Diesen Beitrag melden

    Früher

    Früher ging ich einfach mit meinen Freunden raus die Welt entdecken. Heute muss man sogar bei Bewegung gedrillt sein statt Pfadi.