Anwalt aus Zürich

14. Mai 2018 07:04; Akt: 14.05.2018 07:04 Print

Schweizer Jurist im Visier des FBI

Der Zürcher Anwalt Stephan Roh wurde in den USA von Agenten «begleitet, beschattet und abgehört». Auch Sonderermittler Robert Mueller interessierte sich für ihn.

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Stephan Roh ist vernetzt: Treffen mit Bill Clinton 2012 in Wien. Foto: M. Wienand (Getty)

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Der Zürcher Anwalt Stephan Roh wurde im vergangenen Oktober bei seiner Ankunft in New York aus der Warteschlange geholt, in einen Verhörraum gebracht und stundenlang befragt. Das Verhör führten laut einem Bericht im «Tages-Anzeiger» nicht nur FBI-Agenten durch, sondern auch Mitarbeiter des Sonderermittlers Robert Mueller. Dieser soll die Russland-Affäre um das Wahlkampfteam von Donald Trump aufklären.

Das ist bereits die zweite Verbindung aus der Schweiz, die in diesem Zusammenhang bekannt wird. Mueller hat bereits Auskunft von Novartis verlangt. Der Konzern hatte 1,2 Millionen Dollar an Trumps persönlichen Anwalt bezahlt.

Der «dritte Mann»

Doch der Wirtschaftsanwalt Stephan Roh scheint die Ermittler mehr zu interessieren, wurde er doch mehr als nur einmal befragt. In der Zeitung beschreibt Roh, wie er und seine Familie während des gesamten Aufenthalts in New York von FBI-Beamten «begleitet, beschattet und abgehört» wurden, wie sie im Hotel in Extrazimmern untergebracht wurden, vor denen Sicherheitsleute patrouillierten.

Der 50-jährige Stephan Roh stand laut dem «Tages-Anzeiger» in Verbindung mit einem Russen und einem Malteser. Diese beiden sollen dem Wahlkampfteam von Donald Trump gehackte Mails von Hillary Clinton angeboten haben. In einer Doku der BBC wird der Zürcher Jurist deshalb als «dritter Mann» genannt.

Roh entgegnet in der Zeitung jedoch, dass er unfreiwillig in die Affäre hineingezogen worden sei und grossen Schaden erlitten habe. Es gäbe keine Informationen über die Russland-Affäre. In einem Buch mit dem Titel «The Faking of Russia-Gate» legt er seine Version dar: Die angeblichen Russland-Verbindungen seien inszeniert worden, um Trump zu schaden.

(chk)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Peter Panini-Brot am 14.05.2018 07:23 Report Diesen Beitrag melden

    0815

    Ja, der Sumpf der Korruption ist riesig. Aber dass in dieser Sache immer nur um die sogenannte Russland-Affäre berichtet wird, ist schon sehr amüsant. Wahren Journalismus scheint es nicht mehr zu geben, denn die Diktate welche vorgegeben werden, werden wohl zu gut honoriert. Und somit schliesst sich der Kreis.

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  • Mani Motz am 14.05.2018 07:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Verabtwortung

    Ich bleibe dabei. Egal wer H. Clintons Mails veröffentlicht hat, ist eigentlich egal. Geschrieben oder verschickt hat sie die Mails selber.

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  • Jozo van der Wohler am 14.05.2018 07:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jozos Meinung zum FBI

    Das FBI sollte sich um Ihr eigenes Land kümmern nicht um uns Schweizer. Man sollte den Amis jedes Recht entziehen sich in Angelegenheiten anderer Länder einzumischen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Tom am 14.05.2018 12:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    War zu erwarten

    In dieser Anwaltsszene gehören solche Geschäfte zum Tagesbrot. Gut kommt mal was ans Licht. Nach den Banken nun die Rechtsverdreher.

    • Karl Karli am 14.05.2018 18:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Tom

      Zuerst der Staat bitte!

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  • Kurt am 14.05.2018 09:53 Report Diesen Beitrag melden

    Unglaublich

    Wie dazumal in der UDSSR. Was ist bloss aus den USA geworden.

  • dev am 14.05.2018 09:26 Report Diesen Beitrag melden

    ich traue auch deren produkten nicht

    tja. geldgier ist eine krankheit welche keine landesgrenzen oder herkunft kennt.

  • xxl-bmw am 14.05.2018 08:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gugus

    Die amis erpressen die ganze welt und wir lesen nur von russland das angeblich sich in den wahlen zu trump eingemischt hat.

    • Grendel am 14.05.2018 08:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @xxl-bmw

      Woher wissen sie dann das die Amis die Welt erpressen wenn es nirgendwo erwähnt wird? Ein Widerspruch. Also ich las davon. Werden Schweizer Frimen kuschen?

    • Demokrat am 14.05.2018 10:26 Report Diesen Beitrag melden

      Um Ziel zu erreichen, jedes Mittel recht

      Wenn's um ein derart prestigeträchtiges, wichtiges Amt wie dem US-Präsident geht, sind resp. waren wohl allen bisherigen Kandidaten jede Mittel recht. Hauptsache sie führten zum gewünschten Ziel. Egal ob Clinton oder Trump sich fragwürdiger Mittel bedienten, dem Letzteren traue ich jedoch noch Einiges mehr zu, denn seine Aussagen, sprich Lügen stinken schon zum Himmel, sodass das eigentlich jeder riechen müsste.

    • xxl-bmw am 14.05.2018 19:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Grendel

      Leider hat der stärkere immer recht und kann machen was er will

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  • Henry am 14.05.2018 07:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Glaube

    Ich glaube ihm. Wenn wir Zivilisten schon nur etwas in Russland einkaufen würden oder einen Bekannten anrufen sind wir schon im Visier. Also glaube ich das es so schnell wie möglich sein sollte das der Bund für uns einen digitalen Schutz aufbauen muss.

    • Kenner am 14.05.2018 08:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Henry

      Wie viele Male waren Sie schon in Russland? Habe noch nie etwas über einen Henry gelesen, der ins Visier kam.

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