Burning Mountain

02. Juli 2018 22:17; Akt: 03.07.2018 08:46 Print

Mit den Hippies in den Bergen tanzen

Das Burning Mountain in Zernez ist ein Festival für Goa-Fans, Hippies und Künstler aller Art. Ganz nach Vorbild des Burning Man – einfach auf saftigen Wiesen statt mitten in der Wüste.

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Auf einer grossen Wiese bei Zernez in Graubünden fand vom 27. Juni bis zum 1. Juli die achte Ausgabe des Burning Mountain statt – ein Festival, das sich an den Prinzipien des Burning Man orientiert und den Besuchern die Möglichkeit geben will, sich während vier Tagen unabhängig von sozialen Normen auszuleben und auszudrücken.

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So gibt es am Burning Mountain nicht nur rund um die Uhr Musik, sondern auch diverse Workshops und Auftritte von Künstlern – darunter Akrobaten, Tänzer und Feuerschlucker. In den Workshops kann man Tanzstile lernen, sich beim Meditieren selber finden oder lernen, auf die innere Stimme zu hören.

Warmwasser zum Duschen, Gletscherwasser zum Trinken

Daneben gibt es ein grosses Food-Angebot und diverse Stände mit Kleidung, Schmuck und Accessoires. Eines der Highlights: das Chill-Out-Zelt mit einem Dutzend riesiger Hängematten.

Auch für die persönliche Hygiene wird gesorgt: Vom Baden im eiskalten Inn wird abgeraten, dafür gibt es auf dem Gelände sogar Warmwasserduschen – und frisches Gletscherwasser als Gratis-Trinkwasser.

Die Sache mit den Drogen

Bei Hippies, Goa-Fans und Freunden psychedelischer Musik sind Drogen durchaus ein Thema. Das ist auch den Veranstaltern bewusst: Mit dem «Safer Dancer» steht auf dem Gelände eine Drogen-Anlaufstelle, in der die (Neben-)Wirkungen diverser gängiger Drogen erklärt und die Besucher bei Bedarf betreut werden.

Aber: Auch der Polizei ist dieser Umstand sehr bekannt. Bereits auf dem Hinweg gibt es auf dem Flüelapass zwei Grosskontrollen, mit denen verhindert werden soll, dass es grössere Mengen Drogen ins Festivalgelände schaffen.

Im Einklang mit der Natur

Zu den Prinzipien des Burning Mountain gehört «Leave no trace» – hinterlasse keine Spuren. Die Abfallentsorgung nehmen die Veranstalter ernst, und auch die Besucher werden in die Pflicht genommen: Wer auf dem Zeltplatz schläft, der muss für zehn Franken einen Abfallsack kaufen. Wer ihn voll zurückbringt, bekommt sein Geld wieder.

Zusätzlich gibt es mobile Aschenbecher mit Deckel, Dutzende von Abfalleimern und kein Glas auf dem ganzen Festivalgelände. Aluminium und PET werden direkt vor Ort getrennt, die Besucher werden angehalten, ihren Abfall auf ein absolutes Minimum zu beschränken.

Das Burning-Mountain-Festival ist dabei nicht nur etwas für Goa-Fans und Freunde psychedelischer Musik: Es ist ein Erlebnis für jeden, der sich frei von gewohnten gesellschaftlichen Schranken ausleben möchte und in den Bündner Bergen unter blauem Himmel farbenfrohe Dekorationen und ausgefallene Performances bewundern möchte.


(mst)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Trollgeflüster am 02.07.2018 22:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Grosser Unterschied

    In jedem Grosstadt Bunker Club gibt es mehr Drogen als an Goapartys... Vorallem die vollgekoksten Clubber sorgen jedes Weekend für Schlägereien und üble Szenen... An den Goafestival geht niemand auf einander los... Prügeleien gibt es nicht...

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  • Hippie am 03.07.2018 00:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Burning man

    Burning mountain mit burning man zu vergleichen, ist wie ein seifenistenrennen in hinterkappelen mit formel 1 zu vergleichen. Aber ja, beides macht spass :)

  • Lara von allmen am 03.07.2018 00:08 Report Diesen Beitrag melden

    Gut aber

    Gutes Festival. Bis auf den sehr unprofessionellen Sicherheitsdienst.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Michelle am 03.07.2018 12:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Let the Mountain burn

    eines der besten festivals der schweiz! wenn man die Musik liebt, stimmt alles! war diese Jahr zum 3x dort. Wer hat den ein Festival in den Bergen mit dieser Kulisse und der Formel 1 Audiosystem? freue mich auf das nächste Jahr

  • Nadine am 03.07.2018 07:16 Report Diesen Beitrag melden

    Nie wieder

    Vor Jahren haben mich ein paar Freunde dort hin mitgenommen. In meinem ganzen Leben habe ich noch nie soviele Leute auf Drogen gesehen. Und die verstecken das nicht mal. Nein danke, sowas brauche ich ganz sicher nicht. Ich bin schockiert, dass dort die Polizei nicht rigoros eingreift.

    • Heidi Heidnisch am 03.07.2018 15:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Nadine

      Und, hat es jemandem geschadet?

    • Heidi Heidnisch am 03.07.2018 17:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Nadine

      An jedem Sauffest siehst Du mehr Leute auf harten Drogen (Alkohol, Tabak), und die benehmen sich auch noch wesentlich unappetitlicher als ich es je an einem Goa Event erlebt hätte.

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  • Annastina am 03.07.2018 06:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sommer und Ferien

    Und Morgen ans One Love

  • elaguaesvida am 03.07.2018 06:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    One Love Festival.

    One Love Festival.

  • Jackielyn am 03.07.2018 05:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Verändert

    Wahr bei den ersten dabei, noch klein und unbekannt. Family feeling halt... Beim 4ten mal hat es mir schon nicht mehr gefallen zuviele leute zu Mainstream. Schade, habe trotzdem viele tolle Erinnerungen mitgenommen.