Liveticker vom Openair Frauenfeld

07. Juli 2018 19:57; Akt: 09.07.2018 09:58 Print

«Das Wetter war scheisse, scheisse und jetzt geil»

Europas grösstes Hip-Hop-Festival geht heute in den letzten Tag der 2018er Ausgabe. 20 Minuten ist vor Ort und berichtet vom Openair Frauenfeld.

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Am dritten Openair-Tag zeigt sich das Wetter von seiner besten Seite. Den Massen gefällts. Sie pilgerten vor die Hauptbühne, wo die grossen Hiphop-Stars auftreten. Um der Hitze und der Sonne zu entfliehen, werden schattige Plätzchen gesucht. Das Openair Frauenfeld ist in vollem Gange. Die Sonne lockte auch Fotografen an, die versuchen, die Openair-Stimmung einzufangen. Die beliebtesten Accessoires von 2018: Sonnenbrille, Kamera und Gummistiefel. Und natürlich genug zu Trinken. Lo & Leduc stehen mit ihrem Überhit «079» auf der South Stage am Openair Frauenfeld. Am dritten Openair-Tag kommt endlich auch die Sonne raus. Die Besucher geniessen das und erscheinen in Massen zu den Konzerten. Eminem ist nach acht Jahren zurück auf der Allmend in Frauenfeld und begeistert Zehntausende. Die Vorschriften eines Superstars: Die anwesenden Fotografen dürfen nicht knipsen, nur sein persönlicher Tourfotograf. Viele Fans harrten Stunden vorher vor der Bühne (und im Schlamm) aus, um sich die besten Plätze zu sichern. «My Name is», «Lose yourself», «Stan» ... und viele mehr: Eminem gibt knapp zwei Stunden einen Hit nach dem anderen zum Besten. Und die Zuschauer lieben es. Eindunkeln auf der Allmend. Nach dem Regen heute wirds jetzt ... ... noch richtig kuschlig. Und alle freuen sich auf einen – Eminem. Die Stimmung ist lange verhalten, auch wegen des schlechten Wetters. Playboi Carti schafft es am frühen Abend, das Eis endlich zu brechen. Die Leute strömen in Scharen zur grossen Bühne. NHL-Star Roman Josi ist nicht mehr viel in der Heimat und geniesst den Abstecher ans Frauenfelder umso mehr. «Ich liebe Musik, und seit ich in Nashville spiele und lebe noch viel mehr.» Anja Zeidler – eine der wenigen Promis in Gummistiefeln – hat mit ihren Freundinnen im Auto übernachtet. «Ich geniesse das simple life und das ganze Openair-Feeling.» Heute gehen die drei Frauen dann aber doch ins Hotel. Janosch Nietlispach kommt zwar nicht in Gummistiefeln, aber immerhin in Stiefeln. Er ist mit seinem Bruder da, Freundin Kristina ist zu Hause. «Sie hätte Eminem gerne gesehen», sagt der Ex-Bachelor. Aber heute wolle ers mit seinem Bruder krachen lassen, der demnächst Vater wird. Pflotsch-Party: Der zweite Tag startet, wie der erste geendet hat – mit Regen. Die Festival-Gänger versinken im Schlamm. Schnitzel sind heute die Felsen in der Brandung. Alles safe hier! Es geht gemächlich zu und her. Spätestens um 23 Uhr – wenn Eminem himself kommt – wird sich das Gelände vor der grossen Bühne in einen Hexenkessel verwandeln. Festival-Style: Bandanas. Oder aber ... ... Zöpfli-Frisuren bei den Frauen. Der Style ist hier ganz grossgeschrieben, deshalb wollen die meisten auch nicht ... ... auf ihre geliebten (meist weissen) Sneakers verzichten. Komme was wolle. Gummstiefel! Eine Seltenheit hier am OAF. Inzwischen scheint sich zumindes so ziemlich jeder Openair-Gänger mit einem Regenschutz versorgt zu haben. Wofür die hier anstehen? Für den Snipes-Store. In Wahrheit wollen sie doch einfach ein Gratis-Plastiküberzug des Streetwear-Labels für ihre Sneakers. Vermuten wir. Solidarisch im Regenmantel: Die belgische Rapperin Coely hat einen Auftritt auf der grossen South Stage. Willkommen im Pflotschland: Das sonst so sonnenverwöhnte Openair Frauenfeld versinkt heuer im Schlamm. Muscle Beach am Festival: Diese Jungs hier ziehen ihr Gym-Programm eisern durch. #noexcuses Im strömenden Regen macht das Warten auf den nächsten Act nur halb so viel Spass. Das Openair Frauenfeld wird zur regelrechten Pflotsch-Party. Offset, Quavo, Takeoff, kurz Migos, sorgen für eine fulminante Show am Openair Frauenfeld. Kein anderer Act vor ihnen konnte so viele Besucher zur South Stage locken. Besonders schön: die Atmosphäre und die Abendstimmung während des Konzerts. Sogar der erneute Regen kann das Hip-Hop-Volk nicht vom Bouncen in der Menge abhalten. Die Stimmung am Openair Frauenfeld wird von Stunde zu Stunde besser. Entweder liegt es an der Sonne, die sich in den letzten Stunden mehrmals hat blicken lassen, oder an ... ... den Künstlern, die die Zuschauer zum Bouncen bringen. Es haben sich hier auf jeden Fall alle lieb. Wirklich ... ... alle. Und jeder scheint die Zeit am Openair mit gepflegtem Sprechgesang zu geniessen. Sooo schön. Auf das Posen wird aber dennoch nicht verzichtet. In der Hocke wirkt auch alles nochmal viel cooler. Bei dieser Besucherin ist das Outfit, das Make-up und die Frisur einfach on fleek! Sowie bei dieser Dame. Sie hat bei ihrem Festival-Look alles richtig gemacht. Finden zumindest wir. Und selbst die jüngsten Besucher wissen schon, wie man am Openair Frauenfeld gekonnt vor der Kamera unseres Fotografen Oskar posiert. Mit einem Getränk auf Papas Schultern. Respekt! N.E.R.D hat am ersten Tag des Openair Frauenfeld schon ordentlich Gas gegeben. Das Allmend vor der South Stage war sehr gut besucht. Kein Wunder, gab Mitglied Pharrell Williams ... ... auch Songs wie «Get Lucky» zum Besten. Jetzt schon eines der Highlights. Wer in diesem Jahr seine weissen Trend-Sneakers vor dem Schlamm schützen möchte, muss einfach dem Merchandise-Zelt einen Besuch abstatten. Die Marke Snipes verkauft nämlich Plastikhüllen für die Schuhe. Super Idee. Allerdings braucht man vor dem Zelt Geduld: Die Schlange vor dem Eingang ist ziemlich lang. Jeder will diesen Plastikschutz für seine Sneakers. Verständlicherweise, bei der Wettervorhersage. Was darf auf einem Festival wie dem Openair Frauenfeld noch nicht fehlen? Ganz klar, Paletten. Eine wunderbare Kulisse für Fotos. Neben den Konzerten hält man sich hier im Fitness-Park fit. Pumpen bis Eminem kommt, lautet die Devise. Auch die weiblichen Besucher trainieren. Respekt für so viel Disziplin! Die Influencer des Festivals machen hingegen Insta-Pics für ihre Feeds. Man muss die Follower schliesslich auf dem Laufenden halten. Andere sind damit beschäftigt, sich eine improvisierte Sonnenbrille zu basteln. Kurz hat sich ja auch die Sonne blicken lassen. Ganz kurz. «Der Club der roten Jacken» nennen sich vermutlich diese Frauen. Diese Besucherinnen haben sich einen Platz in der ersten Reihe gesichert. Ob sie bis morgen dort ausharren, wenn Eminem auf der South Stage auftritt oder ob sie auf die heutige Performance von J.Cole warten, wissen wir leider nicht. Die britische Rapperin IAMDDB sorgte am Donnerstagnachmittag schon für ordentlich Stimmung. Leider sorgte ein Regenschauer bei ihrem Auftritt für weniger Andrang als bei den darauffolgenden Konzerten. Bei den diesjährigen Brit Awards sorgte Diana De Brito, so ihr bürgerlicher Name, noch mit einem durchsichtigen Kleid für Aufsehen. Für ihre Performance am Openair Frauenfeld entschied sie sich aber für ein sportliches Minikleid mit Sneakers. Ist ja auch bequemer. Die Kameras sind übrigens ebenfalls gut geschützt vor dem erneut drohenden Regen und Gewitter. Wer in diesem Jahr nicht die richtigen Schuhe dabei hat, geht einfach ohne. So ein bisschen Schlamm ist ja auch gesund für die Haut. Und die Sneakers bleiben wenigstens vom Dreck verschont. Flip-Flops sind da natürlich ein super Mittelding. Ansonsten lautet der Styling-Code für das Openair Frauenfeld 2018: Regenschutz über den Shorts und den warmen Hoodie. Und Base-Cap sowie ... ... weisse Socken nicht vergessen. Dann ist man definitiv hip, trendy und cool. Gut vorbereitet sind diese vier Herren. Mit den auffälligen Outfits gehen sie in der Menge auch nie verloren. Top. Die Frauenfeld-Looks werden natürlich in einem Selfie festgehalten. Das Regenwetter ist ja auch eine kleine Sensation, war das Festival in den letzten Jahren immer mit Sonne und Hitze gesegnet. Viele lassen sich die Laune trotz Regen und dicke Wolken nicht verderben. Es wird gelacht, ... ... gefeiert, getrunken und Party gemacht. Schliesslich sind wir ... ... alle nicht aus Zucker. Und kalt ist es ohnehin nicht. Einige wenige ... ... laufen trotzdem mit einem Gesicht wie sieben Tage Regenwetter über das Allmend. Donald Trump und Kim Jong-un mischen sich übrigens auch unter das Festival-Volk. Einer wird sich über den hohen Besuch aber nicht freuen: der morgige Headliner Eminem. Kurz nach dem Einlass füllte sich ziemlich rasch der Bereich vor der South Stage. Grund: Der deutsche Rapper Luciano eröffnete das Openair Frauenfeld und bachte die Menge schon richtig gut in Stimmung. Das Openair Frauenfeld 2018 kann beginnen. Selbst der Regen, der pünktlich zum Einlass angefangen hat, scheint die Besucher nicht vom, äh, Besuchen abzuhalten. Statt Shorts und Crop-Tops, wie in den vergangenen Jahren, trägt man in diesem Jahr Regenschutz und Gummistiefel. Zumindest am ersten Tag. Das Allmend ist dank des Regens eine reine Rutschpartie. Es gibt kaum Sneakers, ... ... die sauber bleiben. Ausser, man hat sich vorbereitet. Wie dieser ... ... Besucher des Openair Frauenfeld. Er trägt den neuesten Schlammparty-Trend. Stylisch und wetterfest. Dem Regen und schlechten Wetter trotzen die meisten Besucher. Passend zum Wetter läuft auf den grossen Screens auch eine Dusch-Werbung. Witzig, wirklich witzig! Obwohl das Wetter nicht mitspielt, auf Shorts wollen hier die meisten Leute dann doch nicht verzichten.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Joe am 05.07.2018 13:48 Report Diesen Beitrag melden

    Hauptsache cool

    Hauptsache Sneakers, anstatt den Witterungsbedingungen angepasstes Schuhwerk wie Gummistiefel. Style ist halt wichtiger.

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  • Mc Klaw Queet am 05.07.2018 13:54 Report Diesen Beitrag melden

    Beste Lösung

    Ich schütze meine Sneakers, indem ich nicht an Festivals gehe.

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  • MITCH F. YOUNG am 05.07.2018 14:01 Report Diesen Beitrag melden

    Super Thema, das alle interressiert?!

    Ojeoje... So weit sind wir schon,dass dieses Thema in den Medien veröffentlicht wird. Interessiert das jemanden?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • MadChengi am 10.07.2018 08:45 Report Diesen Beitrag melden

    Hauptsache die Kids haben Spass

    Rap Live-Konzerte sind einfach nur erbärmlich, musikalisch und showmässig! Kurt Cobain sagte es einmal so: I wish I were like you, easy to satisfy! Wie recht er doch hatte...

  • H. Cheng am 10.07.2018 08:42 Report Diesen Beitrag melden

    Was für armselige Performances

    Äh sorry, ein Zappelphilipp hampelt auf der Bühne rum, flucht und schimpft, begleitet von dumpfem Musikbrei. Ach ja den Statisten am Schlagzeug vergisst man leicht, Komparse Nummer 2. Rap ist der armselige Höhenflug einer degenerierten und sinnentleerten Musikindustrie. Wenn ich an Shows von Pink Floyd, Queen, Motörhead, Lenny Kravitz u.v.a. zurückdenke, was für einmalige Erlebnisse! MUSIK!

  • Baumi Sina am 08.07.2018 17:53 Report Diesen Beitrag melden

    Ressourcen ?

    Das Festival ist beendet,aber alles ist voll mit Zelten????Was passiert damit??

  • OAF-Besucher am 08.07.2018 13:11 Report Diesen Beitrag melden

    #nohate

    Ich verstehe das ganze gehate hier nicht! Euch passt es nicht, also geht ihr auch nicht ans Festival, was gut so ist! Aber lasst doch allen anderen, die gehen, den Spass und die Freude, ist ja nicht euer Problem! Ich wette, die Hälfte aller, die hier haten und dumme Kommentare abgeben, waren selber noch nie dort, aber hauptsache man hat etwas zu motzen!

  • Papa Moll am 08.07.2018 12:43 Report Diesen Beitrag melden

    Container

    Aber Hauptsache im Zug alles mit Container verstopfen und beim Aussteigen anderer Passagiere noch "e Tummi haa". Yea...