Liveticker Openair St. Gallen

01. Juli 2018 19:52; Akt: 01.07.2018 19:52 Print

Tschau Sittertobel, es war wunderschön mit dir

Beim grössten Schweizer Hit aller Zeiten gibt das OASG nochmals alles. 20 Minuten ist am Openair St. Gallen 2018 dabei – live und unzensiert.

Bildstrecke im Grossformat »
Zum Abschluss des diesjährigen Openair St. Gallen lässt uns die Sonne nochmals schwitzen. Bei Hecht kroch trotzdem das halbe Sittertobel aus den Zelten und versammelte sich vor der Hauptbühne. Sogar sie hier. «Früher haben wir selber in die Sitter gepisst», gestehen Hecht. Heute stehen sie auf der Sitterbühne. Einige Gäste machten sich trotz ausgelassener Stimmung bereits auf den Nachhauseweg. Vielleicht müssen sie morgen arbeiten, vielleicht sind sie auch einfach Memmen. Diese Sonnenblumen stehen eigentlich auf der Bühne ... jemandem ist hier offenbar ein Raubzug gelungen. Heute ist auch Influencerin Antonella Patitucci für uns unterwegs. Unter anderem bemalte sie mit ihrem Freund einen 20-Minuten-Festivalbag. #CoupleGoals Ich bin mittlerweile angetrunken und hab keine Ahnung, was ich zu diesem Foto schreiben soll. Schau es dir einfach an. «Bruh, do you even lift?» Sie wirkt irgendwie hässig. Aber der Coachella-Look sitzt. Sie zwei warten eventuell auf Depeche Mode, obwohl diese bereits gestern gespielt haben - schade! Und wieder zwei Gefallene, die bereits abreisen. Oder sie gehen in der Sitter ihre Kleider wäschen. Um zwölf eröffnete Veronica Fusaro die Sitterbühne. Für die meisten Gäste war das noch zu früh. Die paar Nasen, die es geschafft hatten, gaben dafür alles. Gehören eigentlich auf die grosse Bühne, funktionieren aber grandios im Zelt: Faber. Es braucht Grösse, das in St. Gallen zugeben zu können. Bravo. Fabers Band überzeugte auch visuell. Und versetzte sich selbst in Staunen. Visuell beeindruckend starten die Headliner Depeche Mode in ihr Set. Danach werden die visuellen Effekte spartanischer, weshalb Frontmann Dave Gahan anderweitig für optische Aufregung sorgen muss: Er zieht sich ... ... aus und macht mit seinen mittlerweile 56 Jahren immer noch eine sehr beneidenswerte Figur – das ganze Set über. Lauren Mayberry von Chvrches ist mit ziemlich grosser Sicherheit ein Einhorn, schliesslich weint sie Glitzer. Ihr erster Auftritt in der Schweiz: Sigrid aus Norwegen, 22 Jahre jung, «BBC Music Sound of 2018»-Gewinnerin und mit ziemlicher Sicherheit der herzigste Act des ganzen Festivals. Es ist passiert. Am Samstag ist St. Gallen zu St. Höllen geworden – das Thermometer dreht am dritten Festivaltag durch. Darum: Sonnenschützt euch! Wie er hier. Und schaut, dass ihr genügend Flüssigkeit zu euch nehmt. Wie sie hier. Im Zweifelsfall tut eine kalte Dusche immer gut. Schattenplätze sind gerade hart umkämpft - sie hier bastelten sich ihre eigene Höhle. Der Vorteil der Hitze: Endlich zeigen die OASG-Gäste Haut. Anderen machte die Sonne aber auch leicht zu schaffen. Am Samstagnachmittag stand mit dem Shame-Sänger ein waschechter Asi-Punk auf der Bühne - er hält nicht besonders viel von Sonnencreme. Der Drangsal-Sänger montierte die kurzen Velofahrer-Hösli, die niemandem ausser einem Rockstar stehen. Dasselbe gilt für solche Tanzmoves. Und Alma trat mit kugelsicherer Weste auf. Das Equipment von Ufo 361 ist basically ein Raumschiff. Zum Glück ist nix überhitzt. Trotz Temperaturen wie in der Sahara: Der Look muss stimmen. Schliesslich müssen Selfies gemacht, ... ... und Peace-Zeichen verteilt werden. Den musikalischen Anfang auf der Sternenbühne machen heute One Sentence. Supervisor. Zwar ist die Stage überdacht, zur Sicherheit haben die Badener aber trotzdem einen Sonnenschirm mitgebracht. Man weiss ja nie. Sänger Donat ist übrigens im Blaumann gekommen – wahrscheinlich, weil er nachher alle Instrumente (und den Sonnenschirm) zusammenräumen muss. Nine-Inch-Nails-Mastermind Trent Reznor schreit sich durch die Nacht. Manchmal gitarrt er auch. Die Bewunderung des Publikums ist ihm dabei sicher. Wir wiederum bewundern Jungle, welche die Sternenbühne kurzerhand zum sexiest place auf dem ganzen Festivalgelände haben. Schaut euch nur mal diese Inbrunst an, mit der die Londoner ihren Modern-Soul in die Menge peitschen. Ein wahres Schauspiel. Sonnenschutz ist wichtig. Notfalls auch mit Schwan. Dio? Dude, du hast dich etwa um 20 Jahre vertan. Aber schön, bist da. Ein Kenner: Bei Raf Camora geht die Hip-Hop-Hand hoch. Armes Ding: Die Hosen sind schon ganz zerfleddert. Am Freitag traute sich die Sonne dann doch noch ins Sittertobel. Wichtig: Gehörschutz. Vor allem vor der Sitterbühne, weil jesses, waren die Bässe bei Sofi Tukker und Editors heftig. Kein Matsch am Freitag, im Gras hocken und das volle Festivalfeeling geniessen ist angesagt. Am Donnerstag war das Gelände noch überschaubar, spätestens seit Freitagnachmittag ist das Durchkommen so schwer wie bei der Swisscom-Hotline. Einige Leute stehen sogar so lange rum, dass ihnen Blätter wachsen. Und mehr. Wir sagten es schon mal und sagen es immer wieder: Auf den Schultern hocken ist asi, aber unsere Fotografen mögen es. Was unsere Fotografen auch mögen: dezente Männer-Sideboobs. Und Typen, die gerade Gruppen-Selfies schiessen. Meta-Fotografie, sozusagen. Bei 20 Minuten hatten wir vor Kurzem mal verkündet, dass Boxer Braids out sind. Scheinbar sind nicht nur 20-Minuten-Leserinnen am Openair St. Gallen. Wir sind darob nicht hässig, aber enttäuscht. So sieht's vor der Hauptbühne aus, wenn's nicht wie aus Kübeln schüttet. Zur Abwechslung auch mal ganz nett. Ist das jetzt John oder Ossi? Jedenfalls: Schweden-Indie! Und hier ist die andere Hälfte von Johnossi. So lang ist er, der Tom von Smith, dem Editors-Sänger. Da ist auch Bassist Russell baff. Oh shit, die Feels kicken in. Ging uns beim Gig der Editors genauso. Es kommen immer noch Leute an. Das Sittertobel blüht. Und die Leute entlausen sich gegenseitig. Wichtig. Die 20-Minuten-Festivalbags gibt's in der 20-Minuten-Kreativbox im Plaza-Dörfli. Gratis. Mit Farbstiften zum Aus- und Penisdraufmalen. #ad Nothing But Thieves geben vollen Stimmbändereinsatz. Und sie haben die Haare sogar noch schöner als Kaufmann. Apropos schöne Haare: Crimer mit Mittelscheitel-Luv. Und mit Männer-Luv zwischen Crimey und Gitarrist Momo. Der erste Act auf der Sitterbühne dieses Jahres: Sofi Tukker. Er besteht aus Sophie, deren Eltern in der Schweiz wohnen, wie sie an der Show verrät ... ... und aus Tucker, dessen Look uns ein bisschen an den frühen Robin Rehmann erinnert. <3 Portugal. The Psychedelic Man sorgen am ersten Abend für durch die Gegend fliegende Fan-Arme. Und die Visuals sind...beeindruckend...grell...wir wissen nicht mehr, wo wir sind. Der erste Gig des Openair St. Gallen 2018: Mama Jefferson aus Zürich. Während sich das Publikum die 20-Minuten-Ponchos (#ad) überstreifen muss, weil die Wettervorhersagen gar optimistisch waren, ... ... spielt die Band mit offener Jacke. The perks of being a rock starlet halt. Zu sehen: Sängerin Vanja. Nicht zu sehen: Sie steht barfuss auf der Bühne. Kaufmann, der Churer Kuno Lauener. Schön, haben es BoJack Horseman und sein Albino-Cousin auch ans Festival geschafft. Tag 1: Die St. Galler sind gut gerüstet für vier Tage Musik, Exzess und Liebe. Bereits am Mittwoch versammelten sich besonders hartgesottene Festivalgänger im Wartebereich. Wir nennen es liebevoll das «Auffangbecken». Sind das Zwillinge oder ein und dieselbe Person, die sich unglaublich schnell hin- und herbewegt? So sah es derweil hinter den Kulissen aus. SRF-Moderatorin Tina Nägeli wartete mit einer Konfettikanone auf die ersten Gäste. Dieser Typ hier war offenbar der Erste auf dem Gelände. Und bäm – Konfetti! Yay! Obwohl wir sie in unserem Liveticker dazu aufforderten, weigerte sich Tina Nägeli, ihr Konfetti wieder wegzuräumen. Nach dem ersten Sprint hielt das Nadelöhr runter ins Sittertobel die Meute dann gleich wieder auf. Der eine Kerl mit dem Lautsprecher bekam von uns den Spitznamen «Rave Ronny». Er ist unser neuer Held. «Rave Ronny», falls du das hier liest: melde dich! Oh, da ist er wieder! «Rave Ronny» im Hintergrund <3. Sie streckt unserem Fotografen die Zunge raus, was wir grundsätzlich gut finden. Innert weniger Minuten verwandelte sich das grüne Naturschutzgebiet in eine Zeltstadt.

Zum Liveticker im Popup
Zum Thema
Fehler gesehen?
Umfrage
Was machst du am Festival am liebsten?

(shy/nei)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Kevin Meier am 28.06.2018 20:21 Report Diesen Beitrag melden

    Siloballen statt Heuballen

    Siloballen werden als Heuballen bezeichnet? Peinlich. Schickt diese zwei Stadtbuben wieder nach Zürich-Oerlikon statt ins Sittertobel.

    einklappen einklappen
  • kehrichtmaa am 28.06.2018 20:10 Report Diesen Beitrag melden

    Einwegzelte?

    Alle kommen vollbepackt und am Sonntag gehen die Leute mit leeren Händen. 1000 Tonnen Müll müssen abgeführt werden. Einmal brauchen und dann wegschmeissen.

    einklappen einklappen
  • Helga am 28.06.2018 16:54 Report Diesen Beitrag melden

    Warum nur...

    ... geht ihr an ein Openair und schreibt?! Es hat doch mit Musik und somit auch mit dem Gehör zu tun... ich fürchte, dass sehr viel Sinnloses geschrieben wird... Ihr werdet die Stimmung sowieso niemals so rüberbringen wie sie wirklich ist.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Albatros am 01.07.2018 15:52 Report Diesen Beitrag melden

    Verquickt

    Abfall und Sex sells, so scheint es. Nur: warum soll das Städtli darum herum auch noch "Weltkulturerbe" sein?

  • Herr Paternoster Live us de Schelle am 01.07.2018 14:21 Report Diesen Beitrag melden

    ja genau

    Herr Lo & Herr Leduc tanzen doch nie, sie versuchen doch nur etwas zu singen

  • Sonderegger am 30.06.2018 21:48 Report Diesen Beitrag melden

    Erbärmlich

    Ist es zuviel verlangt seinen Abfall richtig zu entsorgen?

    • Miro am 01.07.2018 13:27 Report Diesen Beitrag melden

      @Sonderegger

      Ist es zu viel verlangt bei jedem Openair nicht das selbe wegen des Abfall zu schreiben? Die Organisation übernimmt die Abfallentsorgung. Man bezahlt dies mit dem Eintritt.

    einklappen einklappen
  • Dänu vo hie am 30.06.2018 21:09 Report Diesen Beitrag melden

    Früher war alles .....?!

    Naja die Zeiten ändern sich, und auch der Geschmack. Ohne Handy, WhatsApp und co. geht nichts, aber dafür war ein Kondom im Einsatz, was man vor 20 Jahren oder mehr nicht benutzt hat. Däniken vo hie

  • Derkommentierer am 30.06.2018 21:08 Report Diesen Beitrag melden

    Immerhin

    wurde ein Kondom benutzt.. zumindest bei denen 2 :)

    • Regenbogen am 01.07.2018 13:39 Report Diesen Beitrag melden

      @Derkommentierer

      Vielleicht haben es ja 2 Männer benutzt.

    einklappen einklappen