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03. Juli 2018 22:42; Akt: 03.07.2018 22:42 Print

IBM setzt in Wimbledon auf künstliche Intelligenz

Während des Turniers in England analysiert IBM die Emotionen der Tennisspieler. Mithilfe von Software sollen so die Match-Highlights gefunden werden.

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Der legendäre Tennis-Crack und Ausraster-König John McEnroe wäre wie gemacht gewesen für die Technologie, die beim diesjährigen Wimbledon-Turnier erstmals eingesetzt wird. Dabei analysiert eine künstliche Intelligenz die Spiele. Anschliessend wird sie Szenen, in denen die Spieler emotional reagieren, automatisch zusammenschneiden.

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Holt sich Federer seinen neunten Wimbledon-Titel?

Der Technologiepartner des All England Lawn Tennis Club, der das Turnier in London veranstaltet, ist das IT-Unternehmen IBM. Die intelligente Software, die auf dem deren Supercomputer-Plattform Watson läuft, berücksichtigt neben Emotionen auch Geräusche des Publikums, Bewegungen der Tennisprofis und Matchdaten.

Automatische Auswahl

Weil täglich mehrere Spiele stattfinden, kommen während des Turniers schnell viele Hundert Stunden Videomaterial zusammen: für Menschen eine Mammutaufgabe, sich die Aufnahmen durchzusehen und die besten Szenen zu finden. Das System von IBM hingegen wählt automatisch die wichtigsten Momente aus.

Das System wurde im April bereits beim Golfturnier The Masters eingesetzt. Für das Team von Wimbledon bedeutet dies, dass sie nicht nur schneller arbeiten können, sie schaffen es durch die Zeitersparnis auch, insgesamt mehr Videos produzieren können.

Weitere Nutzung

«Beim Golf gibt es eine Menge Action an verschiedenen Löchern und ähnlich beim Tennis, es passiert so viel jenseits des Centre Court» erklärt John Smith vom IBM-Forschungszentrum Thomas J. Watson. «Wir wollen, dass die Fans auf eine einzigartige Weise Tennis sehen können.» Neben den Video-Hghlights wird die künstliche Intelligenz von IBM auch für einen Chatbot-Service im Facebook Messenger genutzt.


Im Video erklären Mitarbeiter von IBM, wie die Analyse von Wimbledon genau funktioniert (Englisch). (Video: Youtube/IBMUK&Ireland)

Auch Roger Federer steht für seine Titelverteidigung in Wimbledon auf dem Platz. Das erste Spiel gegen den Serben Dusan Lajovic konnte er am Dienstag in drei Sätzen gewinnen.

(swe)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Grüezi Herr Direktor am 04.07.2018 04:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nur so eine Idee

    Künstliche Intelligenz tönt sehr gut. Könnten wir in Bern einsetzen.

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  • Sportfan am 03.07.2018 23:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alles Gute King Roger

    Roger Federer wird Wimbledon gewinnen, er hat es verdient. Bei der Rückkehr wird der Bundespräsident ihn empfangen mit allen militärischen Ehren. Das ist das Mindeste was die Schweiz ihm schuldig ist.

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  • Max der Dax am 04.07.2018 07:04 Report Diesen Beitrag melden

    Bitter

    Wenn man KI benötigt um Match-Highlights zu finden, dann kann der Match nicht sonderlich gut gewesen sein. ;-)

Die neusten Leser-Kommentare

  • Dada ist am 04.07.2018 09:18 Report Diesen Beitrag melden

    Na ja

    Ob das jetzt so der Burner ist und die KI damit einen grossen Nutzen stiftet, stelle ich in Frage...

  • Max der Dax am 04.07.2018 07:04 Report Diesen Beitrag melden

    Bitter

    Wenn man KI benötigt um Match-Highlights zu finden, dann kann der Match nicht sonderlich gut gewesen sein. ;-)

  • Grüezi Herr Direktor am 04.07.2018 04:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nur so eine Idee

    Künstliche Intelligenz tönt sehr gut. Könnten wir in Bern einsetzen.

    • peter paul am 04.07.2018 12:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Grüezi Herr Direktor

      wieso künstliche? da würde inteligenz im allg. reichen...

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  • Navigator am 04.07.2018 00:21 Report Diesen Beitrag melden

    Finstere Zukunft

    Hier der IBM bei FIFA der Videobeweis, von allen Perspektiven beobachtet analysiert studiert katalogisiert zu werden, im 21. Jhr. technisch alles realisierbar, und was wenn die künstliche Intelligenz ein Bewusstsein hat, und selber anfängt zu denken, zu entscheiden? Dann ist das Aus mit der menschliche Zivilisation.

    • C. R. am 04.07.2018 21:33 Report Diesen Beitrag melden

      Nichts dahinter

      Dieser Beitrag ist ein Paradebeispiel, warum man einfach mal ruhig sein soll, wenn man keine Ahnung hat. Glauben sie ernsthaft, Computer Vision-Modelle hätten auch nur ansatzweise etwas mit einem eigenen "Bewusstsein" zu tun? Diese Modelle lernen schlichtweg Verteilungen in Trainingsdaten und finden sie in Testdaten wieder, um dann z.B. eine Klassifikation oder Regression herzustellen. Nicht mehr, nicht weniger.

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  • Sportfan am 03.07.2018 23:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alles Gute King Roger

    Roger Federer wird Wimbledon gewinnen, er hat es verdient. Bei der Rückkehr wird der Bundespräsident ihn empfangen mit allen militärischen Ehren. Das ist das Mindeste was die Schweiz ihm schuldig ist.

    • nano am 04.07.2018 00:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Sportfan

      Ob Hr. Federer den neunten Titel holen wird sehen wir dann am Ende von diesem Turnier.

    • Max der Dax am 04.07.2018 07:06 Report Diesen Beitrag melden

      @Sportfan

      Ich denke nicht, dass die Schweiz ihm irgend etwas schuldig ist. Er hatte Glück hier geboren worden zu sein, genau wie ich und viele andere auch.

    • Walter am 04.07.2018 13:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Max der Dax

      Er macht super Werbung für die Schweiz, hat ein eigenes Unternehmen, entsprechend einige Arbeitsplätze und seine Steuerrechnung dürfte auch ziemlich happig sein. So gesehen, macht er doch einiges, das auch der Schweiz zugute kommt.

    • Swissman am 04.07.2018 15:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Max der Dax

      Trotzdem ist er der Ausnahme-Schweizer. Anstatt eines Empfangs, sollte man ihm eine Statue errichten, am besten 100 Meter hoch auf der Spitze des Matterhorns. Immerhin ist er der einzige König den die Schweiz je hatte.

    • Szientist am 04.07.2018 22:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Swissman

      Keine Angst, ist nur IBM Watson, der kostet viel und kann wenig

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