Schweizer Games

11. Mai 2018 10:49; Akt: 11.05.2018 11:03 Print

Diese Games finanziert der Steuerzahler mit

von Jan Graber - 13 Games aus einheimischen Studios werden von der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia neu unterstützt. Das Niveau steigt.

Das Horrorspiel «Mundaun» gehört zu den 13 von der Schweizer Kulturstiftung ausgezeichneten einheimischen Spielen. (Quelle: Hidden Fields)
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Die hiesige Gameentwicklung wächst rasant aus den Kinderschuhen, weltweit werden Schweizer Games als innovative Werke mit Strahlkraft wahrgenommen. Das liegt auch an der konsequenten Förderung herausragender Arbeiten durch die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia. Seit 2010 können Schweizer Gamedesigner dem «Call for Projects», der mittlerweile zweimal pro Jahr ertönt, folgen und ihre Arbeiten einreichen.

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Den Frühlingsruf von «Spring 2018 Call for Projects» haben insgesamt 69 Studios gehört, eine Jury (siehe Infobox) hat nun die 13 Spiele ernannt, die von Pro Helvetia mitfinanziert werden. Insgesamt 300'000 Franken werden unter den Projekten verteilt, allerdings nennt die Stiftung nun keine Zahlen mehr dazu, welche Beträge punktuell fliessen.

«Das Niveau steigt»

Neu wurden die geförderten Games zudem in drei Kategorien aufgeteilt. In die Kategorie Pre-Production gehören Games, bei denen die Idee und ein Prototyp überzeugen. In der Kategorie Production befinden sich Spiele, die auf dem Weg sind, veröffentlicht zu werden. Und die Kategorie Post-Production benennt Spiele, die veröffentlicht wurden, deren Erfolg durch die Verbreitung auf weiteren Plattformen und Marketingaktivitäten aber erweitert werden soll.

«Grundsätzlich werden die Entwickler professioneller und das Niveau steigt», sagt Sylvain Gardel, Leiter des Schwerpunkts Kultur & Wirtschaft bei Pro Helvetia. Die Unterstützung der 13 Games sei der Logik des konsequenten Engagements geschuldet. Das bedeutet, dass Schweizer Gamedesigner, die von Pro Helvetia auch an die Games Developers Conference in San Francisco oder an die Gamescom nach Deutschland eingeladen werden und dort für Aufmerksamkeit sorgen, wegen des professionellen Vorgehens auch eher für Fördergelder berücksichtigt werden.

Diese 13 Werke wurden ausgezeichnet:

«Escape Lab» von Bandara VR
Im Virtual-Reality-Game gilt es, mittels gelösten Rätseln dem Escape Lab zu entkommen. (Pre-Production)


«Bämeräng» von Aaron Abt und Tim Bürge
Durchgeknalltes Multiplayer-Spiel, in dem sich zwei Teufel mit Bumerangs bekriegen. (Pre-Production)


«Mundaun – A lovingly handpencilled horror tale» von Hidden Fields
Düsteres, handgezeichnetes Horrorspiel, das in den Alpen spielt. (Production)


«TOWAGA 2» von Sunnyside Games
Fortsetzung des rasanten 2D-Arcadeshooters «Towaga». (Production)


«Retimed» von Maniax Games
Aberwitziger Multiplayer-Shooter mit Slo-Mo-Effekten, der auch in E-Sport-Turnieren gespielt wird. (Production)


«Persephone» von Momo-π
Puzzle-Game, in dem der Tod der eigenen Figur genutzt werden muss, um weiterzukommen. (Post-Production)


«Invisiballs» von Digital Kingdom
Multiplayergame für bis zu vier Spieler, in dem Vibrationen der einzige Hinweis sind, wo sich der eigene Spielball befindet. (Post-Production)


«Hell Eluja» von Oniroforge
Virtual-Reality-Horrorspiel mit einem Gamer, der dem Dungeon entkommen muss, und einem zweiten Spieler, der diesem Dämonen auf die Fersen schickt. (Post-Production)


«Airheart – Tales of broken Wings» von Blindflug Studios
Farbenfrohe Jagd in luftigen Höhen auf einen Himmelswal. (Post-Production)


«MODSORK» von Cinnoman Games
Kniffliges Twin-Stick-Geschicklichkeitsspiel, das koordinative Fähigkeiten voraussetzt und fördert. (Post-Production)


«Shepherd» von Aprobado
Nostalgisches Game, in dem Spieler zwei Hirtenhunde eines Schäfers bei der alpinen Talfahrt steuern. (Pre-Production)

«Otchi» von Désirée Sophie Meul, Tiago Martins, Fabian Gutscher
Interaktives Story-Game für Sprachassistenten wie Amazon Echo oder Google Home. Fokus auf sehbeeinträchtigte Kinder.

«Star Capture» von Fusion.Robot


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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Bäh! am 11.05.2018 11:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ansatz gut, aber...

    Wie wäre es in die Jury auch ein Paar Gamer zu nehmen? Oder Youtuber... Die Jury scheint mir mehrheitlich aus Personen mit wenig Ahnung und oder einseitiger Perspektive (Anbieter) zu bestehen...

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  • KarinGoj am 11.05.2018 11:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ouagadougou

    Bringt doch mal eine Liste welche Länder die Steuerzahler mitfinanzieren unter anderem Burkina Faso und wie viel Geld in Entwicklungshilfe verlocht werden :-)!

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  • Jozo von Riva am 11.05.2018 10:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jozo von Riva

    Die Schweiz könnte sich ein Beispiel an CD Porjekt Red nehmen. Bester Publisher und auch vom Staat mitfinanziert.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Öko Logisch am 12.05.2018 10:38 Report Diesen Beitrag melden

    Seltsame Sicht

    Bämeräng - haben sie das bei Atari geklaut? Die Grafik ist ja unterirdisch. Was hier viele am Jammern sind wegen der finanziellen Unterstützung. Als seien Subventionen etwas vollkommen Neues. Aber so sind halt viele gestrickt. Schafft die Billag ab, ich schaue eh kein Fußball, keinen ESC, kein "was weiß ich was". Hauptsache abschaffen, weil ich das oder jenes nicht mag. Was würden die Multis sagen, wenn man ihre Steuergeschenke streichen würde?

  • Keckser am 11.05.2018 14:13 Report Diesen Beitrag melden

    Wo ist der Kecks?

    Super. Dann ziehe ich mir irgendwo eine geckrackte Version. Da ich mit den Steuern schon bezahlt habe, ist es nicht mal eine "Raubkopie".

  • PROLLTRASH am 11.05.2018 13:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    boring

    game selber gerne. aber es geht auch ohne unterstützung vom staat. da sowieso nur altes neu verpsckt wird in der schweiz fehlen diese ch spiele niamandem...

  • Andi am 11.05.2018 13:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kulturgut

    Spielemacher erschaffen meiner Meinung nach genauso Kulturgut und Kunst wie z.b. Musiker.

  • Te Rasse am 11.05.2018 11:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Frage

    Ist bei Pro Helvetia denn entsprechendes Know-how vorhanden um beurteilen zu können was/wer unterstützt werden soll?

    • InTENDO am 11.05.2018 13:53 Report Diesen Beitrag melden

      CH Kunst-Games verkaufen sich nicht..

      so wie ich da sehe werden dort rein 'visuelle' Kostbare seletene Game Projekte unterstützt. Also kurzgesagt Kunst. Nun Kunst verkauft sich in der Game Industrie selten bis gar nicht. deshalb wird nie was aus der CH Game Szene werden, wenn sich alles um Kunst drehen sollte oder um made in CH .. das nähmlich ist auch kein Kriterium für ein Erfolgreiches Game. Erfolgreich im Sinne 500'000 verkäufe und mehr... (was eigentlich sehr wenig ist, aber für made in CH ein erster durchbruch darstellt.)

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