Ludicious 2018

17. Januar 2018 16:22; Akt: 17.01.2018 17:18 Print

«Games sind die Kathedralen unserer Zeit»

Am Donnerstag startet das Ludicious Game Festival in Zürich. Der Event steht unter neuer Leitung und hat mittlerweile internationale Ausstrahlungskraft.

Der neue Ludicious-Chef Tobias Kopka im Gespräch.
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Seit das Ludicious Zürich Game Festival 2014 erstmals stattgefunden hat, stellt es eine Besonderheit in der Welt der Game-Konferenzen dar: Kaum ein anderes Festival ist ebenso Treffpunkt von Entwicklern, Künstlern und Investoren wie es dem öffentlichen Publikum spannende Einblicke in die Indie-Gamewelt bietet. Weltweit einzigartig: Das Festival verleiht drei Game-Awards, die tatsächlich mit einem Preisgeld dotiert sind.

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Nun findet das Festival zum vierten Mal statt, es steht erstmals unter einer neuen Doppel-Führung. Künstlerisch kuratiert wird es von Tobias Kopka, der ursprünglich aus der Cracker-Szene stammt und bereits für die «Quo Vadis»-Game-Konferenz in Berlin tätig war. An seiner Seite steht der britische Managing Director Michael Reaney, der sich um die Finanzen und Sponsoren kümmert.

Prominenter Gast

Der neuen Festivalleitung geht es nicht darum, alles auf den Kopf zu stellen – im Gegenteil: «Wir führen weiter, was bisher perfekt funktioniert hat», sagt Reaney. Tobias Kopka ergänzt: «Ein wichtiger Teil der Konferenz ist weiterhin, schweizerische Game-Entwickler mit Business-Profis und Investoren zusammenzubringen.» Das Festival soll eine Plattform für Schweizer Entwickler aus allen Regionen sein. In Workshops, die von internationalen Profis geführt werden, erhalten sie wertvolle Informationen für ihre eigenen Arbeiten.

Besonders stolz ist man in der Leitung denn auch auf die Beteiligung von Alden Kroll von Valve, dem Betreiber der derzeit grössten Gameplattform Steam. «Allein auf Steam wurden letztes Jahr 7000 Spiele veröffentlicht», sagt Kopka. Für Entwickler stelle sich die Frage, wie ihre Games auf der Plattform wahrgenommen werden. Round-Table-Gespräche mit Steam sollen Einblicke bieten.

Die Download-Plattform gehört neben grossen Namen wie Nintendo, Samsung und weiteren ausserdem zu den Sponsoren des Festivals. Als Hauptpartner sind die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia und die Stadt Zürich an Bord.

Für Geeks und Familien

Die internationale Ausstrahlung, die das Ludicious Festival mittlerweile geniesst, zeigt sich auch an den über 260 Games aus 47 Ländern, die für zwei der drei Awards eingereicht wurden: für den «Innovation in Games»-Award und den «Emerging Talents»-Award. 18 Spiele wurden insgesamt nominiert. Verliehen wird daneben auch der SDGA Swiss Game Award für ein Schweizer Spiel. Alle Spiele können am Festival ausprobiert werden, darunter beispielsweise auch solche aus Iran, Israel, Chile oder Dänemark.

Während die beiden ersten Festivaltage den Profis vorbehalten sind, gehen am Samstag die Türen fürs öffentliche Publikum auf. Gezeigt werden über 50 Indie-Games, Sony-Playlink-Spiele sowie Virtual-Reality-Games. Für witzige Unterhaltung sorgt am Samstagnachmittag das «Geek Sofa» von SRF Digital, das live gestreamt wird, und am Abend veranstaltet der Künstler Benjamin Carré eine Live-Speedpainting-Session zur elektronischen Musik von Angelo Repetto. Am Sonntag finden zudem Family-Workshops für Kinder mit erwachsenen Begleitern statt, die das junge Publikum in die Welt des Game-Designs blicken lassen.

Kurz: Mit Kopka und Reaney hat ein Duo die Festivalleitung übernommen, das sich mit Herz und Seele Videospielen verschrieben hat. Kopka: «Games sind die Kathedralen unserer Zeit – ein grosses Ganzes, an dem viele Künstler, Techniker und Produzenten arbeiten und stets weiterentwickeln. Festivals wie das Ludicious in Zürich zelebrieren dieses Handwerk und Kunst.»

(jag)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Thomas R am 17.01.2018 19:13 Report Diesen Beitrag melden

    Neu

    Hm interrssant..Gar noch nie davon gehört :)

  • René Zweifel am 17.01.2018 17:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    18.-21.1...?!

    wurde wohl für morgen geschrieben oder was läuft falsch, gemäss Website ist der Start am 18...

  • Alex C. am 18.01.2018 19:26 Report Diesen Beitrag melden

    Hot Doggy

    Hot Doggy ist mit dem Food Truck dort

Die neusten Leser-Kommentare

  • Alex C. am 18.01.2018 19:26 Report Diesen Beitrag melden

    Hot Doggy

    Hot Doggy ist mit dem Food Truck dort

  • Thomas R am 17.01.2018 19:13 Report Diesen Beitrag melden

    Neu

    Hm interrssant..Gar noch nie davon gehört :)

  • René Zweifel am 17.01.2018 17:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    18.-21.1...?!

    wurde wohl für morgen geschrieben oder was läuft falsch, gemäss Website ist der Start am 18...

  • Andi Furrer am 17.01.2018 17:19 Report Diesen Beitrag melden

    Substitut

    Der moderne areligiöse Mensch betrachtet sich als Produkt der Historie und verweigert sich dem Bezug zum Transzendenten hin. Nach seinem Verständnis heraus existiert nicht inhärenter Sinn, und so muss er sich intrapsychisch einen kreieren. Das Sakrale steht zwischen ihm und seiner (rücksichtslosen) Freiheit. Er denkt, er könne nicht sich selbst werden, ehe er sich nicht von Grund auf entmystifiziert hat. Das führt zur Trostlosigkeit, dass die heilige Dimension nun von der Ablenkungs-Industrie übernommen wurde.

    • Tsche am 18.01.2018 00:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Andi Furrer

      Ok. Der ist noch besser hehe ;)

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  • Andi Furrer am 17.01.2018 17:11 Report Diesen Beitrag melden

    Krypto-Religiosität

    In einem heiligen Kosmos zu leben, in dem alles göttlicher Ursprung und deshalb auch göttlicher Sinn hat, gibt ein grundsätzlich verschiedenes Grunderleben wie ein Mensch, der sich in einer entsakralisierten rein profanen Welt erlebt. Wenn der Mensch entbunden von seinem Ursprung im Universum sinnlos irrt, ist eine latente Einsamkeit die Erfahrung. Die wird krampfhaft zu überdecken versucht mit dem Substitut von Karriere, Besitz, Einfluss, Genuss-Empfindungen und Familie, die einen Schein-Sinn vermitteln sollen. Aber auch in einer entsakralisierten Welt bleiben religiöse Ursehnsüchte bestehen.

    • Lucifer am 17.01.2018 17:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Andi Furrer

      Wo kommt ihr nur immer her? Ist da irgendwo ein nest?

    • Tsche am 18.01.2018 00:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Andi Furrer

      Das was wir nicht verstehen ist nicht = die religiöse Sehnsucht! Es ist einfach etwas was wir nicht verstehen und jeder geht damit um wie er will. Was sie behaupten ist schon sehr im Scheuklappen bereich. Aber in einem Punkt gebe ich ihnen Recht. Ihre Beobachtung wiederspiegelt sowohl Geist als auch Materie und nun ja... Wir haben nun mal beides zur verfügung. Wieso nicht nutzen? :)

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