Top oder Flop?

05. April 2018 11:49; Akt: 05.04.2018 11:49 Print

Das Schüler-iPad im Test

Apple hat eine Schüler-Version des iPads lanciert. Es ist nicht nur für Kinder interessant, die damit die Schulbank drücken, wie ein ausführlicher Test zeigt.

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Altes Gewand, neuer Inhalt: Apple hat letzte Woche in Chicago eine neue Version des iPads vorgestellt. Der Tablet-Computer soll ganz auf die Bedürfnisse von Schülern zugeschnitten sein.

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Wer die Version von 2017 kennt, kennt auch das neue Gerät. Es hat das gleiche Chassis wie letztes Jahr und auch einen Rahmen um den Bildschirm. Aktualisiert wurden die Innereien. So steckt neu der A10-Chip in dem Tablet. 20 Minuten konnte das Gerät eine Woche testen. Vom Tempo her ist das iPad allen Alltagsaufgaben gewachsen.

Akku und Eingabestift

Etwas erstaunt hat die eher bescheidene Leistung des Akkus. Ein Test mit einem HD-Video bei Youtube, abgespielt mit voller Display-Helligkeit, entleerte den Akku innerhalb 3,5 Stunden von 74 auf 9 Prozent. Apple gibt eine Laufzeit von bis zu zehn Stunden an.

Neu unterstützt das günstigste iPad von Apple den Pencil. Etwas, was bisher den teuren Pro-Modellen vorbehalten war. Im Test hat der Eingabestift auch auf diesem Tablet überzeugt. Einzig auf die verschiedenen Druckstufen des Stifts muss man beim kleineren Tablet verzichten. Für Notizen und Kritzeleien reicht das aber vollkommen aus.

Top oder Flop?

Mit dem iPad (2018) hat Apple weiter am Preis geschraubt. So ist das Gerät ab 379 Franken (32 GB, Wi-Fi) erhältlich. Das Modell von 2017 kostete damals 389 Franken. Für Erstkunden, aber auch für Besitzer von älteren iPads könnte sich ein Upgrade lohnen. Auch wer ein günstiges Tablet mit Stift möchte, wird nun bedient. Das iPad Pro kostet fast das doppelte. Dafür bekommt man mit dem Pro-Gerät ein besseres Display und obendrauf den Smart-Connector, um einfach Tastaturen anzuschliessen.

Ob das neue Angebot auch Schulen überzeugen kann, wird sich zeigen. Zwar gibt es Rabatte für Bildungsinstitute, doch diese müssen zu dem Tablet noch Accessoires anschaffen. Etwa robuste Hüllen, damit die neuen Tablets den rauen Klassenalltag überstehen. Auch der Pencil wird separat verkauft (109 Franken). Dieser ist aber sowieso weniger für Kinder geeignet. Um den Stift zu laden, steckt man ihn wie eine Antenne an das iPad. Es besteht Bruch- und Verletzungsgefahr.

Logitech bietet ab Sommer eine Alternative: Der Crayon soll mit seinem Design kinderfreundlich sein. Er rollt zum Beispiel nicht weg und kann über das Kabel geladen werden. Ausserdem wird er nur die Hälfte des Pencils kosten. Er soll aber vorerst nur in den USA verkauft werden.

(tob)