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Lieber Phil Geld

21. Juni 2016 11:14; Akt: 21.06.2016 15:33 Print

Probleme mit Roaming-Paket – was tun?

Renate (39) hatte gleich mehrmals Probleme mit dem abonnierten Roaming-Paket. Kann sie darauf bestehen, das Roaming-Paket nicht bezahlen zu müssen?

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Bei Meinungsverschiedenheiten mit dem Telecom-Anbieter ist es ratsam, sich an die Schlichtungsstelle Telekommunikation zu wenden. (Bild: Colourbox)

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Lieber Phil Geld
Ich habe bei einem Telecom-Provider ein Roaming-Paket für das Ausland abonniert. Aber gleich in zwei Ländern hatte ich innert zwei Monaten Probleme. Im ersten Land funktionierte die Sprechverbindung nicht. Bei der Hotline sagte man mir nach mehrmaligen Anfragen schliesslich, ich müsse manuell alle möglichen Provider vor Ort testen. Nach fast einer Stunde funktionierte die Verbindung endlich. Im zweiten Land funktionierte der Datenverkehr überhaupt nicht. Darf ich darauf bestehen, das Roaming-Paket nicht bezahlen zu müssen?

Liebe Renate

Ohne detaillierte Angaben wie zum Beispiel das Vertragsdokument mit den darin abgeschlossenen Vertragsbedingungen ist eine abschliessende Beurteilung deines Falles leider nicht möglich.

Da es sich erfahrungsgemäss oft als schwierig erweist, Meinungsverschiedenheiten mit Telecom-Anbietern beziehungsweise deren Hotline-Mitarbeitern zu lösen, empfiehlt es sich grundsätzlich, sich mit einem eingeschriebenen Brief direkt an die Geschäftsleitung des Telecom-Anbieters zu wenden.

Ist keine Einigung möglich, kannst du dich an die Schlichtungsstelle Telekommunikation wenden und ein Schlichtungsverfahren einleiten. Die Schlichtungsstelle vermittelt neutral bei zivilen Streitigkeiten zwischen Kunden und Fernmelde- und Mehrwertdienstanbietern. Die Schlichtungsstelle kann zwar nur Empfehlungen abgeben, allerdings halten sich Telecom-Anbieter weitgehend an diese.

Das Schlichtungsbegehren wird nur mit dem vollständig ausgefüllten Formular entgegengenommen, das unter Ombudscom.ch abrufbar ist. Ausserdem ist das Begehren nur zulässig, wenn der Kunde/die Kundin schriftlich darlegt, dass er/sie vorgängig versucht hat, mit dem betroffenen Telecom-Anbieter eine Einigung zu erzielen, was aber nicht möglich war. Dabei darf der letzte Kontakt in der strittigen Angelegenheit nicht weiter als zwölf Monate zurückliegen. Die Behandlungsgebühr für Kunden, die die Schlichtungsstelle anrufen, beträgt 20 Franken.

Ich rate dir daher, zur Klärung deiner offenen Frage dich direkt an deinen Telecom-Anbieter zu wenden. Ist keine Einigung möglich, kannst du dich an die Schlichtungsstelle Telekommunikation wenden und ein Schlichtungsverfahren einleiten.

Freundlich grüsst
Phil Geld
E-Mail: phil.geld@20minuten.ch

(20 Minuten)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Isodor am 21.06.2016 12:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Warum schwierig, wenn es auch einfach geht

    Man kauf sich ein Paket für überteuerte Preise, dabei is es immer noch billiger im Ausland eine Prepaid zu nehmen. Anrufe ins Ausland/Inland sind günstiger und die Datenpakete auch. Bin gerade selber in Vietnam und hab gerade mal 5.- für ein Paket mit 1,5 GB genommen und x Minuten anrufe.

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  • Nenad F. am 21.06.2016 11:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Leerlauf ombudscom

    Mir leuchtet nicht ganz ein, weswegen man sich in derartigen Streitigkeiten an die - notabene überwiegend durch die Telefonanbieter finanzierte - Stiftung ombuscom halten soll. Zumal die Ombudsperson höchstens unverbindliche Vorschläge abgeben kann. Diesen Leerlauf kann man sich getrost sparen! Viel vernüftiger scheint mir, sich stattdessen direkt an die staatlichen Schlichtungsbehörden zu wenden. Dort ist das Verfahren verbindlich und die Behörde kann gegebenfalls auch direkt und autoritativ entscheiden (zumindest bei Streitwerten bis CHF 2'000.-)...

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  • Appenzellerin am 21.06.2016 11:45 Report Diesen Beitrag melden

    Kenne ich

    Ich hatte das gleiche Problem. Als ich wieder in der Schweiz war, habe ich sofort einen Brief meinem Telecom Anbieter zugestellt. Darin erwähnte ich, dass es nicht das erste Mal war, dass das Roaming Paket nicht einwandfrei funktionierte. Sie waren sehr kulant und stornierten mir die Mehrkosten auf der Rechnung diesbezüglich. Es lohnt sich immer zu Schreiben. Viel Glück.

Die neusten Leser-Kommentare

  • schumaku am 21.06.2016 13:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Geräteeinschränkungen

    Je nach Gerät ist es möglich, dass zB im ferneren Ausland verwendeten Frequenzen für Daten auf Europäischen Geräten (vor allem im günstigeren Preissegment wie sie von Provider-Branding Aktions-Geräten genutzt werden) nicht freigeschaltet sind. Die Hersteller bezahlen die SoC (System on Chip) auf Grund der freigeschalteten Technologien und Frequenzbänder. Das kann dazu führen, dass entweder keine Datenverbindung oder ggf. auch Telefonie möglich ist.

    • John Orlowski am 21.06.2016 18:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @schumaku

      ist genau so! Aber manchmal sind die User einfach zu doof um ihr Gerät mal auszuschalten oder die Netzwerkeinstellungen zurückzusetzen ;)

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  • Reto am 21.06.2016 13:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Komische Sache

    Mich wundert es, wenn ich ein Datenpaket fürs Ausland mit 1 GB frei kaufe, wieso ich dann nach 10 Tagen alles ungebraucht habe obwohl ich kaum im Internet war. Bei 2 GB zu Hause verbrauch ich maximal ein Drittel. Finde ich langsam mysteriös.

    • Frank am 21.06.2016 16:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Reto

      Wieder dieser Reto. Also nicht nur AGB sondern auch Datenübertragung kennst du nicht? Wer keine Ahnung hat sollte durch Schweigen glänzen. Hast du ein Abo mit limitierter Datengeschwindigkeit, wie es bei Swisscom häufig (die meisten iPhone User sind bei der) reichen 1 GB pro Monat. Bist du im Ausland sind bei vollen 4G die 2 GB ratz fatz weg. Soll ich es nochmals laaangsam erklären?

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  • Sarunto am 21.06.2016 13:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Swiss

    Hatte ich auch mit meinem Paket. Ein kurzes Telefon an den grössten Mobilfunkanbieter der Schweiz (der hier in den Kommentaren immer als viel zu teuer kritisiert wird) und das Geld wirde mir sofort wieder gutgeschrieben;)

  • Franz M. am 21.06.2016 12:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Niemals aufgeben!

    Wir müssen lernen uns zu wehren. Nicht gleich nach den ersten Absagen aufgeben. Hartnäckig bleiben und den Abzockern die Stirn bieten. Das Abzocken hat immer System.

  • Isodor am 21.06.2016 12:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Warum schwierig, wenn es auch einfach geht

    Man kauf sich ein Paket für überteuerte Preise, dabei is es immer noch billiger im Ausland eine Prepaid zu nehmen. Anrufe ins Ausland/Inland sind günstiger und die Datenpakete auch. Bin gerade selber in Vietnam und hab gerade mal 5.- für ein Paket mit 1,5 GB genommen und x Minuten anrufe.

    • Nadja am 21.06.2016 13:15 Report Diesen Beitrag melden

      Unverständnis

      Ich verstehe das auch nicht, mache es selber genau wie du. So kosteten mich 3 Monate England mit einer lokalen PrePaid-Karte z.B. total nur 45 Franken - Internet, Telefonie und SMS inklusive. Bei meinem CH-Anbieter hätte ich diesen Betrag in wenigen Tagen erreicht...

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