Diplomaten in China

07. Juni 2018 11:01; Akt: 07.06.2018 12:48 Print

USA untersuchen mysteriöse Krankheitsfälle

Opfer von Akustik-Attacken? US-Diplomaten in China leiden unter ähnlichen Symptomen wie die Kollegen in Kuba. Jetzt werden sie abgezogen.

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Nach mutmasslichen Akustik-Attacken auf Diplomaten in Kuba hat das US-Aussenministerium mehrere Mitarbeiter mit ähnlichen Symptomen aus China abgezogen.

Eine «bestimmte Anzahl» von Diplomaten sei für eingehende Untersuchungen in die USA zurückgekehrt, teilte Ministeriumssprecherin Heather Nauert am Mittwoch mit. Die Sicherheit ihrer Mitarbeiter habe für die US-Regierung «oberste Priorität», fügte Nauert hinzu.

Schädel-Hirn-Trauma nach Geräuschen

Nach Angaben der Sprecherin wurde im Mai ein Ärzte-Team in die chinesische Stadt Kanton geschickt, nachdem ein US-Mitarbeiter dort durch «unnormale» Geräusche ein leichtes Schädel-Hirn-Trauma erlitten hatte.

Die US-Botschaft in der Volksrepublik hatte Ende Mai bereits eine Gesundheitswarnung herausgegeben, nachdem der Mitarbeiter über Beschwerden geklagt hatte. Wie Aussenminister Mike Pompeo sagte, stimmten die Symptome «vollständig mit den medizinischen Befunden überein, die bei Amerikanern in Kuba festgestellt wurden».

Ungelöstes Rätsel in Kuba

Die mutmasslichen Akustik-Attacken auf US-Diplomaten in Kuba sind ein bislang ungelöstes Rätsel. Dort hatten im vergangenen Jahr 24 Botschaftsmitarbeiter oder deren Angehörige ungewöhnliche Geräusche wahrgenommen und über gesundheitliche Probleme wie Kopfschmerzen, Hörprobleme, Orientierungslosigkeit und Konzentrationsschwächen geklagt.

Die USA hatten daraufhin die Hälfte ihres diplomatischen Personals aus Havanna abgezogen. Washington machte die kubanische Regierung für die Symptome verantwortlich, deren Ursachen nie wirklich geklärt werden konnten. Auch Kanada zog zehn Mitarbeiter aus Kuba wegen ähnlicher Beschwerden ab.

(kko/afp)