Missbrauchsfall Freiburg D

16. Mai 2018 17:32; Akt: 16.05.2018 17:32 Print

Auch ein Soldat vergewaltigte den Buben

Eine Frau und ihr Freund boten den Sohn (9) der Frau im Internet an. Jetzt wurde ein weiterer «Bieter» verurteilt.

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Im zweiten Prozess um den Missbrauch eines Jungen aus dem Raum Freiburg in Deutschland hat das dortige Landgericht einen Stabsfeldwebel der deutsch-französischen Brigade im Elsass zu acht Jahren Haft verurteilt.

Knut S. sei der Vergewaltigung, der Herstellung und des Besitzes pornografischer Schriften und der Zwangsprostitution schuldig, urteilte das Gericht am Mittwoch.

Der bisher noch nicht vorbestrafte 50-jährige Soldat muss ausserdem an das Opfer ein Schmerzensgeld in Höhe von rund 13'000 Franken zahlen.

Auch St. Galler verhaftet

Der Fall um den Jungen aus dem baden-württembergischen Staufen sorgt seit seinem Bekanntwerden für Entsetzen. Um Geld zu verdienen, boten Berrin T. (47) und ihr Partner Christian L. (37) das Kind der Frau für einen vierstelligen Betrag im Internet zur Vergewaltigung an. Nach einem anonymen Hinweis wurden die beiden, die den Neunjährigen ebenfalls missbraucht haben sollen, letzten Herbst verhaftet.

Auch mehrere «Bieter» wurden im Verlauf des letzten Jahres verhaftet, darunter ein im Kanton St. Gallen wohnhafter Schweizer. Der 37-Jährige war bei einer Verkehrskontrolle in Österreich festgenommen worden. Der Tatverdächtige wurde nach Deutschland überführt, wo er in Untersuchungshaft sitzt.

(hvw/afp)